Feldherpetologie - Reptilien

Eine Eidechse sitzt auf einem Stein in der Sonne

Im Bereich der Herpetologie werden derzeit sechs verschiedene Prüfungen definiert, drei für die Gruppe der Reptilien, drei weitere für die Amphibien. Für die Reptilien sind dies zwei Zertifikate zur Feldherpetologie Reptilien (Bronze und Silber) sowie die Prüfung zu den „Feldherpetologischen Methoden Reptilien“ auf Gold-Niveau. Die Prüfungsordnung mit genauen Informationen zu Prüfungsinhalten, Prüfungsaufbau und zur Durchführung der Prüfungen wird in Kürze hier veröffentlicht. Erste Prüfungsangebote wird es in NRW voraussichtlich 2022 geben.

 

Eine Blindschleiche kriecht über den Boden
Westliche Blindschleiche (Anguis fragilis), Foto: P. Schütz

Zertifikat Feldherpetologie Reptilien (Bronze)

Grundlegende Kenntnisse aller heimischen Reptilienarten sowie deren systematische Verwandtschaftsverhältnisse bilden den Ausgangspunkt des Bronze-Zertifikats. Neben Biologie, Ökologie und Lebensraumnutzung der Arten, werden auch Sachkenntnis und methodische Kompetenzen im Umgang mit den Tieren geprüft. Mindestens ein Jahr Geländeerfahrung und Beschäftigung mit der Materie werden vorausgesetzt.

Zertifikat Feldherpetologie Reptilien (Silber)

Auf Silber-Niveau müssen neben den verschiedenen Entwicklungsstadien der heimischen Arten auch Kenntnisse ausgewählter nicht-heimischer Arten, sowie die Bestimmungskompetenz nachgewiesen werden. Für die hier geforderten, fortgeschrittenen Kenntnisse und Kompetenzen bedarf es mehrjähriger Geländeerfahrung und intensiver, thematischer Beschäftigung.

 

 

Eine grünbraune Schlange kriecht über einen Ast Ast
Ringelnatter (Natrix natrix), Foto: P. Schütz

Zertifikat Feldherpetologische Methoden Reptilien (Gold)

Der Fokus der Zertifikatsprüfung „Feldherpetologische Methoden“ liegt auf den Kenntnissen und Kompetenzen, die in der beruflichen Praxis gefordert werden. Umfangreiche Geländeerfahrung und mehrjährige Beschäftigung mit der Materie sind Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der Prüfung. Neben unterschiedlichen feldherpetologischen Methoden und deren Anwendungskompetenz, werden auch naturschutzpraktische Fragestellungen und die Sachkenntnis der Teilnehmenden geprüft.

Qualifizierungsangebote

Vorbereitende und unterstützende Bildungsangebote sind ebenfalls für das kommende Jahr geplant. Neben Artbestimmung und Artenkenntnis werden Grundlagen zur Systematik, Biologie, Ökologie und Verhalten der Reptilien einbezogen. Auch methodische Kompetenzen, beispielsweise Hygieneregeln und Handhabung der Tiere, sowie die hierfür zwingend nötige Sachkenntnis sollen vermittelt werden. Die Qualifizierungskurse verstehen sich im Hinblick auf die Prüfungen als unterstützende Angebote, in denen den Teilnehmenden neben Fachkenntnissen vor allem die Fähigkeit vermittelt werden soll, fachliche Kompetenzen selbstständig zu festigen und zu erweitern.