Handeln für die Schöpfung

Der kirchliche Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz hat bereits eine lange Tradition. Er hat zum Ziel, auch für die zukünftigen Generationen gesunde und ökologisch wertvolle Lebensbedingungen weltweit zu erhalten und zu schaffen. Kirchengemeinden haben als Gebäude- und Flächeneigentümer, Kindergartenträger sowie als Ausrichter von Pfarrfesten und Jugendlagern vielfältige Möglichkeiten, konkrete Natur- und Umweltschutzmaßnahmen umzusetzen. Damit kann auf lokaler Ebene ein eigener Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung geleistet werden. Projekte zur naturnahen Grünflächengestaltung und Gebäudebegrünung oder z.B. zur Abfallvermeidung und zum umweltschonenden Renovieren, die von kirchlichen Umweltgruppen angeregt werden, haben ebenso wie auch die Mitarbeit bei der Lokalen Agenda 21 für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger einen nicht zu unterschätzenden Vorbildcharakter.

Mit der dazu herausgegebenen Materialmappe soll es den Verantwortlichen der Kirchenvorstände, Pfarrgemeinderäte und Presbyterien erleichtert werden, sich über konkrete Umweltthemen praxisnah zu informieren. Von der Entsiegelung des asphaltierten Kirchenvorplatzes über die naturnahe Kindergartengestaltung bis zur Solaranlage auf dem Kirchendach werden positive Beispiele aufgezeigt, um möglichst viele Kirchengemeinden zur Nachahmung anzuregen. Die Informationen über bereits erfolgreich umgesetzte Projekte, Erfahrungen oder andere praxisbezogene Details können Vorbehalte ausräumen und die Bereitschaft steigern, ebenfalls eine derartige Maßnahme umzusetzen.

 

Die Homepage www.kirche-natur.nrw.de ist ein Kooperationsprojekt der evangelischen Landeskirchen und der katholischen (Erz-)Bistümer in NRW mit der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen (NUA).

Das Portal bietet Fachinformationen und Handlungsanleitungen um die Biologische Vielfalt direkt vor Ort, aber auch weltweit, bewahren und fördern. Es zeigt, wie sich Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen für den Schutz von Pflanzen- und Tierarten und die Biologische Vielfalt engagieren können und dabei auch für sich und für ihre Institution viel erreichen und gewinnen.


Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) gefördert.