Heft Nr. 22, Dezember 2005

Zum Titelbild:
Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoefer-Grundschule Dortmund, ausgezeichnet 2005 als "Schule der Zukunft" im Rahmen der Kampagne "Agenda 21 in der Schule"

Foto: D. Tiemann

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Aus der NUA

Umweltminister Eckhard Uhlenberg besucht die NUA

Bekenntnis zur Umweltbildung: „Für neue Verantwortung lernen“
Am 9. September besuchte der neue NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg erstmals die NUA. Von der Arbeit der NUA und den Tagungsmöglichkeiten im neuen Akademiegebäude zeigte sich der Minister beeindruckt. Im Gespräch erläuterte der Minister Eckpunkte der künftigen Regierungspolitik im Bereich Natur- und Umweltschutz und betonte dabei insbesondere, dass alle künftigen Maßnahmen in einem intensiven Meinungsbildungsprozess mit den Menschen erfolgen müssten. NUA-Leiter Horst Frese stellte heraus, dass die NUA-Bildungsangebote dabei eine wichtige Rolle spielen könnten, so wie es das Beispiel „Nationalpark Eifel“ gezeigt hätte. Konkret sprach Minister Uhlenberg den Handlungsbedarf im Bereich des Freiflächenschutzes in NRW an. Veranstaltungen dazu sollen im Jahresprogramm 2006 der NUA angeboten werden.  

Thema des Gesprächs war auch die Rede des Ministers vor dem Ausschuss für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landtages Nordrhein-Westfalen vom 24. August 2005. Unter der Überschrift „Für neue Verantwortung lernen“ bekannte sich der Minister zur Bedeutung der Umweltbildung und führte dazu u. a. folgendes aus: „Eine neue Verantwortung in der Umweltpolitik setzt auf mündige Bürgerinnen und Bürger. Ich setze auf die Verantwortung der Einzelnen. Die Umweltbildung ist dazu eine wichtige Voraussetzung. Wir leben in einer Wissensgesellschaft und das gilt auch für den Umweltschutz. Mein Ministerium greift die Initiative der Vereinten Nationen auf, die den Zeitraum von 2005 bis 2014 zur Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung erklären. NRW arbeitet - als eines der ersten Bundesländer - bereits eng mit der deutschen UNESCO-Kommission zusammen.“  
 
In diesem Bereich, so Klaus Brunsmeier, habe die NUA als zentrale Umweltbildungseinrichtung des Landes eine große Bedeutung. Zwei NUA-Kampagnen seien als Projekte der UN-Dekade ausgezeichnet worden. Das Motto „Lebenslanges Lernen“ setze die NUA mit zahlreichen Bildungsangeboten für die unterschiedlichsten Zielgruppen landesweit in die Praxis um. (NUA)

Aus der Redaktion

Zum Jahreswechsel gibt es in der Redaktion der NUAncen eine personelle Veränderung. Seit Sommer 2004 war Dorothee Tiemann auf Grundlage eines bis November 2005 befristeten Vertrages Dezernentin für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der NUA und damit auch für die NUAncen verantwortlich. Ab Januar 2006 übernimmt Andrea Mense nach Rückkehr aus dem Erziehungsurlaub wieder diese Aufgaben.

Während ihrer Tätigkeit in der NUA konnte Dorothee Tiemann mit der Entwicklung einer Internetplattform für das Netzwerk AZUL besondere Akzente setzen. Zudem trug sie mit neuen Presseseiten auf der NUA-Homepage entscheidend zur Professionalisierung der NUA-Pressearbeit bei. Die Redaktion bedankt sich für ihren Einsatz und wünscht Ihr alles Gute und viel Glück für die weitere Zukunft! (anl)

Bildungsprogramm 2006

In neuer Form wirbt die NUA 2006 für ihr Veranstaltungsprogramm. In einer 48seitigen, mehrfarbig gestalteten Broschüre finden sich Kurzinformationen zu allen 112 Fortbildungsveranstaltungen. Das Heft kann ab Ende 2005 kostenlos bei der NUA angefordert werden.

Wer sich noch schneller und ausführlicher über die neuen Veranstaltungen informieren möchte, kann dazu die NUA-Homepage nutzen. Unter www.nua.nrw.de, Rubrik „Veranstaltungen“, gibt es detaillierte Infos und eine Online-Anmeldemöglichkeit. (NUA)

Bezug:
NUA, Postfach 101051, 45610 Recklinghausen, E-Mail: poststelle@nua.nrw.de

Umweltbildung

Umwelt - Bildung - Zunkunftskompetenzen

Schlüsselqualifikationen von jungen Menschen fördern – dazu kann die Umweltbildung wesentlich beitragen. Dabei steht längst nicht mehr der Erwerb von ökologischer Kompetenz im Vordergrund. Mit ihrem handlungs- und erlebnisorientierten Ansatz fördern viele Angebote in besonderer Weise die Teamfähigkeit und die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen. Um Kinder fit zu machen für die Zukunft müssen sie auch globales Denken und Handeln erlernen.

Neue Möglichkeiten für die Umsetzung solcher Ziele gibt es für außerschulische Anbieter besonders mit der Entwicklung von Ganztagsschulen. Die NUA fördert solche Ansätze durch Projektmittel der Koordinierungsstelle Umweltbildung, durch Bildungsangebote und Veröffentlichungen. Über innovative Ideen, Projekte und Materialien berichtet dieses Heft der NUAncen. (anl)

Natürlich Kunst! - Eine ART Naturlehrpfad

Förderprojekt der NUA eröffnet künstlerische Zugänge zu Umwelt und Natur
Wie kommunizieren Bäume untereinander, wie mit uns? Hat die Natur ein Bewusstsein? Was würde uns der Wald mitteilen, wenn wir seine Sprache verstehen würden? Mit solchen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden des Projektes „Natürlich Kunst! Eine ART Naturlehrpfad" in diesem Sommer in Bielefeld. „Natürlich Kunst!“ ist Teil der crossroads-Projekte der Arbeitsstelle Weltbilder in Münster, die von der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung und von der NUA gefördert werden. Ziel ist es, auf künstlerische Weise Aspekte des Verhältnisses von Umwelt und Entwicklung darzustellen und Anregungen zu einem bewussten und achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu geben. In Kooperation mit dem Naturkunde-Museum Bielefeld und der Stadt Bielefeld sind Arbeiten der Schülerinnen des Gymnasiums am Waldhof entstanden. In dem Waldstück Kahler Berg zwischen dem Heimat-Tierpark Olderdissen und dem Botanischen Garten sind sie als eine neue „ART“ Naturlehrpfad installiert worden.

Für die Schülerinnen und Schüler ist die analytische und künstlerische Weise der Auseinandersetzung mit dem Thema eine besondere Herausforderung. Zudem musste an die Beständigkeit der Materialien, an die technische Umsetzbarkeit, an Sicherheitsaspekte und an mögliche Einflüsse in der Natur gedacht werden. Bei mehreren Exkursionen versuchten die Schülerinnen und Schüler die Eigenheiten der im Wald lebenden Wesen mit ihren Zeichen und Symbolen zu erkennen und hielten sogleich ihre Eindrücke schriftlich und in Skizzen fest. Im Unterricht arbeiteten sie ihre gewonnenen Erkenntnisse in Gesprächen auf. Auf dieser Grundlage entstanden Modellideen für Skulpturen, die dann im Wald für die Dauer von drei Jahren als eine „ART“ Naturlehrpfad installiert wurden.

Im April 2005 präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit. In einer Sonderausstellung im Bielefelder Naturkunde-Museum konnten 24 Modelle vorgestellt werden. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung schafft das Projekt durch das Engagement und die Mitwirkung vieler Beteiligter eine hohe Identifizierung mit den Inhalten. Durch ihre Arbeit wurden die Akteure allmählich selber zum Sprachrohr des Waldes, der in seiner Art immer deutlicher und verständlicher wurde. (Arbeitsstelle Weltbilder/anl)

Kontakt:
Arbeitsstelle Weltbilder, Althausweg 156, 48159 Münster, Tel. 0251 72009, E-Mail: info@zukunftspfad-nrw.de, www.zukunftspfad-nrw.de.
Ein Faltblatt mit Bildern und Texten zu den Skulpturen kann bei der Arbeitsstelle Weltbilder angefordert werden.

Planspiel: Einmal im Leben Bäuerin oder Bauer sein

Neue Materialmappe für den Unterricht in der Sekundarstufe I
Eine neue Materialmappe der NUA enthält auf 130 Seiten Unterrichtsmaterial für ein aktives Planspiel, das den Unterricht in der Sekundarstufe I bereichern kann. Die Mappe wurde im Rahmen eines NUA-Förderprojektes vom Naturpädagogisches Zentrum Schelphof e.V. erarbeitet (siehe NUAncen Heft 19). Mit dem Planspiel werden die Themen Nahrungsmittelproduktion in der Landwirtschaft und die ökologische Dimension von Landwirtschaft und ihrer Nachhaltigkeit für Kinder der Altersgruppe 10 – 14 erlebbar und nachvollziehbar. Einbezogen werden dabei auch die Themen Konsum und Ernährung sowie Handel und Fairer Handel in ihrer weltwirtschaftlichen Vernetzung. Während des Planspiels schlüpfen die Kinder in verschiedene Rollen wie z.B. in die eines Landwirtes und können deren Tätigkeiten und charakteristische Haltungen im Spiel nachahmen.

Das Planspiel liegt in zwei Versionen vor. Spielversion I ist eine komplexe Version, spielbar in 5 Tagen an Lernorten mit Außengelände und Verpflegungsmöglichkeit (z.B. einem Umweltbildungszentrum). Sechs TeamerInnen führen das Planspiel durch. Diese Version bietet sich z. B. für Ferienprojekte oder Projektwochen an. Teilnehmen können 15 – 20 Kinder. Spielversion II ist in vier Einheiten an drei bis vier Unterrichtstagen (ca. 8 Unterrichtsstunden) durchführbar. Diese Version ist für den Einsatz im Klassenraum erarbeitet worden. Zur Vorbereitung und Durchführung reichen zwei TeamerInnen (LehrerInnen, Eltern etc.) aus. Die Version ist konzipiert für Gruppen mit 21 – 28 Kindern.

In der Mappe ist zu jeder Spielversion eine in sich abgeschlossene Spielanleitung mit dem zugehörigen Spielmaterial vorhanden. Zentrales Ziel des Planspiels ist es, gemeinsam mit den Kindern verschiedene Lebensbereiche, die die Lebensqualität heutiger und nachfolgender Generationen betreffen, neu zu begreifen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrzunehmen. (NPZ Schelphof/anl)

Bezug:
Für 7,- € (incl. 2,- € Versandkostenanteil) bei der NUA, Postfach 101051, 45610 Recklinghausen, www.nua.nrw.de.

Infos zum Projekt:
Naturpädagogisches Zentrum Schelphof e.V., Tel. 0521 3044063, E-Mail: npzschelphof@t-online.de, www.npzschelphof.d

Kindertheaterstück Müllmaus weiter auf Tour

Mit großer Begeisterung haben Kindergärten und Grundschulen darauf reagiert, dass es ein mobiles Kindertheaterstück gibt, das sich mit dem Thema Müll beschäftigt (siehe Bericht NUAncen Nr. 19). Aufgrund des anhaltend großen Interesses wird die Müllmaus jetzt weiterhin angeboten. In vielen Kindergärten und Grundschulen wurde die Theatervorstellung in ganze Projekte eingebunden, Kunstwerke wurden gebastelt, Ausstellungen organisiert und hierzu interessierte Eltern und Freunde eingeladen. Die Müllmaus war oftmals in Köln unterwegs und steht auch Kindergärten und Grundschulen in ganz NRW zur Verfügung. (vla)

Kontakt:
Theater und Projekte e.V., Maren Lorenz, Neuenhöfer Allee 121a, 50935 Köln, Tel. 0221 464677, E-Mail: marenlorenz@aol.com, www.inbocca-lupo.de

NUA-Heft: Umweltbildung und offene Ganztagsschule

Umweltbildung in der offenen Ganztagsschule. Das war Thema der von der NUA organisierten diesjährigen Umweltbildungswerkstatt. Jetzt ist die Tagungsdokumentation zu dieser Veranstaltung als NUA-Heft Nr. 17 erschienen.

Sie gibt einen guten Überblick über erste Erfahrungen von Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen mit den Bedingungen der Offenen Ganztagsschule. Thematisiert werden die Aspekte Qualität und Qualitätssicherung. Zusätzlich wird darauf eingegangen, wie Umweltbildung in offenen Ganztagsgrundschulen standardisiert und umgesetzt werden kann. (dti)

Bezug:
www.nua.nrw.de, 3 €

LUMBRICUS auf dem Weltkongress für Umweltbildung in Turin

Deutsche Umweltmobile stellen handlungsorientierte Arbeitsweise vor
Vom 2. bis 6. Oktober 2005 fand in Turin der dritte Weltkongress für Umweltbildung statt – somit der erste innerhalb der UN-Dekade. Mehr als 3.000 Fachkräfte und Multiplikatoren aus 115 Ländern waren auf dem von UNESCO, UNEP, FAO und der EU unterstützten Treffen zusammen gekommen, um sich auszutauschen und die wichtigsten Leitlinien einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung miteinander zu diskutieren. Über vier Tage wurden dabei in teils parallel laufenden Foren und Exkursionen Forschungsergebnisse, Standpunkte und Forderungen präsentiert, um so zum Erfolg der von den UN ausgerufenen Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)“ beizutragen.

Platziert vor dem Lingotto Kongress-Center in Turin, der ehemaligen FIAT Fabrik, bildeten drei Umweltmobile aus Deutschland einen viel beachteten Blickfang. An und in der „Planaria“ aus Dresden, dem „Ökomobil“ aus Karlsruhe und dem LUMBRICUS der NUA wurden den Interessierten aus fünf Kontinenten praktische Einblicke in Ausstattung und Einsatzdurchführung der Mobile geboten. Während des Besuchs von drei Schulklassen und mit Hilfe mehrsprachiger Infotafeln und Prospekte konnten sich die Fachbesucher zudem ein eigenes Bild machen.
 
Im Sinne der Verstärkung internationaler Kooperationen wiesen die drei Projekte, stellvertretend für die internationale Arbeitsgemeinschaft der Umweltmobile (AGUM), auf ihr Unterstützungsangebot hin: Mit der mehr als 15jährigen Erfahrung in der mobilen, handlungs- und naturkundeorientierten Bildungsarbeit geben die 18 Mitgliederprojekte konkrete Anregungen für die Gründung und die methodische und inhaltliche Ausrichtung neuer Projekte. Durch Information, Hospitationsmöglichkeiten oder Fortbildungen kann durch diese Form des Wissenstransfers wertvolle Hilfe bei der Projektentwicklung in anderen Ländern geleistet werden. Das Netzwerk für Umwelt-Mobile fand im Vorfeld daher auch die offizielle Anerkennung als „struktureller Beitrag“ zur UN-Dekade durch die Deutsche UNESCO-Kommission.

In Städten oder auf dem Lande: Mobile erreichen die Menschen dort, wo sie leben. Ein Aspekt, der vor allem in Ländern mit schwächer entwickelter Mobilitäts- und Bildungsstruktur von besonderer Bedeutung ist. Das war auch die einhellige Meinung der Besucherinnen und Besucher. Aus den Gesprächen war immer wieder die Begeisterung für diese Form der Umweltarbeit herauszuhören, und die Lust, dieses „Modell“ für das Heimatland zu kopieren. Der nächste Weltkongress findet 2007 in Südafrika statt. (Ottmar Hartwig)

Infos:
www.umweltmobile.de
www.3weec.org

Science-Festival 2005

LUMBRICUS kooperiert mit Luxemburg
Der Staat Luxemburg sucht nach Alternativen und Ergänzungen zur Finanzwirtschaft als traditionellem Standbein. Neben dem Ausbau einer schon weit entwickelten Medienlandschaft steht die Förderung der Naturwissenschaften mit dem Ziel der Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen im Blickpunkt. Hier setzt das Science-Festival an, das nach den Jahren 2000 und 2003 erneut vom Nature-Musée und dem Fonds National de la Recherche angeboten wurde. Ziel ist es, den Luxemburger Schülerinnen und Schülern mit naturwissenschaftlichen „Ateliers“ Lust auf Physik und Chemie, Biologie und Technik zu machen.

Zum dritten Mal war in diesem Jahr der Umweltbus LUMBRICUS der NUA mit seinem handlungs- und naturwissenschaftsorientierten, fächerübergreifenden Bildungsansatz dabei. Nach einer „Reise in die Welt des Lärms“ 2000 und 2003 konnten in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler einen Blick in den „Mikrokosmos der Alzette“, dem Hausfluss der Stadt Luxemburg, werfen. In Anlehnung an die EU-Wasserrahmenrichtlinie kamen bei der Gewässergütebestimmung Methoden und Materialien in deutscher, aber auch in französischer und niederländischer Sprache zur Anwendung und machten Biologie, Chemie, Physik und Geographie greifbar. Und den jungen Naturforscherinnen und -forschern Lust auf mehr. (Dietmar Schruck)

Infos: NUA/Lumbricus,
E-Mail:  nua-lumbricus@nua.nrw.de
www.lumbricus.nrw.de
 
Gemeinsam aktiv - Umweltbildungsnetzwerk im Sauerland
Broschüre und Internetauftritt - NUA fördert Lernpartnerschaften
„Wenn die Großen fusionieren, müssen die Kleinen kooperieren!“ Diesem Grundsatz zur Bündelung regionaler Kräfte haben sich die Umweltbildungszentren im Sauerland verschrieben. Auf der Umweltmesse in Brilon am 16. September 2005 stellten sie ihr Projekt „Gemeinsam aktiv“ vor. Vom Jugendwaldheim Obereimer bis zum Naturerlebnis-Wald in Meerhof, vom Landschaftsinformationszentrum (LIZ) am Möhnesee bis zur Natur-Erlebnisregion Medebach/Hallenberg reichen die Angebote von 14 Einrichtungen, die in einer Broschüre vorgestellt werden. Zielgruppen sind besonders die Schulen. So bieten z. B. der Umweltstudienplatz in Brilon ökologische Klassenfahrten oder die Waldakademie Wildwald Vosswinkel Naturerlebnisse zu unterschiedlichen Themen an. Ebenso können das Team „Kräftespiel“ aus Arnsberg oder die Rothaarsteigranger von Schulen gebucht werden.

Ziel solcher Kooperationen ist es, das Sauerland als Naturerlebnisregion noch bekannter zu machen und die Angebotsfülle herauszustellen. Schulen haben so die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Schulprogramme die originale Begegnung mit dem Heimatraum zu fördern und die Bildungseinrichtungen als außerschulische Lernorte zu nutzen. Das Angebot der Zentren für Umweltbildung fördert Lernpartnerschaften mit Schulen, unterstreicht die Unverwechselbarkeit des Sauerlandes und lässt so eine regionale Identität erwachsen. Die gemeinsame Kooperation soll somit Synergien wirksam werden lassen. Vorbilder hierfür sind die im Mai zertifizierten Agenda-Schulen, die Projekte dieser Art ins Schulleben integriert haben und sich ebenfalls in der Broschüre darstellen. So konnte z. B. die Ganztags-Hauptschule Siedlinghausen das Pilotprojekt „Sonne und Holz – Energien der Zukunft“ mit ortsansässigen Firmen umsetzen. Die Bündelung aller Partner hat mit Unterstützung der NUA ein Netzwerk entstehen lassen, das als Regionalentwicklungsprojekt angesehen werden kann und Modellcharakter mit dem Status einer „Lernenden Region“ besitzt. (Gemeinsam aktiv hsk/anl)

Info: www.gemeinsam-aktiv.hochsauerlandkreis.de

Mein Nachbar, der Bach

NUA-Förderprojekt: Entwicklung von Bachpatenschaften in Aachen
Seit mehreren Jahren erkundet das Ökologie-Zentrum Aachen zusammen mit Kinder- und Erwachsenengruppen die Bäche im Aachener Stadtgebiet. Im Jahre 2000 wurde - von der NUA gefördert - das Projekt „Bachpatenschaften“ gestartet. Das Ziel: Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch die Jüngeren, für einen aktiven Einsatz für den Bach in ihrer Nachbarschaft zu gewinnen. Heute, fünf Jahre später, bestehen acht vertragliche Bachpatenschaften im Aachener Stadtgebiet.

Ziel eines neuen Projektes im Jahre 2005 war es, gezielt Anwohner und Besucher anzusprechen. Im Laufe des Sommers wurden die Aachener Bachpaten an ihren Patenbächen aufgesucht und hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Aktivitäten befragt. Daneben erfolgte ein Informationsaustausch mit Wasserverband, Wasserbehörde und Landschaftsbehörde. Die Ergebnisse aus den Gesprächen mit den Bachpaten und den offiziellen Stellen wurden zusammengestellt und hinsichtlich einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bürgern ausgewertet. Informationen wurden auf der Homepage des Ökologiezentrums und einem Flyer veröffentlicht.

Parallel zur Bachpaten-Befragung liefen an zwei Bächen Ferienaktionen für Kinder. Bei der zweitägigen Aktion im Stadtteil Haaren in den Sommerferien waren neben dem Wasser-Erlebnis für Kinder auch die Information und der Austausch zwischen den Anwohnern Thema. Unterstützt wurde die Aktion vom LUMBRICUS, dem Umweltbus der NUA. Den Abschluss des Projektes bildete eine Bach-Rallye in den Herbstferien im Süden des Stadtgebietes. (Ökologie-Zentrum Aachen/anl)

Kontakt:
Ökologie-Zentrum Aachen e.V., Welthaus, An der Schanz 1, 52064 Aachen, Tel. 0241 8891425, info@oekolozentrum-ac.de, www.oekologie-zentrum-aachen.de  

Gesunde Ernährung

Interesse an Fachtagung für Schulen
Das große Interesse, das die Fachtagung „Schule und Lebensqualität – Konzepte für die Praxis“ des Netzwerkes Gesunde Ernährung Ende Oktober 2005 in Paderborn bei rund 300 Lehrerinnen und Lehrern gefunden hat, wertet Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg als gutes Zeichen dafür, dass die gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen an Schulen zunehmend wichtiger wird. Die Landesregierung sehe sich darin bestätigt, gerade beim weiteren Ausbau der Ganztagsgrundschulen diesem Thema einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die Lehrkräfte berieten während der Fachtagung über Möglichkeiten, wie Kinder und Jugendliche für ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung interessiert werden können. Fachvorträge und 13 handlungsorientierte Workshops beschäftigten sich mit der Schulernährung, der Ernährungserziehung und Strategien der Stressbewältigung für Kinder und Jugendliche. (MUNLV)

Infos:
www.munlv.nrw.de
www.netzwerk-gesunde-ernaehrung.de

Lernort Bauernhof

Neues Internet-Portal eröffnet
Das neue Internetportal www.lernort-bauernhof-nrw.de wurde unter der Überschrift „ Aktiv in NRW - Lernen auf dem Bauernhof“ vom Verein „Stadt und Land in NRW e.V.“ im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entwickelt. Auf dieser Internetseite finden interessierte Lehrerinnen und Lehrer den passenden Bauernhof für einen Besuch mit ihrer Schulklasse. Auch richtet sich die Seite an Landwirte, die ihren Hof als Lernort zur Verfügung stellen wollen. Für Interessenten wird entsprechendes Lernmaterial angeboten. Für die Lehrperson gibt es Informationsmaterial zur Vor- und Nachbereitung einer solchen Bauernhoferkundung und Unterrichtsmaterial für die Unterrichtseinheit auf dem Hof. Landwirten wird Lern- und Lehrmaterial bereit gestellt, um sich besser auf die Führung von Besuchergruppen vorbereiten zu können. So werden sowohl kurze Besichtigungen des Hofes, pädagogische Führungen oder ausgearbeitete Projektangebote als auch mehrtägige Klassenfahrten oder der Bauernhof als Erlebnisort für Wandertage angeboten. (MUNLV/Judith Boveland)

www.lernort-bauernhof-nrw.de oder www.stadtundland-nrw.de 

Landfrauen in Ganztagsgrundschulen

Qualifizierungslehrgang abgeschlossen
Im Bereich der Nachmittagsbetreuung in Ganztagsgrundschulen sind nun auch nordrhein-westfälische Landfrauen tätig. Dr. Alexander Schink, Staatssekretär im NRW-Landwirtschaftsministerium, zeichnete in Ascheberg 72 rheinische und westfälische Landfrauen aus, die erfolgreich an einem Qualifizierungslehrgang teilgenommen haben. Sie sind damit bestens gerüstet, um den Schülerinnen und Schülern in Projekten, die sie selber erarbeiten, die Themen gesunde Ernährung, Herkunft der Nahrungsmittel und richtige Zubereitung nahe zu bringen. Das Ministerium hat diese Fortbildungsmaßnahme mit 30.000 Euro gefördert. In den beiden Dachverbänden Rheinische Landfrauenvereinigung und Westfälisch-Lippischer Landfrauenverband sind rund 70.000 Bäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum organisiert. Mit ihrer Hilfe wurden in der Vergangenheit bereits zahlreiche haus- und landwirtschaftliche Projekte an Schulen realisiert. Für Projekte im Rahmen der Ganztagsbetreuung können Schulen über die Verbände Kontakt zu den qualifizierten Landfrauen aufnehmen und eine Zusammenarbeit verabreden. (MUNLV)

Kontakt:
www.rheinische-landfrauen.de
www.wllv.de 

Bielefelder NaturSchule

Fortbestand gesichert
Die Bielefelder NaturSchule entstand im Jahr 2001 als Gemeinschaftsprojekt des Bielefelder Arbeitskreises Naturpädagogik mit Unterstützung und Förderung der Stiftung für die Natur Ravensberg und der Stiftung der Sparkasse Bielefeld. Unter Beteiligung von 14 Anbietern wird seitdem ein gemeinsames Veranstaltungsprogramm von natur- und umweltpädagogischen Veranstaltungen herausgegeben. Im Jahr 2004 besuchten über 10.000 Teilnehmer 512 Veranstaltungen. Die beste Reichweite wird in der Primarstufe erzielt: Rein rechnerisch nahm im vergangenen Jahr jedes zweite Bielefelder Kind dieser Altersgruppe an einer Veranstaltung der Bielefelder NaturSchule teil. Diese rege Inanspruchnahme ist eine wesentliche Folge der Finanzförderung durch die Stiftung der Sparkasse Bielefeld, die sehr familienfreundliche Teilnehmerbeiträge ermöglicht. Die Förderzusage der Sparkasse wurde soeben für weitere drei Jahre bis 2008 verlängert. (anl)

Infos und Programm:
www.bielefelder-naturschule.de

Umweltbildung

Umwelt - Bildung - Zunkunftskompetenzen

Schlüsselqualifikationen von jungen Menschen fördern – dazu kann die Umweltbildung wesentlich beitragen. Dabei steht längst nicht mehr der Erwerb von ökologischer Kompetenz im Vordergrund. Mit ihrem handlungs- und erlebnisorientierten Ansatz fördern viele Angebote in besonderer Weise die Teamfähigkeit und die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen. Um Kinder fit zu machen für die Zukunft müssen sie auch globales Denken und Handeln erlernen.

Neue Möglichkeiten für die Umsetzung solcher Ziele gibt es für außerschulische Anbieter besonders mit der Entwicklung von Ganztagsschulen. Die NUA fördert solche Ansätze durch Projektmittel der Koordinierungsstelle Umweltbildung, durch Bildungsangebote und Veröffentlichungen. Über innovative Ideen, Projekte und Materialien berichtet dieses Heft der NUAncen. (anl)

Natürlich Kunst! - Eine ART Naturlehrpfad

Förderprojekt der NUA eröffnet künstlerische Zugänge zu Umwelt und Natur
Wie kommunizieren Bäume untereinander, wie mit uns? Hat die Natur ein Bewusstsein? Was würde uns der Wald mitteilen, wenn wir seine Sprache verstehen würden? Mit solchen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden des Projektes „Natürlich Kunst! Eine ART Naturlehrpfad" in diesem Sommer in Bielefeld. „Natürlich Kunst!“ ist Teil der crossroads-Projekte der Arbeitsstelle Weltbilder in Münster, die von der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung und von der NUA gefördert werden. Ziel ist es, auf künstlerische Weise Aspekte des Verhältnisses von Umwelt und Entwicklung darzustellen und Anregungen zu einem bewussten und achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu geben. In Kooperation mit dem Naturkunde-Museum Bielefeld und der Stadt Bielefeld sind Arbeiten der Schülerinnen des Gymnasiums am Waldhof entstanden. In dem Waldstück Kahler Berg zwischen dem Heimat-Tierpark Olderdissen und dem Botanischen Garten sind sie als eine neue „ART“ Naturlehrpfad installiert worden.

Für die Schülerinnen und Schüler ist die analytische und künstlerische Weise der Auseinandersetzung mit dem Thema eine besondere Herausforderung. Zudem musste an die Beständigkeit der Materialien, an die technische Umsetzbarkeit, an Sicherheitsaspekte und an mögliche Einflüsse in der Natur gedacht werden. Bei mehreren Exkursionen versuchten die Schülerinnen und Schüler die Eigenheiten der im Wald lebenden Wesen mit ihren Zeichen und Symbolen zu erkennen und hielten sogleich ihre Eindrücke schriftlich und in Skizzen fest. Im Unterricht arbeiteten sie ihre gewonnenen Erkenntnisse in Gesprächen auf. Auf dieser Grundlage entstanden Modellideen für Skulpturen, die dann im Wald für die Dauer von drei Jahren als eine „ART“ Naturlehrpfad installiert wurden.

Im April 2005 präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit. In einer Sonderausstellung im Bielefelder Naturkunde-Museum konnten 24 Modelle vorgestellt werden. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung schafft das Projekt durch das Engagement und die Mitwirkung vieler Beteiligter eine hohe Identifizierung mit den Inhalten. Durch ihre Arbeit wurden die Akteure allmählich selber zum Sprachrohr des Waldes, der in seiner Art immer deutlicher und verständlicher wurde. (Arbeitsstelle Weltbilder/anl)

Kontakt:
Arbeitsstelle Weltbilder, Althausweg 156, 48159 Münster, Tel. 0251 72009, E-Mail: info@zukunftspfad-nrw.de, www.zukunftspfad-nrw.de.
Ein Faltblatt mit Bildern und Texten zu den Skulpturen kann bei der Arbeitsstelle Weltbilder angefordert werden.

Planspiel: Einmal im Leben Bäuerin oder Bauer sein

Neue Materialmappe für den Unterricht in der Sekundarstufe I
Eine neue Materialmappe der NUA enthält auf 130 Seiten Unterrichtsmaterial für ein aktives Planspiel, das den Unterricht in der Sekundarstufe I bereichern kann. Die Mappe wurde im Rahmen eines NUA-Förderprojektes vom Naturpädagogisches Zentrum Schelphof e.V. erarbeitet (siehe NUAncen Heft 19). Mit dem Planspiel werden die Themen Nahrungsmittelproduktion in der Landwirtschaft und die ökologische Dimension von Landwirtschaft und ihrer Nachhaltigkeit für Kinder der Altersgruppe 10 – 14 erlebbar und nachvollziehbar. Einbezogen werden dabei auch die Themen Konsum und Ernährung sowie Handel und Fairer Handel in ihrer weltwirtschaftlichen Vernetzung. Während des Planspiels schlüpfen die Kinder in verschiedene Rollen wie z.B. in die eines Landwirtes und können deren Tätigkeiten und charakteristische Haltungen im Spiel nachahmen.

Das Planspiel liegt in zwei Versionen vor. Spielversion I ist eine komplexe Version, spielbar in 5 Tagen an Lernorten mit Außengelände und Verpflegungsmöglichkeit (z.B. einem Umweltbildungszentrum). Sechs TeamerInnen führen das Planspiel durch. Diese Version bietet sich z. B. für Ferienprojekte oder Projektwochen an. Teilnehmen können 15 – 20 Kinder. Spielversion II ist in vier Einheiten an drei bis vier Unterrichtstagen (ca. 8 Unterrichtsstunden) durchführbar. Diese Version ist für den Einsatz im Klassenraum erarbeitet worden. Zur Vorbereitung und Durchführung reichen zwei TeamerInnen (LehrerInnen, Eltern etc.) aus. Die Version ist konzipiert für Gruppen mit 21 – 28 Kindern.

In der Mappe ist zu jeder Spielversion eine in sich abgeschlossene Spielanleitung mit dem zugehörigen Spielmaterial vorhanden. Zentrales Ziel des Planspiels ist es, gemeinsam mit den Kindern verschiedene Lebensbereiche, die die Lebensqualität heutiger und nachfolgender Generationen betreffen, neu zu begreifen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrzunehmen. (NPZ Schelphof/anl)

Bezug:
Für 7,- € (incl. 2,- € Versandkostenanteil) bei der NUA, Postfach 101051, 45610 Recklinghausen, www.nua.nrw.de.

Infos zum Projekt:
Naturpädagogisches Zentrum Schelphof e.V., Tel. 0521 3044063, E-Mail: npzschelphof@t-online.de, www.npzschelphof.d

Kindertheaterstück Müllmaus weiter auf Tour

Mit großer Begeisterung haben Kindergärten und Grundschulen darauf reagiert, dass es ein mobiles Kindertheaterstück gibt, das sich mit dem Thema Müll beschäftigt (siehe Bericht NUAncen Nr. 19). Aufgrund des anhaltend großen Interesses wird die Müllmaus jetzt weiterhin angeboten. In vielen Kindergärten und Grundschulen wurde die Theatervorstellung in ganze Projekte eingebunden, Kunstwerke wurden gebastelt, Ausstellungen organisiert und hierzu interessierte Eltern und Freunde eingeladen. Die Müllmaus war oftmals in Köln unterwegs und steht auch Kindergärten und Grundschulen in ganz NRW zur Verfügung. (vla)

Kontakt:
Theater und Projekte e.V., Maren Lorenz, Neuenhöfer Allee 121a, 50935 Köln, Tel. 0221 464677, E-Mail: marenlorenz@aol.com, www.inbocca-lupo.de

NUA-Heft: Umweltbildung und offene Ganztagsschule

Umweltbildung in der offenen Ganztagsschule. Das war Thema der von der NUA organisierten diesjährigen Umweltbildungswerkstatt. Jetzt ist die Tagungsdokumentation zu dieser Veranstaltung als NUA-Heft Nr. 17 erschienen.

Sie gibt einen guten Überblick über erste Erfahrungen von Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen mit den Bedingungen der Offenen Ganztagsschule. Thematisiert werden die Aspekte Qualität und Qualitätssicherung. Zusätzlich wird darauf eingegangen, wie Umweltbildung in offenen Ganztagsgrundschulen standardisiert und umgesetzt werden kann. (dti)

Bezug:
www.nua.nrw.de, 3 €

LUMBRICUS auf dem Weltkongress für Umweltbildung in Turin

Deutsche Umweltmobile stellen handlungsorientierte Arbeitsweise vor
Vom 2. bis 6. Oktober 2005 fand in Turin der dritte Weltkongress für Umweltbildung statt – somit der erste innerhalb der UN-Dekade. Mehr als 3.000 Fachkräfte und Multiplikatoren aus 115 Ländern waren auf dem von UNESCO, UNEP, FAO und der EU unterstützten Treffen zusammen gekommen, um sich auszutauschen und die wichtigsten Leitlinien einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung miteinander zu diskutieren. Über vier Tage wurden dabei in teils parallel laufenden Foren und Exkursionen Forschungsergebnisse, Standpunkte und Forderungen präsentiert, um so zum Erfolg der von den UN ausgerufenen Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)“ beizutragen.

Platziert vor dem Lingotto Kongress-Center in Turin, der ehemaligen FIAT Fabrik, bildeten drei Umweltmobile aus Deutschland einen viel beachteten Blickfang. An und in der „Planaria“ aus Dresden, dem „Ökomobil“ aus Karlsruhe und dem LUMBRICUS der NUA wurden den Interessierten aus fünf Kontinenten praktische Einblicke in Ausstattung und Einsatzdurchführung der Mobile geboten. Während des Besuchs von drei Schulklassen und mit Hilfe mehrsprachiger Infotafeln und Prospekte konnten sich die Fachbesucher zudem ein eigenes Bild machen.
 
Im Sinne der Verstärkung internationaler Kooperationen wiesen die drei Projekte, stellvertretend für die internationale Arbeitsgemeinschaft der Umweltmobile (AGUM), auf ihr Unterstützungsangebot hin: Mit der mehr als 15jährigen Erfahrung in der mobilen, handlungs- und naturkundeorientierten Bildungsarbeit geben die 18 Mitgliederprojekte konkrete Anregungen für die Gründung und die methodische und inhaltliche Ausrichtung neuer Projekte. Durch Information, Hospitationsmöglichkeiten oder Fortbildungen kann durch diese Form des Wissenstransfers wertvolle Hilfe bei der Projektentwicklung in anderen Ländern geleistet werden. Das Netzwerk für Umwelt-Mobile fand im Vorfeld daher auch die offizielle Anerkennung als „struktureller Beitrag“ zur UN-Dekade durch die Deutsche UNESCO-Kommission.

In Städten oder auf dem Lande: Mobile erreichen die Menschen dort, wo sie leben. Ein Aspekt, der vor allem in Ländern mit schwächer entwickelter Mobilitäts- und Bildungsstruktur von besonderer Bedeutung ist. Das war auch die einhellige Meinung der Besucherinnen und Besucher. Aus den Gesprächen war immer wieder die Begeisterung für diese Form der Umweltarbeit herauszuhören, und die Lust, dieses „Modell“ für das Heimatland zu kopieren. Der nächste Weltkongress findet 2007 in Südafrika statt. (Ottmar Hartwig)

Infos:
www.umweltmobile.de
www.3weec.org

Science-Festival 2005

LUMBRICUS kooperiert mit Luxemburg
Der Staat Luxemburg sucht nach Alternativen und Ergänzungen zur Finanzwirtschaft als traditionellem Standbein. Neben dem Ausbau einer schon weit entwickelten Medienlandschaft steht die Förderung der Naturwissenschaften mit dem Ziel der Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen im Blickpunkt. Hier setzt das Science-Festival an, das nach den Jahren 2000 und 2003 erneut vom Nature-Musée und dem Fonds National de la Recherche angeboten wurde. Ziel ist es, den Luxemburger Schülerinnen und Schülern mit naturwissenschaftlichen „Ateliers“ Lust auf Physik und Chemie, Biologie und Technik zu machen.

Zum dritten Mal war in diesem Jahr der Umweltbus LUMBRICUS der NUA mit seinem handlungs- und naturwissenschaftsorientierten, fächerübergreifenden Bildungsansatz dabei. Nach einer „Reise in die Welt des Lärms“ 2000 und 2003 konnten in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler einen Blick in den „Mikrokosmos der Alzette“, dem Hausfluss der Stadt Luxemburg, werfen. In Anlehnung an die EU-Wasserrahmenrichtlinie kamen bei der Gewässergütebestimmung Methoden und Materialien in deutscher, aber auch in französischer und niederländischer Sprache zur Anwendung und machten Biologie, Chemie, Physik und Geographie greifbar. Und den jungen Naturforscherinnen und -forschern Lust auf mehr. (Dietmar Schruck)

Infos: NUA/Lumbricus,
E-Mail:  nua-lumbricus@nua.nrw.de
www.lumbricus.nrw.de
 
Gemeinsam aktiv - Umweltbildungsnetzwerk im Sauerland
Broschüre und Internetauftritt - NUA fördert Lernpartnerschaften
„Wenn die Großen fusionieren, müssen die Kleinen kooperieren!“ Diesem Grundsatz zur Bündelung regionaler Kräfte haben sich die Umweltbildungszentren im Sauerland verschrieben. Auf der Umweltmesse in Brilon am 16. September 2005 stellten sie ihr Projekt „Gemeinsam aktiv“ vor. Vom Jugendwaldheim Obereimer bis zum Naturerlebnis-Wald in Meerhof, vom Landschaftsinformationszentrum (LIZ) am Möhnesee bis zur Natur-Erlebnisregion Medebach/Hallenberg reichen die Angebote von 14 Einrichtungen, die in einer Broschüre vorgestellt werden. Zielgruppen sind besonders die Schulen. So bieten z. B. der Umweltstudienplatz in Brilon ökologische Klassenfahrten oder die Waldakademie Wildwald Vosswinkel Naturerlebnisse zu unterschiedlichen Themen an. Ebenso können das Team „Kräftespiel“ aus Arnsberg oder die Rothaarsteigranger von Schulen gebucht werden.

Ziel solcher Kooperationen ist es, das Sauerland als Naturerlebnisregion noch bekannter zu machen und die Angebotsfülle herauszustellen. Schulen haben so die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Schulprogramme die originale Begegnung mit dem Heimatraum zu fördern und die Bildungseinrichtungen als außerschulische Lernorte zu nutzen. Das Angebot der Zentren für Umweltbildung fördert Lernpartnerschaften mit Schulen, unterstreicht die Unverwechselbarkeit des Sauerlandes und lässt so eine regionale Identität erwachsen. Die gemeinsame Kooperation soll somit Synergien wirksam werden lassen. Vorbilder hierfür sind die im Mai zertifizierten Agenda-Schulen, die Projekte dieser Art ins Schulleben integriert haben und sich ebenfalls in der Broschüre darstellen. So konnte z. B. die Ganztags-Hauptschule Siedlinghausen das Pilotprojekt „Sonne und Holz – Energien der Zukunft“ mit ortsansässigen Firmen umsetzen. Die Bündelung aller Partner hat mit Unterstützung der NUA ein Netzwerk entstehen lassen, das als Regionalentwicklungsprojekt angesehen werden kann und Modellcharakter mit dem Status einer „Lernenden Region“ besitzt. (Gemeinsam aktiv hsk/anl)

Info: www.gemeinsam-aktiv.hochsauerlandkreis.de

Mein Nachbar, der Bach

NUA-Förderprojekt: Entwicklung von Bachpatenschaften in Aachen
Seit mehreren Jahren erkundet das Ökologie-Zentrum Aachen zusammen mit Kinder- und Erwachsenengruppen die Bäche im Aachener Stadtgebiet. Im Jahre 2000 wurde - von der NUA gefördert - das Projekt „Bachpatenschaften“ gestartet. Das Ziel: Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch die Jüngeren, für einen aktiven Einsatz für den Bach in ihrer Nachbarschaft zu gewinnen. Heute, fünf Jahre später, bestehen acht vertragliche Bachpatenschaften im Aachener Stadtgebiet.

Ziel eines neuen Projektes im Jahre 2005 war es, gezielt Anwohner und Besucher anzusprechen. Im Laufe des Sommers wurden die Aachener Bachpaten an ihren Patenbächen aufgesucht und hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Aktivitäten befragt. Daneben erfolgte ein Informationsaustausch mit Wasserverband, Wasserbehörde und Landschaftsbehörde. Die Ergebnisse aus den Gesprächen mit den Bachpaten und den offiziellen Stellen wurden zusammengestellt und hinsichtlich einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bürgern ausgewertet. Informationen wurden auf der Homepage des Ökologiezentrums und einem Flyer veröffentlicht.

Parallel zur Bachpaten-Befragung liefen an zwei Bächen Ferienaktionen für Kinder. Bei der zweitägigen Aktion im Stadtteil Haaren in den Sommerferien waren neben dem Wasser-Erlebnis für Kinder auch die Information und der Austausch zwischen den Anwohnern Thema. Unterstützt wurde die Aktion vom LUMBRICUS, dem Umweltbus der NUA. Den Abschluss des Projektes bildete eine Bach-Rallye in den Herbstferien im Süden des Stadtgebietes. (Ökologie-Zentrum Aachen/anl)

Kontakt:
Ökologie-Zentrum Aachen e.V., Welthaus, An der Schanz 1, 52064 Aachen, Tel. 0241 8891425, info@oekolozentrum-ac.de, www.oekologie-zentrum-aachen.de  

Gesunde Ernährung

Interesse an Fachtagung für Schulen
Das große Interesse, das die Fachtagung „Schule und Lebensqualität – Konzepte für die Praxis“ des Netzwerkes Gesunde Ernährung Ende Oktober 2005 in Paderborn bei rund 300 Lehrerinnen und Lehrern gefunden hat, wertet Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg als gutes Zeichen dafür, dass die gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen an Schulen zunehmend wichtiger wird. Die Landesregierung sehe sich darin bestätigt, gerade beim weiteren Ausbau der Ganztagsgrundschulen diesem Thema einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die Lehrkräfte berieten während der Fachtagung über Möglichkeiten, wie Kinder und Jugendliche für ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung interessiert werden können. Fachvorträge und 13 handlungsorientierte Workshops beschäftigten sich mit der Schulernährung, der Ernährungserziehung und Strategien der Stressbewältigung für Kinder und Jugendliche. (MUNLV)

Infos:
www.munlv.nrw.de
www.netzwerk-gesunde-ernaehrung.de

Lernort Bauernhof

Neues Internet-Portal eröffnet
Das neue Internetportal www.lernort-bauernhof-nrw.de wurde unter der Überschrift „ Aktiv in NRW - Lernen auf dem Bauernhof“ vom Verein „Stadt und Land in NRW e.V.“ im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entwickelt. Auf dieser Internetseite finden interessierte Lehrerinnen und Lehrer den passenden Bauernhof für einen Besuch mit ihrer Schulklasse. Auch richtet sich die Seite an Landwirte, die ihren Hof als Lernort zur Verfügung stellen wollen. Für Interessenten wird entsprechendes Lernmaterial angeboten. Für die Lehrperson gibt es Informationsmaterial zur Vor- und Nachbereitung einer solchen Bauernhoferkundung und Unterrichtsmaterial für die Unterrichtseinheit auf dem Hof. Landwirten wird Lern- und Lehrmaterial bereit gestellt, um sich besser auf die Führung von Besuchergruppen vorbereiten zu können. So werden sowohl kurze Besichtigungen des Hofes, pädagogische Führungen oder ausgearbeitete Projektangebote als auch mehrtägige Klassenfahrten oder der Bauernhof als Erlebnisort für Wandertage angeboten. (MUNLV/Judith Boveland)

www.lernort-bauernhof-nrw.de oder www.stadtundland-nrw.de 

Landfrauen in Ganztagsgrundschulen

Qualifizierungslehrgang abgeschlossen
Im Bereich der Nachmittagsbetreuung in Ganztagsgrundschulen sind nun auch nordrhein-westfälische Landfrauen tätig. Dr. Alexander Schink, Staatssekretär im NRW-Landwirtschaftsministerium, zeichnete in Ascheberg 72 rheinische und westfälische Landfrauen aus, die erfolgreich an einem Qualifizierungslehrgang teilgenommen haben. Sie sind damit bestens gerüstet, um den Schülerinnen und Schülern in Projekten, die sie selber erarbeiten, die Themen gesunde Ernährung, Herkunft der Nahrungsmittel und richtige Zubereitung nahe zu bringen. Das Ministerium hat diese Fortbildungsmaßnahme mit 30.000 Euro gefördert. In den beiden Dachverbänden Rheinische Landfrauenvereinigung und Westfälisch-Lippischer Landfrauenverband sind rund 70.000 Bäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum organisiert. Mit ihrer Hilfe wurden in der Vergangenheit bereits zahlreiche haus- und landwirtschaftliche Projekte an Schulen realisiert. Für Projekte im Rahmen der Ganztagsbetreuung können Schulen über die Verbände Kontakt zu den qualifizierten Landfrauen aufnehmen und eine Zusammenarbeit verabreden. (MUNLV)

Kontakt:
www.rheinische-landfrauen.de
www.wllv.de 

Bielefelder NaturSchule

Fortbestand gesichert
Die Bielefelder NaturSchule entstand im Jahr 2001 als Gemeinschaftsprojekt des Bielefelder Arbeitskreises Naturpädagogik mit Unterstützung und Förderung der Stiftung für die Natur Ravensberg und der Stiftung der Sparkasse Bielefeld. Unter Beteiligung von 14 Anbietern wird seitdem ein gemeinsames Veranstaltungsprogramm von natur- und umweltpädagogischen Veranstaltungen herausgegeben. Im Jahr 2004 besuchten über 10.000 Teilnehmer 512 Veranstaltungen. Die beste Reichweite wird in der Primarstufe erzielt: Rein rechnerisch nahm im vergangenen Jahr jedes zweite Bielefelder Kind dieser Altersgruppe an einer Veranstaltung der Bielefelder NaturSchule teil. Diese rege Inanspruchnahme ist eine wesentliche Folge der Finanzförderung durch die Stiftung der Sparkasse Bielefeld, die sehr familienfreundliche Teilnehmerbeiträge ermöglicht. Die Förderzusage der Sparkasse wurde soeben für weitere drei Jahre bis 2008 verlängert. (anl)

Infos und Programm:
www.bielefelder-naturschule.de

Globales Lernen

Begegnung Jugendlicher aus Nord und Süd

NUA-Förderprojekt: Besuch aus Nicaragua an Schulen in Ostwestfalen
Im Sinne Globalen Lernens für eine nachhaltige Entwicklung fördert der Verein BAOBAB aus Bielefeld die direkte Begegnung zwischen Jugendlichen aus Nord und Süd. Ziel ist die Thematisierung von sozialer Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung und nachhaltiger Entwicklung. Bei einem von der NUA geförderten Projekt stand der Besuch einer Gruppe Jugendlicher aus Nicaragua an fünf Schulen in Bielefeld und der Umgebung im Vordergrund. Die nicaraguanischen Jugendlichen stammen aus dem sozio-kulturellen Projekt „School of comedy and mime“ in Granada. In dem Jugendzentrum treffen sich täglich mehr als 60 Kinder und Jugendliche aus den Armensiedlungen von Granada. Neben der Ausbildung in Akrobatik und Zirkuskünsten wird den Kindern und Jugendlichen eine formale Schulbildung ermöglicht. Um aus den oft problematischen familiären Verhältnissen einen Ausweg zu finden, wird den Kindern in dem sozialen Zentrum eine Ausbildung ermöglicht, die ihnen den Einstieg ins Berufsleben erleichtert. Durch Auftritte in Deutschland wird das Projekt ideell gefördert und finanziell unterstützt.  

Ein Projekttag an sechs Schulen in Bielefeld und Umgebung begann jeweils mit einer Aufführung der Gruppe vor ca. 300 - 600 Schülerinnen und Schülern in der Schulaula. Danach gab es eine Gesprächsrunde mit ein bis zwei Schulklassen. Mittags wurde zusammen gegessen und nachmittags setzen die Schüler das zuvor Gesehene in Workshops um. Durch den direkten Kontakt und das gemeinsame künstlerische Kreativ-Sein mit Jugendlichen aus Nicaragua werden die Schülerinnen und Schüler direkt angesprochen und begeistert. Diese Begeisterung bietet eine gute Grundlage, um entwicklungspolitische Themen im Unterricht zu bearbeiten. Der Besuch der Nicaraguaner ist deshalb eingebunden in ein umfangreiches pädagogisches Rahmenkonzept. Zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht werden Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt und Referenten angeboten. (BAOBAB/anl)

Kontakt:
BAOBAB e.V., Michael Lesemann/Britta Küpper, August-Bebel-Str. 62, 33602 Bielefeld, Tel. 0521 9864832, Fax 0521 63789, E-Mail: britta.kuepper@welthaus.de

Musik eröffnet Zugagn zum Globalen Lernen

Projekt „Brasil meets Germany“
Deutsche treffen Brasilianer, musizieren, tanzen, singen, reden gemeinsam, lernen einander kennen. „Brasil meets Germany“ ist ein Kultur- und Begegnungsprojekt, das im September 2005 an vier Schulen im Kreis Minden-Lübbecke stattfand. Das Projekt wurde mit Mitteln des NRW-Umweltministeriums durch die Koordinierungsstelle Umweltbildung der NUA gefördert. Aufhänger sind die Musik und die Workshops der Gruppe BATUQUE.COM aus Rio de Janeiro in den Sparten Instrumentenbau, Rhythmik, Tanz und Gesang. Die fünf jungen Musiker spielen die so typische Musik Brasiliens: Forro, Samba und Maracatú. Im Vordergrund stehen dabei sowohl Percussion als auch Gesang und Tanz. Alle fünf Musiker singen! Die Texte handeln vom alltäglichen Leben und sozialen Missständen. Neben ihren Konzerten versuchen die Musiker in ihrer Heimat den Kindern ihrer Umgebung mit Workshops in Percussion und Gesang eine künstlerische und soziale Perspektive zu bieten.

In Form einer kleinen „Samba-Schule“ lernen die Teilnehmenden in den Workshops brasilianische Rhythmen kennen. Die Rhythmen, die am besten gefallen, spielen sie dann selber nach. Insgesamt laufen die Workshops für täglich 60 bis 80 Kinder. An jedem Projekttag gibt es ein Pausenkonzert für die komplette Schule. Den Abschluss bildet ein öffentliches Konzert mit Beteiligten der Workshops. Über den Einstieg mit der Musik und den Kontakt zu den Musikern können die Jugendlichen in die Kultur Südamerikas eintauchen und einen Einblick in sonst fremde Lebenswelten und Lebensbedingungen erhalten. Sie werden sensibilisiert für die Umstände unter denen Menschen in diesen Ländern leben. (NUA/anl)

Kontakt:
Verein für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede e.V., Kinder- und Jugendbistro Life House, Lars Schulz, Am Schulzentrum 14, 32351 Stemwede, Tel. 05773 991401, E-Mail: team@life-house.de, www.life-house.de  

Zukunft lernen

AZUL-Jahrestagung 2005

50 Bildungsexperten tagten auf NaturGut Ophoven
Die diesjährige Jahrestagung des Aktionsnetzwerkes Zukunft Lernen (AZUL) fand Ende September mit über 50 Bildungsexperten aus NRW auf dem NaturGut Ophoven statt. AZUL hat es sich zur Aufgabe gemacht, die UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" in NRW aktiv zu begleiten, den Informationsaustausch zu organisieren und eine Werkstatt für Projekte und Ideen zu bieten. Die neu eingerichtete Internet-Plattform von AZUL soll dabei helfen.

Nach der Begrüßung durch Jürgen Hollmann vom NRW-Umweltministerium und den Leiter des NaturGut Ophoven, Dr. Hans-Martin Kochanek, standen Fachvorträge auf dem Programm. Dr. Christa Henze von der Uni Duisburg-Essen berichtete über den Stand der UN-Dekade. Dr. Matthias Teller vom Institut für zukünftiges Wirtschaften referierte über das Thema „Erfolgreich vernetzen – Arbeitsfähigkeit und Wirksamkeit von Netzwerken“. Es folgten vier spannende Impulsreferate im Themenfeld „Energie & Globales Lernen“.
 
Unter anderem wurde das Modellprojekt „Energie erleben im Kindergarten“ vorgestellt, das vom Förderverein NaturGut Ophoven durchgeführt wurde. Hans-Christoph Boppel vom NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration, der Moderator der Veranstaltung, war mit dem Verlauf und den Ergebnissen der Tagung sehr zufrieden: „Trotz Haushaltssperre und geringen finanziellen Ressourcen ist es uns gelungen, eine sehr interessante Tagung auf die Beine zu stellen. Ich freue mich auf einen regen Austausch auf der neuen Internet-Plattform unter www.azul.nrw.de!“ (AZUL)

Infos:
NUA, Dr. Petra Fischbach, Tel. 02361 305-238, www.azul.nrw.de

Solar-Spaß an Schulen

Durch die Installation von Solaranlagen an Schulen will B.A.U.M. e.V. einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz und für eine zukunftsfähige Energieversorgung leisten. Ziel des Projektes „Solar-Spaß an Schulen“ ist es, Aspekte des Klimaschutzes mit praxisbezogener Bildungsarbeit zu verbinden. Im Rahmen der Aktion entwickeln die Schulen didaktische Konzepte, die die Einbeziehung des Themenfeldes Energie im Schulalltag beschreiben. Themen wie selbstständiges Wirtschaften, Projektmanagement und Finanzwesen, die im Allgemeinen nur wenig Platz im Lehrplan finden, werden ebenfalls stärker integriert. Das Projekt trägt so zu einem praxisnahen Unterricht und zu einem umweltbewussten Denken und Handeln bei. (B.A.U.M. e.V.)

Info:
www.solarschulen.de

Agenda 21 in der Schule

Erneut über 250 Schulen angemeldet
Mit neuem Schwung startet die Kampagne „Agenda 21 in der Schule“ jetzt in eine neue Phase, ausgezeichnet als nationales Projekt der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“. Bis November haben sich über 250 Schulen angemeldet, unter Ihnen über 90 Schulen, die bisher noch nicht mitgemacht haben. Bis Anfang 2006 finden in den Regionen Startveranstaltungen und Arbeitskreistreffen statt, um die Arbeit der Schulen zu koordinieren. Ab Herbst 2006 können die Schulen ihre Projekte dokumentieren und im Frühjahr 2007 werden alle Schulen, die ihre selbst gesteckten Ziele im Sinne der Kampagnekriterien erreicht haben, als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet.

NUA-Landeskoordination
Bei der Landeskoordination der Kampagne „Agenda 21 in der Schule“ gibt es eine personelle Veränderung. Im August musste Annette Kemper nach Beendigung ihrer 5jährigen Abordnungszeit zurück in den Schuldienst. Während ihrer Tätigkeit in der NUA zeichnete sie zunächst für die Kampagne „Umweltschule in Europa“ verantwortlich und gestaltete mit großem Engagement die Weiterentwicklung zu „Agenda 21 in der Schule“. Ansprechpartner für die Landeskoordination in der NUA ist übergangsweise bis zur Wiederbesetzung der Funktion Adalbert Niemeyer-Lüllwitz.  

Infos:
NUA/Landeskoordination der Kampagne, Adalbert Niemeyer-Lüllwitz, Tel. 02361 305335,
www.agenda21schulen.nrw.de   

Agenda 21 in Kitas

Agenda 21 - Kindertagesstätten der Zukunft

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Kindertagesstätten fördern - Neues Modellprojekt
Im Oktober 2005 wurde im Gelsenkirchener Wissenschaftspark das landesweite Modellprojekt „Agenda 21 - Kindertagesstätten der Zukunft“ gestartet. Als Teil des Modellversuchs der Bund-Länder-Kommission „Agenda 21 in Schule und Jugendarbeit“ soll auch die Förderung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Kindertagesstätten erprobt werden. „Global denken - lokal handeln“ - das haben sich vor etwa einem Jahr die Kindertagesstätten Vinckestraße und Hugostraße sowie die evangelischen Kindergärten Markus in Hassel und "Arche" aus Gelsenkirchen vorgenommen. Sie machten in ihrer Einrichtung den Agenda 21-Check und fragten: Wird für das Basteln Recyclingmaterial verwendet? Wo und wie wird bereits Energie gespart? Wie steht es mit der Partizipation der Kinder, Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Neben Gelsenkirchen wollen sich auch Kitas aus Bochum, Monheim, Münster, Fröndenberg, Köln, Krefeld und dem Kreis Unna an dem Modellprojekt beteiligen. Für sie haben das Landesinstitut für Schule/Qualitätsagentur (LfS) und das Gelsenkirchener aGEnda 21-Büro ein erstes Konzept entwickelt, das ihnen den Start erleichtern soll. So erhalten die beteiligten Einrichtungen ein Materialienpaket, das zum Beispiel Handreichungen für Erzieherinnen, Checklisten, Muster für Elternbriefe und didaktisches Material enthält. Eine weitere Hilfe sollen ein Internetportal zur Vernetzung der beteiligten Kitas und weitere Beratungs- und Serviceleistungen bieten.

Vorbild des Modellprojektes ist die gemeinsam von der NUA und dem Landesinstitut für Schule/Qualitätsagentur in Soest (LfS/QA) durchgeführte Kampagne „Agenda 21 in der Schule“. Dabei soll der Bildungsbereich „Natur und kulturelle Umwelt(en)“ besonders angesprochen werden. Das neue Modellprojekt ist Teil des Aktionsplans des Nationalkomitees zur Durchführung der UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. (Agenda21 Gelsenkirchen/LfS/anl)

Kontakt:
Agenda 21 in Schule und Jugendarbeit, LfS, Rolf Schulz, Tel. 02921 683-0, E-Mail: rolf.schulz@lfs.nrw.de, www.kitasderzukunft.de

Natur-Spiel-Räume

NUA-Broschüre: Neuauflage und Onlineversion
Das mit weit mehr als 100.000 Exemplaren meist verbreitete Materialheft der NUA „Natur-Spiel-Räume für Kinder“ ist jetzt überarbeitet in der 11. Auflage erschienen. Nach wie vor ist das Heft in Kindergärten und Umweltbildungseinrichtungen eine wichtige Informationsquelle wenn es um die Schaffung kindgerechter, naturnaher Spiel- und Freiräume in Grünanlagen oder Spielplätzen geht. Dazu macht das Heft praktikable und machbare Gestaltungsvorschläge wie z.B.: Mit Weiden zaubern, Elementare Spielräume, Weiden- und Lehmhütten, Sinneswege. Da das Heft nun in digitalisierter Form vorliegt, wird es auf den Internetseiten der NUA ab sofort auch zum Herunterladen angeboten. (vla)

Download:
www.nua.nrw.de (Info-Service/Material für die Bildungsarbeit/Broschüren und Materialmappen/Natur-Spiel-Räume für Kinder)

Klimaschutz für kleine Leute

Tipps zum Thema Energie für Kitas
Die energetische Modernisierung in Hamburger Kindertagesstätten ist schon länger ein Thema, um das sich die Initiative Arbeit und Klimaschutz der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Hamburg gekümmert hat, vor allem in puncto Solarenergie. Jetzt hat die Initiative eine 12-seitige Broschüre aufgelegt, die mehr bietet, als „nur“ Informationen rund um den „Klimaschutz für kleine Leute“. Die kleinen Leute – beziehungsweise ihre Erzieherinnen, Erzieher und Hausmeister – können auf mehreren Seiten mit einfachen Mitteln selbst testen und ausrechnen, wie hoch ihr Gas-, Öl- oder Wasserverbrauch und wie gut die Wärmedämmung ist, was sich verbessern lässt und welche Fördergelder es gibt. (dti)

Bezug/Download:
www.arbeitundklimaschutz.de/pdf_downs/kleineleute.pdf  

Natur erleben

Zukunftsscouts 2006

Ein „grünes Frühstück“ in der Schule, die natürliche Gestaltung eines Baches und Energiespartipps für den Haushalt – im ersten Wettbewerbsjahr haben sich bereits viele Kinder und Jugendliche mit kreativen Ideen für ihre Umwelt eingesetzt. Im zweiten Jahr des von der BUNDjugend NRW organisierten Wettbewerbes sind Teens zwischen 11 und 15 Jahren wiederum aufgefordert ihre Umwelt zu untersuchen, Missstände aufzudecken und Verbesserungsvorschläge zu machen. Ziel des vom NRW-Umweltministerium geförderten Wettbewerbes ist es, Eigeninitiative und Engagement der Jugendlichen zu fördern und Kompetenzen zur Beteiligung an nachhaltigen Entwicklungen zu vermitteln. Eine kreative Dokumentation der Arbeit als Film, Collage, Zeichnung oder als Text kann bis zum 15. April 2006 eingereicht werden. (BUNDjugend)

Infos:
BUNDjugend NRW – Projektbüro Zukunftsscouts, Gabi Diethers, Julia Jörgensen, Postfach 1121, 59471 Soest, Tel. 02921 33640, www.zukunftsscouts.de 

Natur erleben leicht gemacht

Neues Spiele- und Informationsportal
Ein Spiele- und Informationsportal rund um das Thema Natur erleben wurde im Masterfernstudiengang „Umwelt & Bildung“ an der Universität Rostock entwickelt. Naturerlebnispädagogische Spiele lassen sich nach acht Kriterien wie z. B. Anzahl und Alter der Schüler, Spielumgebung und -dauer oder Vorbereitungsaufwand für unterschiedliche zeitliche und inhaltliche Ansprüche aus der Datenbank heraussuchen. Eine weitere Funktion der Datenbank liegt in einer naturbezogenen kategorialen Linkliste. Diese beinhaltet bundesweite Informationen zu Umweltbildungsträgern, naturkundlichen Exkursionszielen, fächerübergreifenden Themenkomplexen oder Fachinformationen. (anl)

www.naturerlebnisspiele.de  

Dem Wald aufs Dach steigen

Erster Baumkronenpfad in einem europäischen Nationalpark
Der einzige Baumkronenpfad in einem europäischen Nationalpark wurde in diesem Sommer offiziell eröffnet. Ziel ist es, Besuchern des Nationalparks Hainich die Möglichkeit zu bieten, die Buchenwälder in ihrer räumlichen und ökologischen Dimension sowie in ihrem Erscheinungsbild zu erfassen und zu begreifen. Besucher können ihnen dazu in 25 Metern Höhe sozusagen „aufs Dach steigen“. Gefördert wurde das Projekt mit fast 600.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). In der Mitte des 300 Meter langen Pfades wurde ein 44 Meter hoher Treppenturm mit Aufzug errichtet, der in 36 Meter Höhe ein Baumhaus mit einer Nutzfläche von ca. 60 Quadratmeter für Schulklassen und Besuchergruppen bietet und auch Rollstuhlfahrern einen Zugang zum Pfad ermöglicht. Ein weiteres bauliches Element ist ein Freiluftsteg, der in die Baumkronen mehrerer großer Buchen hineinragt. Das Umweltbildungskonzept umfasst die Themenschwerpunkte Urwald-Baumkronen, Leitbaumart Buche, Landschaftsentwicklung und Fotosynthese. Zu den Zielgruppen des Lehrpfades gehören Kinder, Schulklassen und Familien. Speziell für Schüler wurden Spielangebote konzipiert, die sich an den Inhalten der Lehrpläne für die jeweiligen Altersgruppen orientieren. (DBU)

Infos:
DBU, An der Bornau 2,49090 Osnabrück, www.dbu.de. Nationalpark Hainich, Tel. 03603 390713. www.nationalpark-hainich.de

Naturathlon 2006

Schwerpunkt „Wasser und Flüsse“
Der Ideenwettbewerb „Naturathlon“ der für naturverträgliche Sport- und Freizeitaktivitäten Deutschlandkarte wirbt, wird 2006 zum dritten Mal von Bundesamt für Naturschutz und Bundesumweltministerium veranstaltet. Themenschwerpunkte sind im nächsten Jahr „Wasser und Flüsse“ und „Freizeit am Fluss". Der Wettbewerb soll dazu beitragen, Wege zu finden, wie man Menschen auf Festen und Veranstaltungen mit dem Thema Natur- und Gewässerschutz vertraut machen kann. Die Wettbewerbsbeiträge sollen hierbei sinnlich und erlebbar aufzeigen, wie wichtig umweltrelevante Themen sind und wie Sport und Naturschutz sich miteinander vereinen lassen. Einsendeschluss der Ideen ist der 1. Dezember 2005. Am Wettbewerb können sich Sport- und Naturschutzverbände, Aktive in Städten und Gemeinden sowie Privatpersonen beteiligen. (BFN)

Info: www.naturathlon2006.de  

Naturschutz

Grüner Wall im Westen

Dokumentation der Tagung von NUA und BUND
Seit Jahren werden die Relikte des Westwalls nach und nach geschleift, um angebliche Gefahren zu beseitigen. In der Bevölkerung stößt dies nicht nur auf Zustimmung. Initiativen zum Erhalt und zur Nutzung der Kriegsbauten bildeten sich, die jedoch teils unterschiedliche Interessen verfolgen und nicht immer den Vorstellungen von Natur- und Denkmalschutz entsprechen. Um erstmals einen Austausch unter den Akteuren zu ermöglichen veranstaltete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Kooperation mit der NUA am 10. Juni 2005 in Düsseldorf einen Workshop. Mit Vorträgen wurde über die bisherige Erfahrung im Umgang mit dem Westwall berichtet und die Bedeutung aus Sicht von Natur- und Denkmalschutz herausgearbeitet. Die Veranstalter erhoffen sich davon Aufwind für den Aufbau eines „Grünen Walls im Westen“. Die wesentlichen Ergebnisse der Veranstaltung wurden deshalb in einer Dokumentation zusammengefasst, die auf der NUA-Homepage www.nua.nrw.de, Rubrik: Veranstaltungen/Veranstaltungsberichte als Download verfügbar ist. (BUND/anl)

Infos zum Projekt:
BUND, Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, 50670 Köln, Tel. 0221 2833714, E-Mail: sebastian.schoene@bund.net, www.gruenerwallimwesten.de

Frosch-Konzert

Junge Kammerphilharmonie spielte für den Naturschutz – Förderprojekt der NUA
Plakat Frosch-KonzertZu einem musikalischen Erlebnis der Sonderklasse luden am 25. September Stadt Münster, NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. und NUA ein. Die Junge Kammerphilharmonie NRW gab zugunsten des Laubfroschschutzes vor rund 300 Gästen ein Benefizkonzert. Gespielt wurden Werke von Schubert, Haydn und Beethoven. Klassische Musik auf höchstem Niveau, das stilvolle Ambiente des historischen Rathauses und ein attraktives Begleitprogramm bildeten den Rahmen für einen Informationsaustausch rund um das erfolgreiche Laubfroschschutzprojekt „Ein König sucht sein Reich“. Der Erlös des Konzertes kommt vollständig dem Laubfroschschutz in Münster zugute: Hier ist zur Sicherung des Laubfroschbestandes die Anlage weiterer Laubfroschgewässer notwendig. Alle Teilnehmenden des Konzertes, die wissen möchten, welche Gewässer mit ihrer Spende angelegt wurden und so dem Laubfrosch das Überleben garantieren, haben im kommenden Jahr die Möglichkeit, „ihre Laubfrosch-Schutzgewässer“ im Rahmen einer Führung der NABU-Naturschutzstation Münsterland zu besuchen. (NABU)

Kontakt:
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V., Zumsandestr. 15, 48145 Münster, Tel. 0251 9879953, E-Mail: c.goecking@nabu-station.de, www.nabu-naturschutzstation-muensterland.de  

Vogel des Jahres: Kleiber

Kleiber - Der Vogel des JahresNABU und Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Kleiber zum „Vogel des Jahres 2006“ gekürt. Damit folgt dem Uhu als größter Eule Europas in diesem Jahr ein kleiner Singvogel, der in Deutschland weit verbreitet ist. Der Kleiber steht stellvertretend für einen Lebensraum, für den wir in Deutschland und Mitteleuropa besondere Verantwortung tragen: die Rotbuchen- und Eichenwälder. Er ist die Stimme des Waldes und kündigt den Frühling an, selbst wenn er den Beginn oft weit vorverlegt. Er läuft kopfüber den Baumstamm herunter und zeigt uns, dass der Wald lebt, lange bevor die ersten Blätter sprießen. (NABU)

Infos:
NABU, Merowinger Str. 88, 40225 Düsseldorf, Tel. 0211 1592510, Fax 0211/15925118, E-Mail: info@nabu.nrw.de, www.nabu-nrw.de  

Praktikum für die Umwelt 2006

Das seit 17 Jahren von EUROPARC Deutschland, dem Dachverband von Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken und der Commerzbank angebotenen Kooperationsprojekt „Praktikum für die Umwelt" bietet Studierenden auch 2006 rund 50 Praktikumstellen in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit an. Die Praktika finden zwischen April und Oktober statt und haben eine Länge von drei bis sechs Monaten. Die Einsatzgebiete reichen von den abgeschiedenen Halligen im nordfriesischen Wattenmeer bis zur grenzüberschreitenden Mitarbeit im Nationalpark Bayerischer Wald. Als Vergütung für das Engagement zahlt die Commerzbank ein monatliches Praktikantengehalt von 255,- € netto. Bewerbungen müssen bis spätestens zum 7. Januar 2006 eingegangen sein. (vla)

Info:
EUROPARC Deutschland, E-Mail: info@europarc-deutschland.de, www.praktikum-fuer-die-umwelt.de  

Nationalpark

Eifel: Nationalparktore eröffnet

Nationalpark-Ausstellungen in Simmerath-Rurberg und Schleiden-Gemünd
Mit der Eröffnung der Nationalpark-Tore in Simmerath-Rurberg und Schleiden-Gemünd hat der Nationalpark Eifel seit Oktober 2005 seine ersten Informationshäuser. Beide Häuser kombinieren eine speziell auf das Großschutzgebiet und sein Umfeld ausgerichtete Tourist-Information mit einer nationalparkspezifischen Ausstellung.

Im Nationalpark-Tor am Eiserbachdamm in Simmerath-Rurberg, am Zugang zum Tal der Erkensruhr und in der Nähe des Rursees gelegen, steht das Thema Lebensraum Wasser im Mittelpunkt. Eine Ausstellung macht die Lebensräume Fließ- und Stillgewässer aus der Flug-Perspektive eines Milans erlebbar. Flusskrebs, Perlmuschel und Biber zeigen die Bedeutung des Nationalparks Eifel für Mensch und Natur. Während Tierspuren durch die Natur- und Kulturgeschichte der Eifel führen, können gleich nebenan per Knopfdruck Informationen mit modernster Technik auf ein dreidimensionales Gelände-Relief projiziert werden.

Das Nationalparktor Schleiden-Gemünd wurde im Haus des Gastes eingerichtet. Die Ausstellung mit dem Thema „Knorrige Eichen, bunte Spechte und Waldgeschichte(n)“ beleuchtet die Natur im unmittelbaren Umfeld des Nationalparktores. Ein begehbarer Kohlenmeiler illustriert die spannende Geschichte der Waldnutzung durch den Menschen. In einem eindrucksvollen Eichenwaldmodell können Interessierte Tiere und Pflanzen erleben, die in der freien Natur nur selten zu beobachten sind. Die neuen Häuser sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Nationalparkverwaltung wird ab Januar 2006 jeden Samstag ab 10:00 Uhr eine interessante Rangertour von den Nationalparktoren starten. (Nationalparkforstamt/anl)

Kontakt:
Nationalparkforstamt Eifel, Urftseestr. 34, 53937 Schleiden-Gemünd, Tel. 02444 951042, E-Mail: info@nationalpark-eifel.de, www.nationalpark-eifel.de 

Nationalpark Eifel - Gewinn für Natur und Mensch

Erster Leistungsbericht zum Nationalpark Eifel veröffentlicht
„Die einmalige Natur und die Aufbruchstimmung in der Region sprechen eine deutliche Sprache – der Nationalpark Eifel ist ein Gewinn für Natur und Mensch!“ Seinen ersten Besuch im Nationalpark Eifel nutzte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg dazu, um den ersten Leistungsbericht des Anfang 2004 gegründeten Nationalparks vorzustellen. „Die Menschen und Institutionen der Nationalparkregion sowie die Nationalparkverwaltung haben eine großartige Arbeit geleistet. Die Zahlen und Fakten des Leistungsberichtes bestärken unser Vorhaben der Koalitionsvereinbarung, den Nationalpark Eifel weiter zu unterstützen und zu fördern“, freute sich Uhlenberg über die erfolgreiche Aufbauphase des Großschutzgebietes.

Bereits im ersten Nationalpark-Jahr verzeichnete das Reisegebiet „NRW-Eifel und Region Aachen“ einen Anstieg der Ankünfte übernachtender Gäste von über elf Prozent. Knapp 20.000 Personen nahmen 2004 an mehrstündigen bis einwöchigen Naturerlebnis- und Umweltbildungs-Angeboten teil. Dazu beigetragen hat auch die von der NUA unterstützte Ausbildung von Waldführern. Bis Ende 2004 beendeten 153 Waldführerinnen und Waldführer ihre Ausbildung. Besondere Bedeutung hatten im Gründungsjahr auch die Grundlagenerhebungen zu Biotoptypen, Fließgewässern und ausgewählten Tierarten. Auf einer Fläche von 3200 Hektar konnten beispielsweise 351 Spechtreviere kartiert werden. Untersuchungen zur Wildkatze zeigten eine hohe Bedeutung des Nationalparks als Teillebensraum für die größte Wildkatzen-Population Mitteleuropas. (Nationalparkforstamt Eifel/anl)
 
Kontakt:
Nationalparkforstamt Eifel, Urftseestr. 34, 53937 Schleiden-Gemünd, Tel. 02444 951042,
E-Mail: info@nationalpark-eifel.de, www.nationalpark-eifel.de

Ausstellungen

Aliens im Vorgarten?

Neue Wanderausstellung zu Neobiota
„Neobiota“ – gefährliche Gäste? Antworten darauf gibt eine neue Ausstellung im Museum am Schölerberg.
Umgangssprachlich nennt man sie Einwanderer, Eindringlinge, Invasoren, Fremdlinge oder im englischen Sprachgebrauch auch Aliens. Doch wer vermutet, dass sich hinter diesen Begriffen außerirdische Lebensformen verbergen, der irrt. Es handelt sich vielmehr um Pflanzen- und Tierarten, die durch den Menschen in für sie neue Lebensräume gebracht wurden. In der Wissenschaft werden sie Neobiota genannt. Doch eines wird durch die oben genannten Begriffe deutlich: gern gesehen sind sie meistens nicht. Und das hat auch seine Gründe. So können sie z. B. heimische Arten verdrängen, Ökosysteme verändern und wirtschaftliche Schäden anrichten. Daher hat das Museum am Schölerberg in Osnabrück zusammen mit dem Lehrstuhl für experimentelle Ökologie und Ökosystembiologie der Universität Bielefeld dazu eine Wanderausstellung entwickelt. Ziel ist es, das Phänomen nicht-heimischer Organismen einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Januar 2006 in Osnabrück zu sehen und wandert dann durch Deutschland. (anl)

Museum am Schölerberg, Am Schölerberg 8, 49082 Osnabrück, Tel.: 0541 56003-0, www.neobiota-ausstellung.de

FasziNatur - Natur entdecken

Interaktive Ausstellung der DBU
Weltweit konkurrieren die verschiedenen Ansprüche um die Nutzung der biologischen Vielfalt. Für natürliche und naturnahe Lebensräume bleibt oft nur wenig Spielraum. Grund genug, die Faszination der Natur wiederzuentdecken und Verständnis für Naturschutz zu schaffen. Die interaktive Ausstellung „FasziNatur“ macht Lust auf Natur und zeigt anschaulich, wie und wo Naturschutz erfolgreich funktioniert. Dazu werden beispielhafte Förderprojekte des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vorgestellt, die diese Ausstellung in Kooperation entwickelt haben. Tipps zeigen darüber hinaus, dass jeder etwas für den Naturschutz tun kann, im heimischen Garten oder auf dem Balkon, alleine oder in der Gruppe. (DBU)

Infos:
DBU, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel. 0541 9633521, www.dbu.de

„FLÄCHE - OHNE ENDE?“

Wanderausstellung zum Flächenverbrauch
Der anhaltende Flächenverbrauch gehört zu den gravierendsten Umweltproblemen. Eine neue Wanderausstellung mit dem Titel „Fläche ohne Ende?“ wurde dazu im September 2005 in der Ökologiestation in Bergkamen erstmals präsentiert. Fünf Städte, ein Kreis und zahlreiche Experten haben sich zusammengetan, um aktuelle Fragen zur Landnutzung und zum Flächenverbrauch in NRW zu beantworten. Mit praktischen Beispielen zeigt die Ausstellung wie die beteiligten Städte mit Industriebrachen, ehemaligen Halden und Abbaugebieten umgehen und wie sie eine neue Nutzung gefunden haben, die von den Einwohnern mitgetragen wird. Auch Konflikte werden nicht verschwiegen, die bei der (Neu)Nutzung von Flächen entstehen können und die bis heute noch nicht abschließend gelöst sind.

Die Ausstellung besteht aus 19 Postern, die Flächenverbrauch und Flächennutzung durch Siedlungs- und Verkehrsflächen, Abbau von Rohstoffen, landwirtschaftliche Nutzung und Hochwasser veranschaulichen. Die Poster können samt Trägersystem beim Wissenschaftsladen Bonn ausgeliehen werden.
 
Gezahlt werden müssen lediglich Transport- und Versicherungskosten. Begleitend zur Ausstellung, die zunächst in den Städten Hamm, Herdecke, Herzogenrath, Lünen und Wülfrath zu sehen sein wird, hat der Wissenschaftsladen die Broschüre „Fläche - ohne Ende?” erstellt. Kommunen, Schulen oder andere Einrichtungen, die Interesse an der Wanderausstellung haben, können sich damit ein Bild von Aufbau und Inhalt machen. (wilabonn/anl)

Infos:
Wissenschaftsladen Bonn e.V., Buschstr. 85, 53113 Bonn, Tel. 0228 20161-0, E-Mail: flaechennutzung@wilabonn.de, www.wilabonn.de

Neuerscheinungen

Erneuerbare Energien

Perspektive für Klima, Mensch und Natur
Die Broschüre des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) informiert über Alternativen zu den bisherigen Energiequellen wie Öl, Kohle und Gas. Dabei werden die Entwicklungsperspektiven erneuerbarer Energien realistisch dargestellt. Zu diesen Energien gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Solarenergie. Der Ausbau dieser Energien ist immer häufiger ein Streitpunkt. Ein Zeichen dafür, dass bei jeder Form der Energienutzung ein Eingriff in Natur und Umwelt nicht ausbleibt. Diese Broschüre verdeutlicht, dass es durchaus einen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Erneuerbaren Energien gibt und versucht häufig gestellte Fragen zu beantworten. (Judith Boveland)

Bezug (kostenlos): NABU, 53223 Bonn, Tel. 0228 40360, Fax: 0228 4036200, E-Mail: NABU@NABU.de, www.NABU.de 

Die Abenteur von Flip und Fine

Das Kinderbuch handelt von zwei Mäusen, die auf dem Weg in ihr Abenteuer Tiere und Natur aus ihrer Umgebung kennen lernen. Durch die beiden Abenteurer erhalten die Kinder sowohl einen Einblick in die Bedeutung und Einzigartigkeit der Natur, als auch in ihre Gefährdung durch menschliche Einwirkungen. Auf ihrer Reise merken die Mäuse, dass nicht alle Menschen so sind und dass es ein Fehler ist, den Glauben an sich selbst und die Anderen zu verlieren.

Diese und die Werte von Freundschaft und Vertrauen vermittelt die Autorin Sabine Merz den Kindern auch bei ihren Präsentationen dieser Geschichte in Kindergärten und Grundschulen (bis zur zweiten Klasse). Dabei hat sie ein eigenes Programm entwickelt, das von der Vorstellung der im Buch mitwirkenden Tiere über Spiele und Tänze zum Thema Natur und Vertrauen bis zu Bastel- und Spielanleitungen und eigenen Liedern reicht. (Judith Boveland)

Kontakt/Bezug:
Sabine Merz (Autorin), MFB-Eisenacher Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 3-931431-40-1, 4 € plus Versand, www.sabines-ideenwelt.de 

Kühe sind nicht lila!

Kinderbücher zum Thema Natur und Umwelt
Die Broschüre stellt ausgewählte Kinderbücher für Zwei- bis Zwölfjährige zum Thema Natur und Umwelt vor. Auf spannende und informative Art und Weise vermitteln Romane, Sach- und Kinderbücher Informationen und Geschichten sowohl zum Natur- und Umweltschutz, als auch zur Entstehung der Erde. Spannende Experimente zum selber machen und Nachschlagewerke sollen das Interesse der jungen Leser und Leserinnen an ökologischen Zusammenhängen schärfen und ein Umweltbewusstsein aufbauen. Die Broschüre ist in Zusammenarbeit von der Stiftung Lesen mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz entstanden. Für Interessierte gibt es unter www.StiftungLesen.de auch ein Downloadangebot im Internet. (Judith Boveland)

Bezug für 1,44 € incl. Porto: Stiftung Lesen, Fischtorplatz 23, 55116 Mainz, Tel. 06131 28890 0, Fax: 06131 230333, www.StiftungLesen.de

Praxisbuch Mobilitätserziehung

Praxisbuch für die Grundschule
In den letzten Jahren ist die klassische Verkehrserziehung um Aspekte der Gesundheits- und Umwelterziehung erweitert worden. Eine neues, vom VCD herausgegebenes Praxisbuch trägt dieser Entwicklung Rechnung und stellt eine umfassende Konzeption der Verkehrs- und Mobilitätserziehung vor. Im Zentrum steht die Darstellung von Unterrichtsideen und Projekten im Kontext einer nachhaltigen Mobilität. Es finden sich Handlungsanregungen, weiterführende Hinweise und Kopiervorlagen zu den Themenfeldern Schulweg, Stadtteilerkundung, Umwelt und Klima sowie Fahrrad, Bus und Bahn. Zusätzlich runden Vorschläge zur Elternarbeit, Literaturangaben und Internetadressen das Angebot ab. Das Praxisbuch wendet sich in erster Linie an Lehrkräfte der Klassenstufen eins bis sechs sowie an Studierende und Lehrende an Hochschulen. (VCD)

Philipp Spitta: Praxisbuch Mobilitätserziehung, Unterrichtsideen, Projekte und Material für die Grundschule, 234 Seiten, gebunden, VCD e.V., Berlin 2005  

Natürlich Bielefeld

Stadt und Landschaft neu erleben
Bielefeld ist nicht nur eine der 20 größten Städte Deutschlands, die besondere Spannung Bielefelds liegt darin, dass es eine Großstadt im Grünen ist. 60% der Stadtfläche sind Grünflächen, Parks und Wälder. Die drei charakteristischen Landschaften „Teutoburger Wald“, „Ravensberger Hügelland“ und „Sennelandschaft“ ziehen sich an vielen Stellen bis in die Stadt hinein. Ein neuer „Landschafts-Stadt-Führer“ will die kontrastreichen Seiten der Stadt nahe bringen, dabei Wirklichkeit vermitteln und auch auf Probleme hinweisen. Dieser Stadtführer richtet sich damit besonders an Zugereiste, die die Stadt noch nicht kennen, und an Besucher, die auch die Geschichten hinter den touristischen Sehenswürdigkeiten erfahren sowie die Stadt und ihre Umgebung mit ihren Eigenarten kennen lernen wollen. 10 thematische Touren führen durch reizvolle Landschaften, vorbei an kulturhistorisch bedeutenden Sehenswürdigkeiten und beeindruckenden Naturdenkmälern. (anl)

Natürlich Bielefeld – Stadt und Landschaft neu erleben, 224 Seiten mit Tourenkarte, 12,80 €, Westfalen-Verlag.

Kontakt:
AUbE-Umweltakademie, Tel. 0521 61370, E-Mail: Info@AUbE-Umweltakademie, www.AUbE-Umweltakademie.de

Fließgewässerschutz

Neuerscheinung der Alfred-Töpfer-Akademie
Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis 2015 in Oberflächen- und Grundgewässern einen „guten Zustand“ zu erreichen. Die Alfred-Töpfer-Akademie (NNA) hat sich mit ihrem Bildungsangebot und mit der Herausgabe themenbezogener Publikationen das Ziel gesetzt, den Prozess der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie fachlich zu begleiten. Damit soll dem dringenden Informationsbedarf der betroffenen Personen, Verbänden und Dienststellen Rechnung getragen werden. Ergebnisse von Fachveranstaltungen wurden jetzt in einem 162-seitigen NNA-Bericht veröffentlicht. (NNA)

Bezug:
NNA-Berichte, Band 18, Heft 1, 162 Seiten, 12,50 €, NNA, Hof Möhr, 29640 Schneverdingen, Tel. 05199 989-0, Fax: 05199 989-46, E-Mail: nna@nna.niedersachsen.de; www.nna.de

Kulturlandschaft digital

Die neu erschienene Tagungsdokumentation „Kulturlandschaft digital – Forschung und Anwendung“ berichtet von der gleichnamigen Veranstaltung, die vom 2.-5. März 2005 in Aachen stattfand. Aus verschiedensten Fachdisziplinen wird zum derzeitigen Entwicklungsstand von digitalen Methoden zur Erfassung von Kulturlandschaft, insbesondere zum Kulturlandschafts-Informationssystem der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe (KuLaDigNW) und zu praktischen Anwendungen, berichtet. Die 225-seitige Publikation ist in der Reihe „Beiträge zur Landesentwicklung“ erschienen und kann gegen eine Gebühr von 5,- € beim LVR bestellt werden. (lvr/vla)

Kontakt:
Landschaftsverband Rheinland (LVR), Tel. 0221 809-3780, E-Mail: Daniela.Hoenicke@lvr.de, www.lvr.de

Großes Torfmoor

Die Bedeutung von Altwäldern, also Wäldern an historisch alten Waldstandorten, ist nicht nur akademisch oder historisch interessant, sondern auch von ökologischer und planerischer Bedeutung. Signifikante ökologische Merkmale von Altwäldern und ein spezifisches Arteninventar können einen besonderen Schutz rechtfertigen. Eingriffe in Altwälder könnten dann nicht einfach durch Neuanpflanzung, beispielsweise an Agrarstandorten, ausgeglichen werden. In den einzelnen Beiträgen eines LNU-Seminarberichtes werden die verschiedenen Methoden zur Identifizierung alter Waldstandorte vorgestellt und Untersuchungen zu möglichen Unterschieden im Artenspektrum von Alt- und Neuwäldern dargelegt, wobei der Schwerpunkt auf dem botanischen Bereich liegt. Der LNU-Seminarbericht Band 5 „Kennzeichen und Wert historisch alter Wälder“ wurde gemeinsam von der LNU und der Forstlichen Dokumentationsstelle des Landes NRW herausgegeben. (LNU/vla)

Bezug:
NU, Heinrich-Lübke-Str. 16, 59759 Arnsberg-Hüsten, Tel. 02932 4201, Fax: 02932 54491, E-Mail: LNU.NRW@t-online.de, 7,00 € zzgl. Versandkosten

Faszination Natur 2006

Neuer NABU-Kalender
Auch für 2006 bietet der NABU NRW wieder einen Kalender an, der dem Titel „Faszination Natur“ gerecht wird. Die professionellen Fotos zeigen eine bunte Palette vor allem heimischer Tier- und Pflanzenarten. Diesmal zieren unter anderem Kleiber, Luchs, Sperlingskauz, Laubfrosch, Geflecktes Knabenkraut und Löffler die einzelnen Monatsblätter. (NABU)

Bezug für 12,50,- € (zzgl. Porto und Verpackung):
NABU Natur Shop, Am Eisenwerk 13, 30 519 Hannover, www.nabu-natur-shop.de (bitte Verrechnungsscheck beifügen) 

Veranstaltungen

Globales Lernen

NUA-Seminar für Lehrkräfte
Der Verein Zwischenzeit e. V. hat zum Thema Globalisierung in Zentralamerika vor Ort recherchiert und viele Erfahrungen, Dokumente und Berichte mitgebracht und für den Schulunterricht aufbereitet. Eine NUA-Fortbildung am 18. Februar 2006 in Recklinghausen wird anhand solcher Materialien Ideen und Anregungen zum Globalen Lernen geben. Neben Dokumentarfilmen werden unterstützende Materialien wie z.B. Arbeitsblätter oder Powerpoint-Präsentationen und Methoden bearbeitet. Zielgruppen sind Lehrkräfte und Lehramtsstudenten für die Klassen 9-13. (dti)

Kontakt/Anmeldung:
NUA, Tel. 02361 305-345, E-Mail: poststelle@nua.nrw.de, www.nua.nrw.de, weitere Infos zum Thema: www.zwischenzeit-muenster.de

Image und Arbeitsweise in der Umweltbildung

Workshop von NUA und ANU
Bildung und Lernen sind der Stoff, aus dem Zukunft entsteht. Handeln entsteht zuerst im Kopf: „Vor der Frage, was können wir tun, kommt die Frage: wie müssen wir denken?“ (Joseph Beuys). Das gilt auch für alle Anliegen von Umweltbildung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein Workshop von NUA und ANU vom 15. bis 16. März 2006 in Iserlohn konzentriert sich auf die Herausbildung einer Identität von Umweltbildungseinrichtungen und deren wirksame Vermittlung nach außen. Organisationszweck, Sinnhaftigkeit und Qualität der Arbeit werden untersucht. Die Klausur ist der Beginn, um in einem längeren Qualifizierungsprogramm Gestaltungskompetenz durch individuell erstellte Medienkonzepte zu erwerben, Qualitätssteigerung durch interdisziplinäres Arbeiten zu erreichen und auf der methodischen Ebene eine attraktive Kommunikation von Nachhaltigkeit durch innovative Vermittlungsformen zu entwickeln. (NUA)

Kontakt/Anmeldung:
NUA, Tel. 02361- 305-0, Dr. Petra Fischbach, E-Mail: petra.fischbach@nua.nrw.de, www.nua.nrw.de

Professionell kommunizieren

NUA-Fortbildungsreihe
Was nützt die schönste Info-Veranstaltung, Mitmach-Aktion oder Podiumsdiskussion, wenn keiner davon erfährt? Wie Themen aus dem Natur- und Umweltschutz erfolgreich in die Öffentlichkeit gelangen vermittelt die NUA-Fortbildungsreihe „Professionelle Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz“. In vier zweitägigen Seminaren wird trainiert, wie man in die Medien kommt, Flyer und Plakate ansprechend und kostengünstig gestaltet, große Aktionen plant und durchführt oder wie man Gelder organisiert.

Termine:
9. – 10.02.2006: Non-Profit-PR, Fundraising und Sponsoring
26. – 27.05.2006: Planen und Organisieren - Konzeption und Veranstaltungsmanagement
8. – 9.09.2006: Medien- und Pressearbeit, Pressemitteilungen, Interview-Training
10. – 11.11.2006: Kommunikation mit Medien - Corporate Identity, Corporate Design

Infos/Anmeldung:

Tel. 02361 305-345, E-Mail: poststelle@nua.nrw.de, www.nua.nrw.de 

Wähle Dein Wagnis - abenteuerliches Naturerlebnis

Workshop vom 11. - 12. März 2006
Wie läßt sich eine Gruppe so führen, dass gegenseitige Bestärkung statt Konkurrenzkampf in den Vordergrund rückt? Wie lassen sich individuelle, positive Verhaltensänderungen anregen? Sollte man einmal etwas Neues wagen – neue Wege gehen? Diese Fortbildung bietet Teilnehmenden Gelegenheit, in abenteuerlichen Aktivitäten die Möglichkeiten des „Adventure-based-councelling“ (ABC) in Hinblick auf diese und andere Fragen praktisch zu erproben. Dabei wird der Wald als Erlebnisraum „vor der Haustür“ mit seinen Potenzialen für Sensibilisierung, faszinierende Naturbegegnungen, Orientierung und spannenden Kletteraktivitäten erschlossen. Zielgruppen sind u.a. Multiplikatoren, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und Eltern. Bitte wetterfeste Kleidung und Schuhe mitbringen. (LNU/W.U.N.Sch)

Kontakt/Anmeldung:
LNU / Wald-, Umwelt- und Naturschule e. V. (W.U.N.Sch.), Bellingsen 5, 59575 Arnsberg-Vosswinkel, Tel. 02932 9723-0, Fax 02932/81644, E-mail: wildwald@t-online.de, www.wildwald.de

Waldpädagogisches Forum NRW

Tagung in Münster – 7. Forum am 4. April 2006 in Hagen

„Daimler-Chrysler produziert Lenkräder aus Flüssigholz und in neu entwickelten Bremsbelägen von Formel-1-Fahrzeugen sind Holzfasern enthalten. Und unsere heimische Billigproduktion von Rind- und Schweinefleisch steht in direkter Verbindung mit Waldflächenverlusten im Amazonasbecken.“

Diese und viele andere Fakten wurden beim 6. Waldpädagogischen Forum NRW am 8.11.2006 in Münster erörtert. Im Mittelpunkt stand der Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit / der Nutzungsaspekt in der Waldpädagogik“. Prof. Andreas Schulte vom Internationalen Institut für Wald und Holz NRW sowie Jürgen Wolters von der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz lieferten die Hintergrundinformationen, die dem Publikum die Pfade und die Grenzen der Nachhaltigkeit verdeutlichten.

Im Praxisteil wurde ein in Münster erfolgreich praktiziertes Konzept der Kompetenzvermittlung zur nachhaltigen Erzeugung und Nutzung des Rohstoffes Holz mit dem Boden als zentralem Standortfaktor vorgestellt, das in Kooperation zwischen Verein Waldschule Münsterland und Forstbetrieb der Stadt Münster entwickelt wurde.

Ein solcher interdisziplinärer Ansatz ist ein ganz wichtiges Prinzip, um einen ernst zu nehmenden Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten und in der Gesellschaft verankern zu können.

Am 4. April 2006 stellt das 7. Waldpädagogische Forum das Thema „Wald, Mensch und Geschichte“ in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Die Veranstaltung bietet Einblicke in die Ausstellung „Faszination Wald und Mensch“ im Freilichtmuseum Hagen. Ein Themenpfad der Ausstellung behandelt die mehr als 200 Jahre westfälische Waldgeschichte. Die Kooperation des Forstamtes der Stadt Hagen und der Gesamtschule Hagen-Haspe „KALIF“ (Konzept Außerschulisches Lernen Im Forst) hat bereits lange Tradition. Das daraus erwachsene Waldpädagogische Zentrum Hagen am Forsthaus Kurk wird mit seiner Konzeption und den gemachten Erfahrungen vorgestellt. (Manfred Kebbel)

Infos:
Waldpädagogischen Forums NRW, NUA/Manfred Kebbel, Tel. 02361 305-339, E-Mail: manfred.kebbel@nua.nrw.de, www.waldpaedagogisches-forum-nrw.de

Erlebnisangebote und ländliche Entwicklung

NUA-Tagung am 22. 2. 2006 in Recklinghausen
Mehr und mehr Kommunen stehen vor der Entscheidung, ob sie sich an regionalen integrierten Entwicklungskonzepten beteiligen. Ein Anreiz können die dabei erzielten Synergieeffekte durch Kombination verschiedener Sektoren sein. Zudem wird der Zugang zu staatlichen Förderungen erleichtert. Einen besonderen Reiz haben solche Konzepte in Natur-Tourismus-Regionen. Eine Tagung am 22. Februar 2006 in Recklinghausen wird anhand von Beispielen darüber informieren und diskutieren, welche Vorteile die Integration von – häufig miteinander verschnittenen - Erlebnisangeboten aus den Bereichen Naturerlebnis, Landwirtschaft und Forstwirtschaft für solche Regionen bietet. Gemeinsame Veranstalter sind das Zentrum für Ländliche Entwicklung (ZeLE), die Landesanstalt für Ökologie (LÖBF), die Bezirksregierung Münster und die NUA. Eingeladen sind besonders Akteure aus Kommunen, Kreisen, Vereinen, Naturparken und Biologischen Stationen. (NUA)

Kontakt/Anmeldung:
NUA, Tel. 02361 305-0, E-Mail: poststelle@nua.nrw.de, www.nua.nrw.de

Ehrenamtlicher Einsatz im Naturschutz

NUA-Tagung am 18. 3. 2006 in Recklinghausen
Das ehrenamtliche Engagement ist eine wichtige Säule der Naturschutzarbeit in Deutschland. Die Palette der Aktivitäten reicht von praktischen Naturschutzaktionen, Beiratsarbeit, Mitwirkung in Planungsgremien, Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Engagement als Nationalparkbotschafter oder Exkursionsführer. Die gemeinsame Tagung von NUA und NRW-Naturschutzverbänden dient dazu, die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements vorzustellen, neue Impulse zu geben und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das ehrenamtliche Engagement weiterhin unterstützt werden kann. (NUA)

Infos/Anmeldung:
NUA, Tel. 02361 305-345, E-Mail: poststelle@nua.nrw.de, www.nua.nrw.de 

Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie

Workshop von BUND und NUA am 11.2.2006

Wie ist die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Landeswassergesetz verankert? Was ist Monitoring? Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es ? Scheitert die Umsetzung der Richtlinie an den Kosten? Noch sind viele Frage rund um die Wasserrahmenrichtlinie offen und die Beteiligung der Öffentlichkeit ist weitgehend unklar. Ein gemeinsamer Workshop von BUND und NUA informiert am 11. Februar über den aktuellen Stand der Umsetzung in NRW. Schwerpunkt dieser Veranstaltung ist der Erfahrungsaustausch über die Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie in den verschiedenen Einzugsgebieten Nordrhein-Westfalens. Zielgruppen sind besonders Aktive aus dem ehrenamtlichen Naturschutz, die sich an der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie beteiligen (möchten). (BUND/NUA)

Kontakt/Anmeldung:
BUND NRW, Wassernetz NRW, Merowingerstr. 88, 40225 Düsseldorf, Tel. 0211 3020050, Fax: 0211 30200526, E-Mail: bund.nrw@bund.net, www.bund-nrw.de

Regionaltreffen der Flussnetzwerke

Klimawandel und Hochwasserschutz - ein Thema für die Schule
Hochwasserereignisse nicht nur in den USA, sondern auch in Süddeutschland beherrschten im Sommer 2005 die Schlagzeilen. Welche Auswirkungen haben die Klimaveränderungen hier bei uns? Ist zukünftig mit häufigeren oder schlimmeren Überschwemmungen an unseren heimischen Flüssen zu rechnen und wie begegnet man dem Problem? Fragen, die auch für Schülerinnen und Schüler interessant sein dürften. Fragen, die in diesem Jahr im Mittelpunkt der Regionaltreffen der Flussnetzwerke NRW stehen werden.

Experten geben jeweils Hinweise, wie das Thema in den Unterricht eingebracht werden kann und stellen Lösungsansätze zur Debatte. Das erste Treffen diesen Jahres für die Flussnetzwerke Ruhr, Bigge und Lenne findet am 8. Februar in Arnsberg statt. (NUA)

Kontakt/Anmeldung:
NUA/Birgit Rafflenbeul, Tel. 02361 305-336 (Di - Mi), www.nua.nrw.de, www.flussnetzwerke.nrw.de

Weitere Veranstaltungshinweise auf der NUA-Homepage www.nua.nrw.de

Weltjugendtag

LUMBRICUS auf dem Weltjugendtag

Impressum

Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA)
Siemensstr. 5
45659 Recklinghausen
Postanschrift: Postfach 101051
45610 Recklinghausen
Tel. 02361/305-0
Fax 02361/305-340
E-Mail: poststelle@nua.nrw.de
www.nua.nrw.de
www.nuancen.nrw.de

Die NUA ist eingerichtet bei der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW (LÖBF). Sie arbeitet in einem Kooperationsmodell mit den drei anerkannten Naturschutzverbänden zusammen (BUND, LNU, NABU).    

Redaktion:
Adalbert Niemeyer-Lüllwitz (anl) (verantwortlich)
Tel. 02361 305-335

Volker Langguth (vla)
Tel. 02361 305-333

Dorothee Tiemann (dti)

Erscheinungsweise:
Die NUAncen erscheinen dreimal jährlich. Redaktionsschluss jeweils 15. März, 15. Juli, 15. November

Gestaltung:

Mumbeck – Agentur für Energie und Umweltmarketing, Wuppertal

Gestaltung der Internet-Version:
D. Lischewski Ö/K/O/M KG, Münster
www.oekom-allesauseinerhand.de

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Druck:
Rademann Druck- und Medienhaus, Lüdinghausen
Druck auf 100% Recycling-Papier

Ausgabe:
Nummer 22, 8. Jahrgang 2005
15.12.2005

Bezug:
kostenlos

ISSN: 1615-3057
 
Titelfoto:
Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoefer-Grundschule Dortmund, ausgezeichnet 2005 als „Schule der Zukunft“ im Rahmen der Kampagne „ Agenda 21 in der Schule“. Foto: D. Tiemann