Berichte von Veranstaltungen der NUA

BNE trifft MINT: Das Umweltprojekt – ein partizipatives Projekt für die Klasse 9

Gemeinsam stellten das Albert-Schweitzer-/ Geschwister-Scholl Gymnasium (ASGSG)  Marl, die BNE-Agentur NRW, das zdi-Netzwerk MINT.REgio und das Regionale Bildungsbüro im Kreis Recklinghausen die Umweltprojektwoche des ASGSG interessierten Lehrerinnen und Lehrern in der Natur- und Umweltschutz-Akademie am 7.02.2018 vor.  Die Umweltprojektwoche ist über die reine schulische Arbeit hinaus ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit von Schule mit außerschulischen Partnern und erfüllt viele Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

„Future first- Gestalten statt Jammern!“, „Prima Klima?!-Schul-Welt-Klassenklima“ – so und ähnlich lauten die Mottos der Umweltprojektwoche, die jährlich vor den Sommerferien von den 9. Klassen selbstständig geplant, durchgeführt und ausgewertet wird. In Arbeitsgruppen verfolgen Schülerinnen und Schüler beispielsweise den Flug von Fledermäusen mit selbst gebauten Detektoren und erstellen zum Thema Biodiversität ein Wandgemälde, das den Eingang der Schule schmückt. Auch ein Konzept zur Aufstellung von Solaranalgen konnte der Stadt Marl bereits übergeben werden. Es wird aktiv gestaltet! Die Schülerinnen und Schüler sind begeistert von ihrer Projektwoche, die sie in Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern und älteren Schülerinnen und Schülern zu aktuellen Umweltfragen und Problemen lösungsorientiert gestalten.

Die inhaltliche und pädagogische Konzeption der Umweltprojektwoche ist ein gelungenes Beispiel für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung. Themen werden interdisziplinär und zukunftsrelevant bearbeitet, die Schülerinnen und Schüler partizipativ in den Lernprozess eingebunden und zum Handeln im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung und Entwicklung angeregt. Verständnis und Verantwortung für Entwicklungen auf lokaler und weltweiter Ebene entstehen. Daneben arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit lokalen Firmen, Behörden und Bildungseinrichtungen zusammen und lernen auf diesem Weg Studiengänge und verschiedenste Berufe kennen. Ein Grund, warum das zdi-Netzwerk MINT.REgio die Projektwoche organisatorisch und finanziell fördert. Zdi-Zentren (zdi= Zukunft durch Innovation) wollen in NRW die Begeisterung für MINT-Fächer durch Praxiserfahrungen steigern und mehr  MINT-Nachwuchs durch berufsorientierende Maßnahmen gewinnen. Klar wird während der Veranstaltung, dass die Planung und Durchführung der Umweltprojektwoche Ausdauer und Energie von Lehrerinnen und Lehrern verlangt und nur in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern gelingt. Die Regionalen Bildungsbüros, die in allen Städten und kreisfreien Städten angesiedelt sind, initiieren und begleiten regionale Bildungsnetzwerke und unterstützen  Schulen bei der Vernetzung mit außerschulischen Partnern. Fazit der Veranstaltung: die Umweltprojektwoche  bereichert das Schulleben, fördert soziale und fachliche Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler und – statt zu Jammern- werden sie motiviert, die Zukunft zu gestalten.