Heft Nr. 18, August 2004

Zum Titelbild:
Im September 2004 startet mit „BODEN will LEBEN!“ eine neue NUA-Kampagne.
Foto: A. Niemeyer-Lüllwitz

Aus der NUA

Waldpädagogisches Forum

Rund 80 Teilnehmer nahmen auf Einladung des Arbeitskreises an dem 3. Waldpädagogischen Forum NRW am 14. Juli 2004 in Wuppertal teil, das die NUA mit Unterstützung der Landesforstverwaltung ausrichtete. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben sich eine Geschäftsordnung und wählten für zwei Jahre eine neue 12-köpfige Steuerungsgruppe, die ein breites Interessensspektrum vertritt. Die Einsetzung von Arbeitsgruppen zu einzelnen Fachthemen wurde kontrovers diskutiert und wird weiter Thema sein. Die Geschäftsführung und Koordination übernimmt weiterhin die NUA. (NUA)

Infos:
NUA, Manfred Kebbel, Tel.: 02361/305-399, E-Mail manfred.kebbelnua.nrwde

Flussnetzwerke in NRW

NUA begleitet schulische Netzwerkbildung
Das erfolgreiche Schulnetzwerk „Lebensraum Ruhr" soll ab 2005 unter dem Titel „Flussnetzwerke in NRW" auf andere Flüsse im Land ausgeweitet werden. Das Projekt wird von der NUA koordiniert, dem NRW-Umweltministerium finanziell und dem NRW-Schulministerium personell unterstützt. Die Idee dazu hatten die Lehrer Stefan Huppertz, Hauptschule Hakemicke, und Hanno Schmidt, Konrad-Adenauer-Hauptschule Wenden. Ähnlich wie im Projekt Lebensraum Ruhr - hier untersuchen 43 Schulen seit 1999 regelmäßig die Ruhr und präsentieren ihre Ergebnisse im Internet - sollen sich Schulen im Großraum Olpe zusammenschließen und in den kommenden Jahren gemeinsam die Flüsse Bigge und Lenne untersuchen. Anfang März trafen sich erstmals 13 interessierte Schulen mit 21 Lehrerinnen und Lehrern zu einem Informationsaustausch. Birgit Rafflenbeul von der NUA erläuterte die Organisation des Vorbildprojektes und machte die Übertragbarkeit der Inhalte, Methoden und der Unterrichtsmaterialien auf andere Flüsse deutlich. Die NUA begleitet die Arbeit vor Ort, z. B. durch Lehrerfortbildungen und Umweltbus-Einsätze, und entwickelt Unterrichtsmaterialien. Außerdem wird die existierende Datenbank des Projektes „Lebensraum Ruhr" so erweitert, dass auch neue schulische Flussnetzwerke ihre Daten im Netz präsentieren können. Schulen aus NRW, die an Flüssen arbeiten und an einer Kooperation interessiert sind, können sich bei der NUA melden. (NUA)

Kontakt:
NUA, Birgit Rafflenbeul, Tel. 02361/305336 (Di/Mi), www.lebensraum-ruhr.de

Radler treffen LUMBRICUS

Seit vielen Jahren organisieren der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Essen und die Essener Fahrrad-Initiative (EFI) in den Sommermonaten Radtouren ins Umland der Stadt Essen, bei denen bisher eher touristische oder sportliche Aspekte im Vordergrund standen. Am 4. Juli 2004 kam ein neues Moment hinzu: Radtour und Naturbegegnung. Rund 30 Radlerinnen und Radler im Alter von 17 bis 70 Jahren trafen am Zusammenfluss von Schwarzer Bach und Rotbach im Städtedreieck Dinslaken/Bottrop/Oberhausen auf den LUMBRICUS und erhielten während einer etwa dreistündigen vergleichenden Untersuchung beider Fließgewässer detaillierte Informationen über EU-Wasserrahmenrichtlinie, Gewässerschutz in NRW und die Arbeit von Umweltministerium, LÖBF, NUA und den an ihr beteiligten Verbänden. Sie lernten gleichzeitig durch eigenständiges Tun viel Neues über das Leben in unseren Bächen und Flüssen, was auf sehr positive Resonanz stieß. Ein sehr erfolgreicher Tag mit Beispielcharakter! (Dietmar Schruck)

Umweltbildung in China

Mobile Umweltbildung – Vorbild für China?

Deutsch-chinesischer Workshop in Peking mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
Seit über 15 Jahren sind in Deutschland Umweltmobile für die praktische Natur- und Umweltbildung im Einsatz. Grund genug für die in Hamburg ansässige Umweltstiftung „SAVE OUR FUTURE" (S.O.F), Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Umweltmobile (AGUM) als Referenten zu einem Workshop über pädagogische Ansätze und Methoden der mobilen Umweltbildung nach Peking einzuladen. Hauptziel der Chinareise, an der Ende Mai bis Anfang Juni Sabine Reußink vom Tübinger ÖKOMOBIL und Dietmar Schruck vom LUMBRICUS der NUA teilnahmen, war vor allem der Wissenstransfer in Methodik und Vernetzung und der Erfahrungsaustausch mit den chinesischen Kolleginnen und Kollegen. Ähnlich den bundesdeutschen Vorbildern versuchen auch die chinesischen Umweltpädagogen z. B. mit ihrem „Antilopen-Mobil" und „Tiger-Mobil" Schülerinnen und Schüler überwiegend in ländlichen Gebieten zu begeistern und Schlüsselreize zu setzen für einen bewussten Umgang mit Natur und Umwelt. Tier- und Pflanzenbeobachtungen, aber auch Experimente zu den Themen Müll, Energie, Wasser, Boden und Luft stehen auf dem Stundenplan. Dieser praxisbezogene Unterricht kommt an!
    
Dabei spielen auch landestypische Vorgehensweisen eine Rolle: So verknüpfen gerade die tibetischen Umweltpädagogen Naturerfahrung eng mit ihren religiösen, spirituellen Wurzeln, um etwa dem Wildern der inzwischen vom Aussterben bedrohten Tibetischen Antilope entgegen zu steuern.

Bei dem Workshop fanden vor allem einfache Übungen und Arbeitsweisen mit kostengünstigen Materialien das Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Denn auch die technisch sehr gut ausgerüsteten rollenden Labore aus Deutschland nutzen bei ihren Einsätzen oft ganz einfache Hilfsmaterialien wie Becherlupen, Siebe oder Kleiderbügel, wie man sie in jedem Haushalt findet. Auf großes Interesse stießen bei den Chinesen auch Hinweise, welche Vorgehensweise sich bei der Projektfinanzierung durch Ökosponsoring bewährt hat und welche Möglichkeiten der Unterstützung sich hier bieten.

Klassenstärken von bis zu 60 Schülerinnen und Schülern und rigide Stundenpläne lassen kaum eine Öffnung von chinesischen Schulen zu. Verbunden mit dem Blick auf die zunehmende Verstädterung und Versiegelung der Landschaft waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops daher vor allem von den Anregungen zur naturnahen Umgestaltung der Schulgelände angetan. Besondere Beachtung fanden auch die Materialien für Schulprojekte in Sachen Müllvermeidung. Knapp 100 Umweltpädagogen - darunter auch der Gründer und Präsident der chinesischen Umweltorganisation „Friends Of Nature" (FON), Prof. Congjie Liang, Vertreterinnen und Vertreter der chinesischen Erziehungskommission, der Forstverwaltung, der Wissenschaftspresse, der Umweltpädagogik sowie der Pekinger Lehrerschaft nahmen an der von der Heinrich-Böll-Stiftung finanzierten Veranstaltung teil. Mit dem Wunsch, nicht nur das Netzwerk zwischen den chinesischen Umweltpädagogen dichter zu knüpfen, sondern auch den Austausch mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen zu verstärken, endete der von den Chinesen professionell organisierte Workshop. Das internationale Netz mobiler Umweltbildung hat einen neuen Knoten bekommen. (Langer, Reußink, Schruck)
 
Infos:
NUA, Dietmar Schruck, Tel. 02361/305-0, E-Mail poststelle@nua.nrw.de,
www.umweltmobile.de

S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung,
Jürgensallee 51- 53,
22609 Hamburg,
Tel. 040/2406 00,
E-Mail info@save-our-future.de,
www.save-our-future.de

BODEN will LEBEN! (1)

Bodenlebewesen (hier ein Federflügler), die Beziehung Boden/Mensch und Bodenzerstörung sind Themen der neuen NUA-Kampagne. Fotos: G. Laukötter, A. Niemeyer-Lüllwitz

BODEN will LEBEN!

Neue NUA-Kampagne startet im September
Unter dem Motto „BODEN will LEBEN!" startet die NUA eine neue landesweite Umwelt-Kampagne, die sich in den nächsten Jahren für einen besseren Bodenschutz einsetzt. Gerade im von Ballungsräumen geprägten Nordrhein-Westfalen ist ein nachhaltig praktizierter Bodenschutz von besonderer Bedeutung. Nahezu jeder fünfte Quadratmeter Bodenfläche ist in NRW bereits überbaut und versiegelt. Aktuelle Zahlen weisen zwar einen Rückgang der Versiegelung auf, doch kann dieser erfreuliche Trend nicht darüber hinwegtäuschen, dass für diese Verbesserung in erster Linie die Konjunktur und weniger das umweltbewusste Verhalten gegenüber „Mutter Erde" verantwortlich gemacht werden kann. Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft, Emissionsbelastungen von Waldböden, Altlastenprobleme aus zurück liegenden Industrieepochen und Bodenverdichtungen sind neben der bodenbedeckenden Versiegelung die wichtigsten Problembereiche. Wissensdefizite über den Boden machen neue Bildungswege erforderlich, um über eine bessere Informiertheit auch ein höheres Maß an verantwortlichem Handeln zu bewirken.

NUA sucht Partner
Die im September 2004 in der Stadt Münster beginnende Kampagne „BODEN will LEBEN!" soll insgesamt an zehn Orten bzw. innerhalb kreisweiter Regionen in NRW stattfinden. Für diese Bodenaktionswochen sucht die NUA engagierte Städte oder Kreise, die den Bodenschutz eine Woche lang besonders fördern und herausstellen wollen. Wer Interesse an einer ungewöhnlich intensiven Bodenaktionswoche hat, wird zusammen mit der NUA ein gemeinsames Programm entwickeln, das sicherlich auch für weitere Partner sehr attraktiv ist. Somit besteht die Möglichkeit, dem Bodenschutz auf lokaler oder regionaler Ebene vielfältige Impulse zu verleihen.

Beiträge der NUA
Innerhalb eines bestimmten Kostenrahmens kann sich die NUA an allen Aktivitäten der Bodenaktionswoche beteiligen. In jeder Bodenaktionswoche führt die NUA eine Großveranstaltung zu einem wichtigen Teilaspekt des Bodenschutzes durch. Diese Fachtagungen oder Kongresse sollen im Laufe der Kampagne zu einem Handbuch des Bodenschutzes in NRW zusammengetragen werden. Der Umweltbus LUMBRICUS der NUA wird für schulische Projekttage und Lehrerfortbildungen eingesetzt. Die NUA-Ausstellung „Der Boden lebt" kann während der Bodenaktionswochen präsentiert werden. Innerhalb jeder Bodenaktionswoche ist ein besonderer „Bodenaktionstag", ein „Bodenfest" oder „Tag des Bodens" fest eingeplant. An einem solchen Tag soll ein buntes, familienfreundliches Programm aus Information, Unterhaltung und Erlebnis für den Bodenschutz werben. Die NUA beteiligt sich dort u.a. mit der Vorführung eines „Bodenkinos", bei dem die klitzekleine Bodentierwelt aus Springschwänzen, Milben und Tausendfüßern faszinierend groß und lebendig vorgeführt wird. Für die Bildungsarbeit zum Thema „Boden" hat die NUA ein neues Poster mit dem Titel „Wir beleben die Böden in NRW" herausgegeben (siehe NUAncen Heft 17). Weitere Materialien sind in Vorbereitung.

Was bieten die Mitausrichter?
Erster Mitausrichter der Bodenaktionswochen ist die Stadt oder der Landkreis, mit der oder dem die NUA kooperiert. Diese Partner der NUA sprechen die lokalen Mitausrichter (z.B. Vereine, Schulen) an. Die NUA kontaktiert die bodenrelevanten Einrichtungen des Landes. Die Mitausrichter sollen über eigene Veranstaltungen das Gesamtprogramm mitgestalten und bereichern. Beim bürgernahen Bodenaktionstag werden von den Mitausrichtern eigene Infotische oder aktionsorientierte Angebote erwartet. Häufig unterstützen Mitausrichter kulturelle Angebote, die ohne solche Zuwendungen sonst nicht in das Programm der Bodenaktionswoche aufgenommen werden könnten.
 
Presse- und Medienunterstützung erforderlich!
Die Kampagne „BODEN will LEBEN!" kann nur dann Erfolge bringen, wenn über die lokale und regionale Presse sowie über Hörfunk und Fernsehen gut berichtet wird. Neben der Werbung über Flyer und Plakate ist die Presse der wichtigste Informant über die Bodenaktionswochen. Sonderseiten in den Wochenendausgaben, Sonderrubriken in den Lokalseiten, Programmübersichten in den werbeorientierten Stadtanzeigern und Kurieren helfen den Bodenaktionswochen bei der Teilnehmerfrequenz. Während der Bodenaktionswoche sollte über die wichtigen Ereignisse von den lokal zuständigen Medien berichtet werden.

Kontakt:
NUA, Dr. Gerhard Laukötter, Tel. 02361/305-338, Fax: 02361/305-340, E-Mail gerhard.laukoetter@nua.nrw.de, www.nua.nrw.de

BODEN will LEBEN! (2)

Kopf und Sinne in den Boden stecken!

Bunter Bodenaktionstag am 18. September in Münster
Im Park hinter dem Schloss von Münster findet am Samstag, 18. September 2004 ein Bodenaktionstag statt. Etwa 25 Aussteller und Akteure werden einen in dieser Form sicherlich einmaligen Bodenparcours aufstellen. Als Höhepunkt der ersten NUA-Bodenaktionswoche haben die drei Hauptausrichter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Stadt Münster und NUA, ein informatives, unterhaltsames und erlebnisorientiertes Programm rund um den Boden arrangiert. Jede Menge Information darüber, was Boden eigentlich ist, wie man ihn auf Mangel und Nährstoffe untersucht, wie man Boden schützt, erfahren die Besucher vom Geologischen Dienst, dem Landesumweltamt und der Landwirtschaftskammer. Die Stadt Münster gibt Einblicke in Umweltkataster und Bodenbelastungskarte, präsentiert in Form von Säulen Bodenprofile aus dem Stadtgebiet und zeigt Versickerungstests. Flächenverbrauch und Bodenversiegelung sind natürlich Dauerthemen, für die die Stadt Münster Lösungswege aufzeigen will. Die Universität wendet sich an die jungen Besucherinnen und Besucher, lädt diese in die Assel- und Regenwurmwerkstatt ein, bietet einen Tastpfad an und regt an zum lustigen Bodentierkneten. Im Botanischen Garten gibt es Zeigerpflanzen für unterschiedliche Böden zu sehen. Die NUA präsentiert den LUMBRICUS, in dem man Bodenuntersuchungen vor allem mit Schulklassen durchführen kann. Zu einem besonderen Erlebnis gelangen alle Besucher des Pavillons, in dem die NUA das unbekannte Leben als „Bodenkino" vorführt. Springschwänze, Milben und Tausendfüßer riesig groß betrachtet zeigen uns, wie lebendig der Boden unter unseren Füßen ist. Die Uni Vechta kommt mit eigenem Stand samt „Wurmdompteur", der mit etwas Strom die Regenwürmer aus dem grünen Rasen herauskitzelt. Was sich mit buntem Sand und klebrigem Lehm künstlerisch gestalten lässt, zeigen die Kreativabteilungen des Bodenparcours. Informationen zu Kompost, Wurmkisten für den Hausgebrauch und ökologischem Landbau runden das bunte Programm ab. Vielleicht wird auch noch auf der grünen Wiese etwas Bodenturnen vorgeführt. Der Bodenaktionstag bietet eine Fülle von Begegnungen mit „Mutter Boden". Die Veranstalter hoffen natürlich auf viele Besucher, so dass sie sich nicht am Ende dieses Tages in Grund und Boden schämen müssen. (G. Laukötter)

Infos:  
NUA, Dr. Gerhard Laukötter, Tel. 02361/305-338, Programm unter www.nua.nrw.de

Dilemma Bodenschutz

Analyseforum am 15. September in Münster untersucht Probleme und sucht Lösungen
Im Rahmen der ersten Bodenaktionswoche der neuen Kampagne richten NUA und Universität Münster am 15.9.2004 ein Analyseforum aus, bei dem es um die Frage geht: Sind wir unfähig und unwillig zum Bodenschutz? Über Landes- und Bundesbodenschutzgesetze sind durchaus erste Erfolge erzielt, aber im Gegensatz zum Gewässerschutz findet man kaum Flächen, wo erkennbar wird, wie aktiv Boden geschützt wird. Neubaugebiete, Straßenerweiterungen und Gewerbegebietsprojekte zeigen uns dagegen recht deutlich, dass weiterhin lebendiger Boden unter unseren Füßen verschwindet. Das Analyseforum möchte aus der Sicht der Bodenwissenschaften, der Ökologie, der Zukunftsforschung und der Betroffenheit gesellschaftlicher Gruppen die Situation des Bodenschutzes aspekthaft darstellen und prozesshaft zusammenführen. Eingeladen sind zu diesem Analyseforum unterschiedliche Berichterstatter und Visionäre aus der Bodenwissenschaft, Ökologie, Umweltbildung, Raumplanung, Bodenschutz und Zukunftsforschung. Dazu kommen Sichtweisen eines Journalisten, der Agendabewegung und der Kirche. (G. Laukötter)
 
Anmeldung/Infos: NUA, Dr. Gerhard Laukötter, Tel. 02361/305-338, Programm unter www.nua.nrw.de

Agenda 21 in der Schule (1)

Vom BLK-Programm „21" zum „Transfer-21"

Förderung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung durch Bund und Länder
Transfer-21 wird ab dem 1. August 2004 die Ergebnisse des BLK-Programms „21 – Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" aufgreifen. Am 1. Juni 2004 hat der Ausschuss Bildungsplanung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) dem Transferkonzept zugestimmt. Damit kann die nachhaltige Bildung mit 10 Mio Euro für vier Jahre gefördert werden. Der Bund und die beteiligten Länder werden zu gleichen Teilen die Kosten tragen. Transfer-21 löst das seit 1999 laufende BLK-Programm „21" ab. Nachhaltige Bildungsziele und -inhalte, innovative und interdisziplinäre Lernorganisationen sowie neue Lernformen wurden entwickelt und praktiziert. Beispiele aus der schulischen Praxis wurden am 19. Juni 2004 im Harnack-Haus in Berlin auf einer bundesweiten Abschlussveranstaltung präsentiert. Die NUA stellte dabei an einem Informationsstand die NRW-Kampagne „Agenda 21 in der Schule" vor.

Rund 200 Schulen aus 15 Bundesländern haben am BLK-Programm „21" teilgenommen und in 27 Netzwerken erfolgreich miteinander kooperiert. 55 umfangreiche Unterrichtsmaterialien zu Themen der Nachhaltigkeit, zahlreiche Handreichungen über die Organisation nachhaltiger Bildung an Schulen und eine Reihe innovativer Lehrerfortbildungsprogramme liegen vor. Transfer-21 baut auf diesen Materialien und Strukturen auf. Ziel ist es, die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in allgemein bildenden Schulen breit zu verankern. Bis 2008 sollen zehn Prozent der Schulen aller am Transfer-21 beteiligten Bundesländer erreicht werden, um die Inhalte des BLK-Programms „21" in die schulische Regelpraxis zu integrieren. (BLK)

Infos:
Freie Universität Berlin, Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung, BLK-Programm „21", Koordinierungsstelle, D-14195 Berlin, Arnimallee 9, Tel. 030/838–56847, E-Mail sekretariat@service-umweltbildung.de, www.blk21.de

Vier weitere Werkstatthefte

Projekterfahrungen zum Abschluss des NRW-Modellversuchs „Agenda 21 in der Schule"
Zum Abschluss des BLK-Programms „21" sind zum Beitrag des Landes NRW vier weitere Werkstatthefte mit Projektergebnissen erschienen. Die Hefte wurden vom NRW-Modellversuch herausgegeben, Druck und Vertrieb hat die NUA übernommen.

Das Heft „Zukunft managen" dokumentiert die Erfahrungen von 4 Düsseldorfer Schulen mit der Anwendbarkeit des Managementsystems „Öko-Audit" in der schulischen Praxis. Das Werkstattheft kann Mut machen, erste Schritte auf diesem Weg zu gehen. Das Heft „Schulpartnerschaften" macht deutlich, dass die Nutzung von Schulpartnerschaften im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu einer Win-Win-Situation werden kann. Dokumentiert werden Erfahrungen mehrerer Workshops, die die Bielefelder Projektstelle „Umwelt und Entwicklung" im BLK-Modellversuch dazu durchführte.

„Zukunftsfähig mit Papier" ist das Motto eines weiteren Heftes, in dem es um „Globales Lernen" am Thema nachwachsender Rohstoffe geht. Das Heft bietet fachbezogene und fächerverbindende Unterrichtsentwürfe und Anregungen zum Thema „Papier" für Schulen aller Schulformen. Es werden Unterrichtseinheiten dokumentiert, an denen Schülerinnen und Schüler der 5., 6. und 7. Schuljahre beteiligt waren. Das vierte Heft „Lokale Strukturen" analysiert die Erfahrungen, die mit der Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischen Partnern im lokalen Umfeld gesammelt wurden. Aus verschiedenen Perspektiven werden die Schwierigkeiten struktureller örtlicher Anbindung und Unterstützung deutlich. Vor allem aber werden die Erfolgsfaktoren aufgezeigt, die die örtliche horizontale Vernetzung zu einem Gewinn für Schulen und Partner und nicht zuletzt für eine „Bildung für nachhaltige Entwicklung" machen. (anl)

Werkstattmaterialien  im BLK-Programm "21" „Agenda 21 in der Schule":

  • "Zukunft managen", 146 Seiten, A 4
  • "Zukunftsfähig mit Papier", 68 Seiten, A 4
  • "Lokale Strukturen", 64 Seiten, A 4
  • "Schulpartnerschaften", 68 Seiten, A 4

Bezug:
NUA, Postfach 101051, 45610 Recklinghausen, E-Mail poststelle@nua.nrw.de, Bezug online/Download unter: www.nua.nrw.de, Schutzgebühr je Heft: 1,- Euro

Agenda 21 in der Schule (2)

Schulen pro Recycling-Papier

Großaktion zur Förderung von Recyclingpapier in der Dortmunder Innenstadt
13. Mai 2004, 10.30 Uhr: In der Dortmunder Innenstadt werden die ersten Infostände aufgebaut. Es geht um den Kauf von Recyclingpapier. 400 Schülerinnen und Schüler werden in der nächsten Stunde aus verschiedenen Dortmunder Schulen erwartet. Seit einem Jahr bemüht sich der Arbeitskreis „Bildung und Schule" des Agenda - Kongresses das Thema „Recyclingpapier" im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. In diesem Arbeitskreis arbeiten u. a. VHS, Entsorgungsgesellschaft Dortmund (EDG), Dortmunder Energie und Wasser (DEW), BLK - Modellversuch „Agenda 21 in der Schule", Schulen aus der Landeskampagne „Agenda 21 in der Schule", Greenpeace und das Agendabüro zusammen.

Worum geht es? Der Verkauf von Recyclingpapier ist in den letzten Jahren drastisch zurück gegangen, Schreibwarengeschäfte führen kaum mehr Recyclinghefte. Gleichzeitig steigt der Verbrauch an Frischfaser-Papier, kanadische und schwedische Wälder werden abgeholzt, damit die Papierindustrie ihren Rohstoff Zellulose bekommt. In Dortmund bemüht sich Greenpeace seit langem um den Schutz der letzten Urwälder. Mit ihrer Kampagne „Schule für den Urwald" konnten bereits viele Schulen gewonnen werden, die auf den Gebrauch von Urwaldhölzern verzichten. Die jugendlichen „Greenpeacler" haben in Dortmund einen Marktcheck durchgeführt, wo es überhaupt noch Recyclingpapier zu kaufen gibt. In einigen Agenda-Schulen fanden Unterrichtseinheiten zum Thema statt. Jetzt läuft die Aktion auf ihren Höhepunkt zu: Die Großaktion in der Dortmunder Innenstadt. Zeitgleich läuft eine große Ausstellung zum Thema in der Volkshochschule.

Der Platz füllt sich mit Schülerinnen und Schülern. Eine Trommelgruppe sorgt mit selbstgebauten Trommeln aus Komposteimern für Aufsehen. Am Stand von Greenpeace können Klopapierrollen erfühlt werden. Kann man Recyclingpapier fühlen? Natürlich nicht, denn die Qualität ist inzwischen sehr gut. Papier wird geschöpft. Die Gesamtschule Scharnhorst hat eine Rallye zum Aktionstag entwickelt: Wie viel Wasser wird zur Herstellung von 1 kg Papier gebraucht? Woher beziehen die Papierfabriken ihre Zellulose? Die Katholische Hauptschule Husen und die Gustav-Heinemann-Gesamtschule verkaufen an ihrem gemeinsamen Stand Recyclinghefte, Aktenordner und Malblöcke. Informationsblätter werden von den Schülern verteilt. Das ist eine andere Form von Unterricht, hier geht es um reale Probleme. Um 16 Uhr wird abgebaut. Alle Beteiligten sind sich einig: Dieser Tag hat sich gelohnt! Wir werden weiter zusammen arbeiten. (Brigitte Bömer)
 
Kontakt:
Brigitte Bömer, Projektkoordinatorin des BLK - Modellversuchs „Agenda 21 in der Schule", E-Mail brigitte.boemer@gmx.de

Neue Bildungsmaterialien

Das Bundesumweltministerium plant die Herausgabe von Bildungsmaterialien zu umweltpolitischen Schwerpunkten wie z. B. Energie, Flächenverbrauch oder Klimaschutz. Wissenschaftlich aktuelle Daten sollen serviceorientiert aufgearbeitet werden. Die Bildungsmaterialien geben Beispiele, Impulse und Anregungen, wie sich nachhaltige Entwicklung sowie Umwelt- und Naturschutz für die Allgemeinbildung nutzen lassen. Die Materialien richten sich an alle lehr- und lernfreudige Menschen ab 12 Jahren und sind vor allem auf die Bedürfnisse von Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren zugeschnitten. (BMU)

Interessenten könne sich über die BMU-Homepage in einen Verteiler aufnehmen lassen, der regelmäßig über die Publikation von neuen Bildungsmaterialien informiert: www.bmu.de/de/1024/js/sachthemen/bildung/ee/

Schüler als Umweltspione

Die Umwelt fest im Blick haben Schülerinnen und Schüler an neun Gymnasien in Bayern, Hessen und NRW. Mit modernster Technik „spionieren" sie in Sachen Umweltschutz. Mit Hilfe von Computern und Satellitenbildern lernen sie, Umweltsituationen zu analysieren und zu verstehen. Wichtig ist der Blick über den Tellerrand: Ausgehend von der Situation vor der eigenen Haustür beschäftigen sich die Schüler mit der Umwelt weitab von daheim, zum Beispiel mit der Gefährdung des tropischen Regenwaldes. Kooperationspartner sind u.a. das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Globe Germany. Die DBU fördert das Schulprojekt mit rund 97.000 Euro. (dbu)

Infos:
NZ Hessen, Akademie für Natur- und Umweltschutz e.V., Dr.Stefan Helm, E-Mail helm.heuchelheim@T-Online.de, www.umweltspione.de

Nachhaltigkeit Lernen (1)

Ganztagsangebot EnergieAgenten

EnergieStadt und die Offene Ganztagsschule in Nordrhein-Westfalen
Im Sommer 2003 hat das Projekt „Offene Ganztagsschule" in Nordrhein-Westfalen begonnen. Im Rahmen des Ausbaus der Offenen Ganztagsschulen in Leverkusen ist das Umweltbildungszentrum NaturGut Ophoven Kooperationspartner von drei beteiligten Grundschulen. Einmal wöchentlich findet dabei seit November in zwei Leverkusener Schulen eine Umwelt-AG statt. Jeweils 25 Kinder forschen, messen, spielen und staunen bei ihrer Ausbildung zum EnergieAgenten. Bei diesem Kurs lernen die Schüler herkömmliche Energieformen kennen, entdecken neue, umweltfreundliche Methoden der Energiegewinnung, decken kleinere oder größere „Energieverbrechen" mit Messinstrumenten auf, forschen nach Möglichkeiten zum Energiesparen in der Schule oder zu Hause, setzen diese Möglichkeiten in der Gruppenarbeit praktisch um und stellen ihre Ergebnisse in der Schule plakativ aus.
 
Im Sinne der Bildung für Nachhaltigkeit eignen sich die Schülerinnen und Schüler hier Schlüsselqualifikationen an. Der Erwerb der Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Entwicklung wird auf Basis von drei Prinzipien verwirklicht: Interdisziplinäres Wissen, Partizipatives Lernen und Innovative Strukturen. In der Diskussion über den ersten Erfolg dieser neuen Kooperation wurde besonders die Einbeziehung und Vernetzung von Umweltthemen und Schule hervorgehoben - diese gilt als sinnstiftend und vorbildhaft auch für die künftige Planungen im Bereich Offene Ganztagsschule. (NaturGut Ophoven/vla)

Infos:
Förderverein NaturGut Ophoven, Talstr. 4, 51379 Leverkusen, Tel. 02171/734990, Fax 02171/30944, E-Mail zentrum@naturgut-ophoven.de, www.naturgut-ophoven.de

Let the sunshine in: Die Sonnenwerkstatt in Frechen

Schulnetzwerk zu Umwelt und Energie
„Energiethemen sind innovativ und machen Spaß – wenn man sie praktisch angeht", so lautet das Motto des Netzwerkes Sonnenwerkstatt. Das schulformübergreifende Netzwerk vereint verschiedene Projekte zu den Themen Umwelt und Energie. Ziel ist es, den Stellenwert von Umwelterziehung als Querschnittsaufgabe an den Schulen zu stärken und damit einen aktiven Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Agenda 21 zu leisten. Befreundete Firmen unterstützen das Netzwerk. „Durch diese Vernetzung wollen wir das Einzelkämpferdasein der Schulen aufbrechen, das viele von uns lange geführt haben, wenn es darum ging, Umwelterziehung im Schulalltag zu etablieren", erklärt Paul Feltes, Studiendirektor am Frechener Gymnasium und Koordinator der Sonnenwerkstatt. Die Schüler des Gymnasiums Frechen, der Mauritius Grundschule Frechen und des Gymnasiums Lechenich beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit den Bereichen Energiesparen und regenerative Energien. In der Donatusschule für Körperbehinderte aus Pulheim-Brauweiler fertigen die beteiligten Schüler Solarbaukästen an und arbeiten an einem Projekt zur Kompostierung von organischen Abfällen. Die Realschule Oberpleis verfügt über Expertenwissen im Bereich Müll und Müllvermeidung. Der Nutzen aus den einzelnen Projekten kommt allen zugute, denn die erworbenen Kenntnisse werden im Netzwerk ausgetauscht und die Projektteilnehmer unterstützen sich gegenseitig.

Aus dem Netzwerk ist inzwischen auch die Schülerfirma „Sunworker" entstanden, die durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gefördert wird. Über einen Online-Shop vermarkten die Sunworker selbst gebaute Solarradios und Messplatinen, mit denen Computer zu Umweltmessgeräten aufgerüstet werden können. Hergestellt werden die Geräte von dem angegliederten Projektteam „E-Way". Die „Energiespardetektive" bieten Energieberatungen für Firmen und Privathaushalte an. Mit Hilfe von selbst entwickelten Energiesparkoffern suchen die Detektive Einsparmöglichkeiten und zeigen Lösungen auf. Andere Gruppen forschen zu Themen wie Klima, Verkehr oder Antriebssysteme. Auf einer von den Schülern gestalteten Kommunikationsplattform im Internet können Ideen und Projektberichte eingestellt und somit „virtuelle Werkräume" geschaffen werden.

Das Engagement der Schüler und Lehrer wird belohnt: Die einzelnen Projekte konnten bereits zahlreiche Wettbewerbe und Preise gewinnen, unter anderem den WDR-Future-Online Award 2002 sowie 2003 den 3. Preis beim FOCUS-Wettbewerb „Schule macht Zukunft". Doch trotz aller Erfolge und der Begeisterung der Schüler für ihre Arbeit könnte das Projekt gefährdet sein. Denn die Förderungen laufen demnächst aus. Werden keine neuen Sponsoren gefunden, ist die Zukunft des Netzwerkes Sonnenwerkstatt ungewiss. (Paul Feltes/vla)

Kontakt:
Paul Feltes, Gymnasium Frechen Rotdornweg 43, 50226 Frechen, Tel. 02234/955560, E-Mail Paul.Feltessonnenwerkstattde, www.sonnenwerkstatt.de

Nachhaltigkeit Lernen (2)

Allianz Nachhaltigkeit Lernen

Deutsches Nationalkomitee begleitet die UN-Weltdekade
Am 27. Mai hat sich in Berlin das Deutsche Nationalkomitee für die von den Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufene Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Gerhard de Haan, Freie Universität Berlin, Leiter des Bund-Länder-Modellprogramms BLK 21, berufen. Nach ihrer Berufung durch die Deutsche UNESCO-Kommission gehören dem neuen Nationalkomitee zwölf Experten aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, sechs Vertreter des Deutschen Bundestages, der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz und weitere fünf Persönlichkeiten an, die sich öffentlichkeitswirksam für Nachhaltigkeit engagieren. Das Nationalkomitee hat die Aufgabe, einen nationalen Aktionsplan für die kommenden zehn Jahre zu entwickeln und eine „Allianz Nachhaltigkeit Lernen" in Deutschland zu schmieden. Am 1. Juli erteilte der Deutsche Bundestag dazu einstimmig den Auftrag. Zwei Aufgaben will das Nationalkomitee in den kommenden Monaten angehen: Es will mehrere Hundert Institutionen und Experten kontaktieren und Vorschläge für neue Bildungsinitiativen sammeln. Ein erster Entwurf für einen deutschen Aktionsplan soll bis Oktober stehen.
 
Die Deutsche UNESCO-Kommission ruft interessierte Akteure auf, sich für diese „Allianz Nachhaltigkeit lernen" zu bewerben. Die Mitglieder der Allianz haben die Möglichkeit, Vorschläge für neue Bildungsinitiativen zu machen und somit den nationalen Aktionsplan und dessen Umsetzung aktiv mitzugestalten. Das Nationalkomitee lädt interessante Akteure nach einem Auswahlverfahren zu einem ersten „Runden Tisch" am 2. November 2004 ein, auf dem die Ideen für die nächsten zehn Jahre vorgestellt werden. Sowohl Experten als auch Institutionen und Organisationen können sich für die „Allianz Nachhaltigkeit Lernen" bewerben. Der Vorsitzende des Nationalkomitees, Prof. Dr. Gerhard de Haan erklärt hierzu: „So wie die EXPO 2000 nicht nur in Hannover stattfand, soll die Dekade nicht nur an einem Ort stattfinden, sondern in ganz Deutschland sichtbar und spürbar sein. Es gibt viele gute Initiativen und hervorragende Projekte in Deutschland wie in vielen anderen Ländern. Unser Ziel ist es, dass wir in zehn Jahren nicht nur in allen Schulen etwas verändern, sondern die Gesellschaft insgesamt bereit ist, eine Politik des Umsteuerns auf nachhaltige Wirtschaft, von Energie über Produktion bis zum Konsum, zu tragen und umzusetzen." (unesco aktuell/anl)     
 
Vorschläge für Akteure des Runden Tisches und direkte Bewerbungen können bis 15.9.2004 gerichtet werden an: Prof. Dr. Gerhard de Haan, Freie Universität Berlin, Vorsitzender des Nationalkomitees, Arnimallee 9, 14195 Berlin, E-Mail sekretariat@dekade.org
 
Dekade "Education for Sustainable Development" 2005 - 2014
Auf Empfehlung des Weltgipfels zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg (WSSD, 2002) hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Dekade Education for Sustainable Development (UNDESD) für den Zeitraum 2005 bis 2014 beschlossen. Die Dekade ist Konsequenz aus der 1992 in Rio de Janeiro verabschiedeten Agenda 21 wie auch des in Johannesburg verabschiedeten „Plan of Implementation". „Bildung für nachhaltige Entwicklung" wird in beiden Dokumenten als unerlässliche Voraussetzung für die weltweite Förderung einer nachhaltigen Entwicklung gesehen und als Querschnittsaufgabe des gesamten Bildungswesens aufgefasst. Die UNESCO ist mit der Federführung der Dekade beauftragt. Sie ist verantwortlich für die Vorbereitung der Beschlüsse der UN-Generalversammlung, die Abstimmung mit allen anderen UN-Organisationen und Programmen sowie für die Umsetzung der Dekadenziele und deren Monitoring.

Infos:

Andreas Baaden, Bildungsreferent der Deutschen UNESCO-Kommission, Tel. 0228/60497-17, E-Mail baaden@unesco.de, www.unesco.de

NRW-Auftakt zur UN-Dekade

Bildungsgipfel geplan
Zum Auftakt der UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung", die 2005 beginnt, plant das „Aktionsnetzwerk Zukunft lernen - AZUL" einen Bildungsgipfel. Neben AZUL werden das MUNLV, weitere Ministerien und die UNESCO an diesem Tag die Bildungsakteure für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus NRW einladen und unterschiedliche Schwerpunkte beleuchten. Chancen und Anliegen werden ausgelotet und zukünftige Kooperationen geknüpft: Gemeinsam will man gut aufgestellt in diese Dekade gehen! Interessierte aus allen Bildungsbereichen können sich bereits jetzt in den Verteiler aufnehmen lassen und melden sich hierzu beim Verband für Umweltberatung NRW e.V., der die organisatorische Vorbereitung der Veranstaltung übernimmt. (vub)

Kontakt:
Verband für Umweltberatung NRW e.V., Evinger Platz 11, 44339 Dortmund, Marion Rudolph, Tel. 02182/1308, Fax 02182/10682, E-Mail marion.rudolphwelcome-pmsde

Naturschutz (1)

Inwieweit können Einkünfte aus der Pflege von Naturschutzflächen zur Liquidität von Betrieben beitragen? Fotos: A. Niemeyer-Lüllwitz

 

Einkommen aus Naturschutzleistungen

NUA-Tagung erörtert Chancen für die Land- und Forstwirtschaft
Auch für den Naturschutz und die Erhaltung unserer Kulturlandschaft ist die dauerhafte Existenz leistungsfähiger land- und forstwirtschaftlicher Betriebe wichtig. Im Mittelpunkt einer NUA-Tagung in Kooperation mit dem Forstamt Euskirchen und der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e. V. Anfang Juli in Nettersheim standen deshalb Einkünfte aus Naturschutzleistungen der Landwirtschaft, die helfen, zur betrieblichen Liquidität beizutragen. Leider sind diese Einkünfte für Agrarumweltmaßnahmen mittelfristig nur unzureichend planbar, so die Erläuterungen eines besuchten Landwirtes. Zum langfristigen Erhalt notwendige Investitionen im Betrieb können deshalb kaum getätigt werden. Die Förderung für Agrarumweltmaßnahmen in der Landwirtschaft erfolgt in der Regel flächenbezogen, während forstliche Förderungen meist maßnahmenbezogen gezahlt werden. Dabei handelt es sich allerdings, so erläuterte Heiner Brodale (NRW-Umweltministerium), nicht um „neue" Einkommensmöglichkeiten, sondern lediglich um Ersatz für (künftig
zu erwartende) Einkommensausfälle. Dies sollte bei der Verwendung dieser Mittel bedacht werden! Das Ökokonto biete gute Möglichkeiten, Naturschutzmaßnahmen als Ausgleich für Eingriffe in einem Pool zu bündeln und so die Umsetzung und Kontrolle zu erleichtern. Die Bewertungsinstrumente und –maßstäbe, dies zeigte Georg Leefken (Uni Göttingen) an einem Praxisbeispiel, sind praxisreif, bedürfen aber noch einer Standardisierung bzw. müssen jeweils regional angepasst werden. Bei der Suche nach Einkommensalternativen sind Fantasie und Beweglichkeit gefragt, allerdings darf nicht außer acht gelassen werden, dass es sich oftmals nur um kleine Marktnischen handelt. (Manfred Kebbel)

Flächenverbrauch und Eingriffsregelung

Ökolandbautage NRW: BUND/NUA-Tagung     
Mit 15 ha/Tag ist der rasante Flächenverbrauch nach wie vor eines der größten Probleme in NRW. Allein der Landwirtschaft gehen jährlich etwa 7.000 ha Äcker, Wiesen und Weiden verloren. Im Dezember 2003 hatten sich die NRW-Bauernverbände und die Naturschutzverbände daher zu einer „Allianz gegen den Flächenfraß" formiert. Auf einer von der NUA in Kooperation mit dem BUND organisierten Tagung am 30. Juni präsentierten die Naturschutzverbände der Landwirtschaft ein Eckpunktepapier mit ihren Forderungen zur Eingriffsregelung. Einig ist man sich in der Forderung nach einem besseren Flächenmanagement und in der Ablehnung flächenintensiver Großvorhaben. Nach Auffassung der Naturschutzverbände muss zudem die Rangfolge „Ausgleich vor Ersatzgeld" erhalten bleiben, auch um der Landwirtschaft zukünftige „grüne Dienstleistungen" zu ermöglichen. Zur Verbesserung der Sicherung von Kompensationsmaßnahmen sind eine bessere Vollzugskontrolle durch die Unteren Landschaftsbehörden (Abnahme) und ein Abgleich mit dem Flächenverzeichnis der Landwirtschaftskammer notwenig. Einig war man sich in der Schaffung von Flächenpool- und Biotopverbundsystemen, die Ausgleich und Ersatz für Eingriffe sichern könnten. Ein Öko-Konto wird aber seitens des BUND aufgrund der schlechten Erfahrungen aus der Bauleitplanung abgelehnt. (Klaus Brunsmeier)

Naturschutzprojekt Senne

14 Millionen Euro Fördermittel
Das Bundesumweltministerium und das NRW-Umweltministerium gaben Anfang 2004 den Startschuss zur Sicherung und Entwicklung einer der bedeutendsten Naturressourcen in Deutschland – der Senne. Der Zweckverband „Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald" ist Träger des Projektes, das Maßnahmen außerhalb des Truppenübungsplatzes umfasst. Es wird im Rahmen des Bundesförderprogramms „Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung" durchgeführt. Dazu wollen Bund (80 %) und das Land (20 %) bis 2015 insgesamt 14 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das Förder-Kerngebiet umfasst eine Fläche von 1.600 Hektar und besteht aus sechs Teilgebieten, die vor allem durch ausgedehnte Buchenwälder, Moore, Sandtrockenrasen, Heiden und klare Fließgewässer geprägt sind. In der Phase 1, einer „Moderationsphase", soll unter breiter Beteiligung aller im Planungsraum Betroffenen wie z. B. der Gemeinden und unter Berücksichtigung der Interessen der Flächeneigentümer ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet werden. In der zweiten Phase werden bis zum Jahr 2015 Flächen angekauft und Maßnahmen zur Schaffung von Biotopen durchgeführt. (MUNLV)

Naturschutz (2)

Obstwiesenschutz: Wie geht es weiter?

NUA-Workshop diskutiert Bilanz und Perspektiven
Ein Workshop, an dem aus ganz NRW über 80 Akteure aus dem Obstwiesenschutz teilnahmen, zog am 9. Juli in Köln eine Bilanz und diskutierte Handlungsansätze für die weitere Arbeit. Etwa zeitgleich mit den ersten Bildungsangeboten der NUA bzw. ihrer Vorgängereinrichtung zum Obstwiesenschutz entwickelten sich in NRW seit etwa 15 Jahren eine Vielzahl von Projekten. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit hat seitdem sehr viele Menschen erreicht. Vielen Flächen werden wieder betreut, gepflegt, Äpfel werden geerntet, Bäume nachgepflanzt. Eindrucksvolle Zahlen dazu präsentierte auf der Tagung Lydia Bünger vom Modellprojekt „Obstwiesenschutz in NRW". Zahllose Verbände, Einrichtungen und Gruppen in NRW kümmern sich inzwischen um die Pflege von Obstwiesen und die Verwertung des Obstes. Verschiedene vom Land geförderte Modellprojekte, ein landesweiter Koordinierungsausschuss und reginale Kooperationen haben bewirkt, dass ein gut funktionierendes landesweites Netzwerk „Obstwiesenschutz" entstanden ist.

Diese Erfolge sind vor allem das Ergebnis ehrenamtlicher Arbeit. Streuobstprojekte haben für den Naturschutz eine Funktion als „Sympathieträger", so Ralf Bilke vom BUND. Die Unterstützung der Schutzbemühungen durch Aufpreisvermarktung sei ein Erfolgsmodell, aber langfristig sei diese Subventionierung der Obstwiesen durch das Ehrenamt kaum tragbar. Einer der vier Arbeitskreise der Tagung beschäftigte sich deshalb intensiv mit Finanzierungsmöglichkeiten für den Obstwiesenschutz. Dabei wurde als eine Idee die Schaffung einer Stiftung „Obstwiesen NRW" diskutiert. Auch die stärkere Beteiligung der Keltereien wurde gefordert, da sie für die Produktion eines hochwertigen Saftes vom Erhalt der Streuobstwiesen profitieren.
 
Klaus Brunsmeier (Landesvorsitzender des BUND) hob besonders die Erfolge des seit 2002 laufenden, vom Land NRW aus EU-Mitteln geförderten Modellprojektes hervor. Die damit in allen Obstregionen NRWs laufende Beratungsarbeit habe zu einer wesentlichen Stabilisierung der Schutzbemühungen in den Regionen geführt. Er setzte sich deshalb für eine Fortführung und Weiterentwicklung des Projektes ein. Ob das Projekt aber fortgeführt werden kann, ist nach Einschätzung von Dr. Verbücheln (Umweltministerium) noch nicht sicher. (anl)

Kontakt:
NUA, Adalbert Niemeyer-Lüllwitz, Tel. 02361/305-335, E-Mail adalbert.niemeyer-luellwitznua.nrwde

Blühende Landschaft

Netzwerk zur Förderung der Insektenwelt
Ziel des von Imkern, Naturschutzverbänden und Verbänden des ökologischen Landbaus gegründeten Netzwerks Blühende Landschaften ist es, die heimische Insektenwelt zu fördern. Um heimische Bienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge ausreichend zu ernähren, sind blühende Pflanzen notwendig. Viele Pflanzen sind wiederum auf Insekten für die Bestäubung angewiesen. Die Intensivierung der Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Verlust blühender Gräser und Wildpflanzen geführt. Zusammen mit Wissenschaftlern und Praktikern sollen Konzepte für eine insektenfreundliche Landschaft entworfen werden. Zum Beispiel sollten beim Zwischenfruchtanbau artenreiche Saatgutmischungen verwendet werden. Auch Untersaaten mit Kleearten sind geeignete Mittel zur Verbesserung der Nahrungsgrundlage für Insekten. Aber nicht nur Landwirte, auch jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, "blühende" Landschaften zu schaffen, indem artenreiche Blumenwiesen, heimische Sträucher, blühende Blumen, Küchenkräuter und Wildpflanzen angepflanzt und ausgesät werden. (Renate Kessen, aid)

Infos: Utto Baumgartner, Tel. 08541/9199759, Fax 08541/915473,
E-Mail info@bluehende-landschaft.de, www.bluehende-landschaft.

NRW-Obstwiesentage 2004

Aktionstage am 2. und 3. Oktober in Lindlar
Mit Apfeltagen und Obstwiesenfesten ist es in vielen Regionen erfolgreich gelungen, Menschen für den Erhalt von Streuobstwiesen zu gewinnen. Erstmals wird 2004 eine solche Veranstaltung für das ganze Land angeboten. Gemeinsame Ausrichter sind der Landschaftsverband Rheinland, das Modellprojekt „Obstwiesenschutz NRW" der drei anerkannten Naturschutzverbände und die NUA. Ziel der Veranstaltung ist es, in der breiten Öffentlichkeit auf die Bedeutung dieser Arbeit aufmerksam zu machen. Die Veranstalter erhoffen sich vom NRW-Obstwiesentag ein landesweites Signal, dass der Einsatz für Obstwiesen als gesellschaftlich bedeutsame Aufgabe noch stärker von Politik und Verwaltungen unterstützt wird. Auf dem Gelände des Bergischen Freilichtmuseums in Lindlar erwartet die Besucher an zwei Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr ein geschmackvolles und informatives Programm. Neben den leckeren Obstprodukten geht es dabei besonders um die vielfältigen Initiativen und Projekte zum Schutz von Obstwiesen. (anl)

Infos:
Bergisches Freilichtmuseum, 51789 Lindlar, Tel. 02266/9010-0, E-Mail bergisches-freilichtmuseum@lvr.de, www.lvr.de/kultur/bflm/index.htm

Nationalpark

Forschung im Nationalpark Eifel – Was ist erforderlich?

Workshop am 10. September 2004 in Nettersheim
Die Ausweisung des Nationalparks Eifel zum 1. Januar 2004 als 14. Nationalpark in Deutschland und als erster Nationalpark des Landes NRW schließt eine wesentliche Lücke im Netz der Nationalparke. In Anbetracht der Nähe zu den großen Ballungsräumen eröffnen sich zudem neue Chancen einer positiven und nachhaltigen Entwicklung auch der gesamten Region. Um diese Ziele zu erreichen bedarf es der Partizipation und Integration von Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit sowie einer koordinierten Abstimmung. Zur Unterstützung dieser Prozesse veranstalten der Förderverein Nationalpark Eifel e.V. und die NUA in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung in der Region Eifel, dem Nationalparkforstamt Eifel und der LÖBF unter dem Titel „Forschung im Nationalpark Eifel und in der Region – Was ist erforderlich?" einen ersten Workshop.
 
Zu der Tagung werden über 100 Fachleute aus Wissenschaft und praktischer Naturschutzarbeit erwartet. Zunächst werden mit einführenden Vorträgen Rahmenbedingungen und Grundlagen für die Nationalpark-Forschung aus Sicht von Behörden und Verbänden dargestellt. Sechs Themenworkshops, für die namhafte Referenten aus dem Forschungsbereich gewonnen werden konnten, beschäftigen sich dann intensiv mit dem Forschungsbedarf. Dabei geht es u.a. um biotische und abiotische Faktoren, um die innere und äußere Entwicklung, um die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark und die Entwicklung der Nationalparkregion. (NUA)

Infos: NUA, www.nua.nrw.de,
Förderverein Nationalpark Eifel e.V. www.foerderverein-nationalpark-eifel.de

Tourenbuch Nationalpark Eifel

Thementouren für Wanderer
Pünktlich zur Eröffnung der Wandersaison im neuen Nationalpark Eifel ist ein Tourenbuch für Wanderer und Radfahrer erschienen. Das Buch zeigt nicht nur attraktive Wander- und Radtouren, sondern stellt in eigenen Kapiteln zu jeder Tour die wichtigsten Themen und Anliegen des Nationalparks vor. Jede Tour behandelt mehrere Themen. Dies kann ein erhaltenswerter Lebensraum, eine interessante Tierart, eine historische Nutzfläche oder ein bedeutendes Denkmal sein. Ein Kapitel erläutert die Entstehung des Nationalparks und stellt seine Bedeutung in nationalen sowie internationalen Zusammenhang. Auf diese Weise können die Besucherinnen und Besucher ihren Aufenthalt in der beeindruckenden Landschaft aus Wald und Wasser des Nationalparks gut vorbereiten. Angaben über den jeweiligen Schwierigkeitsgrad, Anfahrtsmöglichkeiten, Tourenlängen mit Wanderzeit, Einkehrmöglichkeiten und weitere Attraktionen im Umfeld ermöglichen eine individuelle Gestaltung von Wandertouren. (Nationalparkforstamt Eifel)

ThemenTouren im Nationalpark Eifel, Herausgeber: NRW-Stiftung, Eifelverein, J. P. Bachem-Verlag, 174 Seiten mit 150 Abbildungen, ISBN 3-7616-1741-0, Preis: 9,95 €

Gender im Nationalpark Eifel

Pilotprojekt untersucht zielgruppenspezifische Kommunikationsprozesse
Frauen und Männer, Mädchen und Jungen haben unterschiedliche Einstellungen und Bezüge zur Natur sowie unterschiedliche Interessen an Naturerlebnissen. Doch welche Bildungsangebote interessieren diese unterschiedlichen Zielgruppen und wie sollten diese gestaltet sein? Wie kann die Idee und Zielsetzung eines Nationalparks gender- und zielgruppengerecht kommuniziert werden? Und wie ist es möglich, diese Punkte in der alltäglichen Arbeit eines Nationalparks zu berücksichtigen? Der Nationalpark Eifel will mit dem Pilotprojekt „Einführung des Gender Mainstreaming im Nationalpark Eifel (speziell Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit)" praxistaugliche Antworten auf diese Fragen finden. Die wissenschaftliche Beratung und Begleitung übernimmt das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE). Ziel des Projektes ist es, für die Teilbereiche Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Forschung konzeptionelle Grundlagen zu erarbeiten. (Nationalparkforstamt Eifel)

Infos:
Nationalparkforstamt Eifel, Urftseestraße 34, 53937 Schleiden-Gmünd. Tel. 02444/9510-42; www.nationalpark-eifel.de , www.isoe.de/projekte/nrwgenderf.htm

Eine Welt

Faire Woche 2004

Die Eine Welt auf dem Frühstückstisch
Faire Frühstücke quer durch die Republik sollen in der Fairen Woche 2004 auf die Vielfalt fair gehandelter Produkte aufmerksam machen. Vom 20. bis 26. September 2004 werden Supermärkte, Weltläden, Initiativen, Gastronomie, Verbände und Einzelpersonen im gesamten Bundesgebiet mehrere hundert Veranstaltungen mit dem Ziel durchführen, dem Fairen Handel mit den Ländern des Südens eine größere Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ein Faires Frühstück oder Brunch bieten eine gute Möglichkeit, die Vielfalt der fair gehandelten Produkte in einem ansprechenden Rahmen zu präsentieren. Menschen, die bisher noch keinen Kontakt zum Fairen Handel haben, können so Kaffee, Tee, Honig, Kakao, Bananen, Orangensaft, Reis oder Mangos genießen und über die Leistungen des Fairen Handels informiert werden. Die Faire Woche ist eine Aktion des „Forums Fairer Handel", in dem sich die wichtigsten Akteure des Fairen Handels in Deutschland zusammengeschlossen haben. (TransFair)

Info:
TransFair, Remigiusstr. 21, 50937 Köln, Tel. 0221/9420400, E-Mail info@transfair.org, www.fairewoche.de

Eine Welt im Unterricht

Das neue Materialienverzeichnis „Eine Welt im Unterricht - Sek. I und II" enthält Hinweise und Kurzbeschreibungen auf mehr als 500 Unterrichtsmaterialien, Fachbücher, Spiele, Plakate und CD-ROMs zum Themenbereich Eine Welt/Dritte Welt. Hinzu kommen aktuelle Internet-Adressen zu entwicklungspolitischen Themenfeldern. Das Materialverzeichnis ist eine aktuelle und nützliche Arbeitshilfe für alle, die im Unterricht oder in der Erwachsenenbildung Entwicklungspolitik, Globalisierung oder ökologische Zukunftsfragen zum Thema machen wollen. (anl)

Materialien, Medien, Adressen. Ausgabe 2003/2004. Broschüre A4, 71 S., 2,50 €. zzgl. Versand, Welthaus Bielefeld e.V., Tel. 0521/98648-0, Email info@welthaus.de, www.welthaus.de

Gender im Fairen Handel

Ein aktuelles Themenheft der Kampagne „Wir handeln fair. NRW." des Eine Welt Netzes NRW befasst sich umfassend mit den Genderaspekten des Fairen Handels. Dabei werden Auswirkungen des neuen Welthandelssystems auf die Geschlechterbeziehungen, Geschlechterdiskriminierung und Armut von Textilarbeiterinnen sowie einkommensschaffende Maßnahmen für Frauen unter die Lupe genommen. Beispiele aus der Praxis beleuchten positive Ansätze bei Projekten im Süden. Auch die Umsetzung in den Fair Handelsorganisationen und Weltläden wird kritisch betrachtet. Aktionsvorschläge, Materialliste und Links geben wichtige Anregungen für die eigene Arbeit. (anl)

Bezug:
Eine Welt Netz NRW, Büro für Fairen Handel, c/o InWEnt, Tel. 0211/8689-174, Fax -171, E-Mail monika.duelge@inwent.org, www.eine-welt-netz-nrw.de

Quiz und Spiel zum globalen Lernen

Quiz-Spiele und Quiz-Sendungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Das Welthaus Bielefeld hat jetzt ein Quiz zusammengestellt, das dieses Interesse aufnimmt und auf die Bereiche Entwicklung – Globalisierung – Umwelt – Zukunft lenkt. 360 Fragen mit 1440 Antwortmöglichkeiten stehen zur Auswahl. Das Quiz kann im Wettbewerb mit bis zu sechs Kleingruppen bzw. Spielerinnen und Spielern gespielt werden und ist netzwerkfähig. Es ist geeignet für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und Erwachsenengruppen.

Das ebenfalls vom Welthaus herausgegebene „Entwicklungsspiel" ist ein neu entwickeltes und erprobtes Gesellschaftsspiel. Zentrale Fragestellungen von Globalisierung und nachhaltiger Entwicklung werden spielerisch erfahrbar. Dabei geht es schwerpunktmäßig um die Auseinandersetzung mit der eigenen Wohlstandsmehrung und eigenem Fortkommen im Globalisierungswettlauf einerseits und um die Reflektion über die Belange von Entwicklung und Umwelterhaltung andererseits. Zielgruppen sind Schulklassen, Eine-Welt-Gruppen sowie Erwachsenenkreise. (anl)

Bezug:
Welthaus Bielefeld e.V., August-Bebel-Str. 62, 33602 Bielefeld, Tel. 0521/98648-0, Fax 0521/63789, E-Mail info@welthaus.de, www.welthaus.de (Quiz: 10,- €, Spiel 30,- € zzgl. Versand)

Neue Eine-Welt-Beauftragte

Das Landeskabinett hat Christiane Jerman auf Vorschlag von Umweltministerin Bärbel Höhn als Eine-Welt-Beauftragte der Landesregierung berufen.

Kontakt:
www.munlv.nrw.de

Internet

Hochwasser-Special.de

Internetportal für Jugendliche gestartet
Die Naturschutzjugend (NAJU) hat ein bundesweites Aktions- und Informationsportal im Internet gestartet, um über Fließgewässerverbauung und Hochwasser zu informieren. Das von einem Team von jungen Leuten initiierte Internetportal www.hochwasser-special.de bietet für Jugendliche und MultiplikatorInnen der Bildungsarbeit Grafiken und Materialien zum Thema Fließgewässerökologie und Hochwasser. Insbesondere für Lehrer der Sekundarstufen sind zahlreiche Animationen erstellt worden, die im Unterrricht eingesetzt werden können. Jugendgruppen oder Familien können die Bachuntersuchungen anhand neu entwickelter, einfacher Verfahren mal etwas anders abwickeln als in der gängigen Umweltbildungs-Literatur erwähnt. Der sehr erfolgreiche und daher leider in Printform vergriffene „Kombi-Leitfaden", mit dem man sowohl Wasserqualität als auch Gewässermorphologie „messen" kann, ist ebenfalls im Downloadbereich verfügbar. Printmaterialien ergänzen das Angebot. Ein sogenanntes „Hochwasser-Special-Pack" mit Broschüre, Postkarten und anderen Materialien kann (gegen Porto-Erstattung) angefordert werden. Im Herbst wird dieses Projekt Teil des Strategiespiels „Die Entsiegler" sein – wer dann etwas zum Thema Entsiegelung und Bachrenaturierung macht, kann durch ein Punktesystem und Preise belohnt werden. (NAJU/anl)

Kontakt:
Team hochwasser-special.de, c/o NAJU Bundesgeschäftsstelle, Herbert-Rabius-Str. 26, 53225 Bonn, Tel. 0228/403619-0, www.hochwasser-special.de/go

Online mit der Natur

Großschutzgebiete als Erlebnisorte
Im Rahmen des Projektes „Online mit der Natur - Lern- und Erlebnisort Großschutzgebiete" hat die Naturfreundejugend zwei CD-ROM veröffentlicht. Die CD „Online mit der Natur" enthält umfangreiche Hintergrundinformationen zu den über 100 deutschen Großschutzgebieten (Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate) sowie Erlebnisberichte und Projektbeispiele aus der Umweltbildung. Die anschauliche Darstellung motiviert dazu, sich mit jungen Menschen auf die Reise in eines der über 100 schönen deutschen Großschutzgebiete zu begeben! Die CD-ROM „Lern- und Erlebnisort Großschutzgebiete" enthält über 1.500 Unterkünfte in den Gebieten. Die Unterkünfte werden mit ihren Umweltbildungsangeboten vorgestellt. (anl)

Bezug:

Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228-9415-0, www.naturfreundejugend.de (je CD 9,80 € zzgl. Versandkosten)

Natur- und Umwelt im www

Studie wertet 300 Internetangebote aus
Wann kann Umweltkommunikation über das Internet erfolgreich sein? Wie können abgestufte Informationskonzepte unter Einbeziehung unterschiedlicher Medien erfolgreich realisiert werden? Diese und andere Fragen wurden in der Studie „Internetanwendungen im Natur- und Umweltschutz" untersucht. Das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) hat dazu im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) rund 300 Internetseiten ausgewertet. 34 ausgewählte Seiten wurden per Telefoninterview genauer untersucht, darunter auch die NUA-Seite www.nationalpark-eifel.nrw.de. Dabei handelt es sich im Sinne der Fallstudie um positive und beispielhafte Webseiten, die Vorbildcharakter besitzen, so die DBU. Diese 34 Seiten wurden aber nicht im Sinne einer "Bestenliste" ausgewählt. Für die Auswahl war z. B. auch ein wichtiges Kriterium, dass alle Themenbereiche der Studie abgedeckt sowie alle Anbieterarten vertreten waren. Aus den Untersuchungen wurden praktische Erfolgskriterien abgeleitet, die in Form einer umfangreichen Empfehlungsliste ins Netz gestellt wurden. Um Missverständnissen vorzubeugen, weisen die Verfasser darauf hin, dass es sich bei der Studie nicht um ein Webseiten-Ranking handelt. Vielmehr lautet das Motto der Studie zusammengefasst: „Von vorbildlichen Beispielen lernen". (DBU/anl)

Infos:
ZUK, Postfach 1705, 49007 Osnabrück, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel. 0541/9633-901, E-Mail zuk@dbu.de, www.dbu.de/internetstudie11.html

Aktionstipps zur Gentechnik

www.informationsdienst-gentechnik.de
Zur Unterstützung derjenigen, die sich in Stadt und Land für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft und Ernährung engagieren, wurde der Informationsdienst Gentechnik von Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher und Bauernverbänden ins Leben gerufen. Interessierte Bürger, Landwirte, Verbraucher- und Umweltschützer können sich zu Fragen der Gentechnik per Internet und Fax an den Informationsdienst wenden. Zu dem Serviceangebot des Informationsdienstes gehört das Aktionsportal www.informationsdienst-gentechnik.de Hier finden sich aktuelle Nachrichten, Termine und Informationen zur Agrar-Gentechnik, Pressekontakte und Links sowie Aktionstipps und Materialien für Bürgerinnen und Bürger, Journalismus, Initiativen und regionale Aktionsbündnisse. (vla)

Ausstellungen

Der Energie auf der Spur

Ausstellung Energie@home der DBU
Warum friert ein Eisbär nicht? Was ist eigentlich Biomasse? Wie lässt sich im Alltag Strom sparen? Antworten gibt seit April die interaktive Ausstellung Energie@home. Ein Jahr lang stellt sie im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück zukunftsweisende Energietechnik in den Mittelpunkt. Animationen, Experimente und Modelle zum Anfassen und Ausprobieren laden die Besucherinnen und Besucher ein, dem Thema Energie selbst auf die Spur zu kommen. Die Ausstellung, eine Kooperation der DBU mit der Deutschen Energie-Agentur (dena), zeigt unter anderem an konkreten Beispielen, wie Sonne, Wind und Wasser als Energiequellen im privaten Haushalt genutzt werden können. (dbu/vla)

Klimaschutz-Ausstellung

Material und Aktionsideen für Schulen
Die Aktion Klimaschutz der Deutschen Energie-Agentur GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem Klima-Bündnis eine Klimaschutz-Ausstellung für Schulen entwickelt. Im Paket sind neben 29 Ausstellungstafeln und Hintergrundinformationen auch zahlreiche Aktionsideen wie beispielsweise Rollenspielmaterial für internationale Klimaschutzverhandlungen enthalten. Die Materialien vermitteln 15- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schülern Grundlagenwissen rund um das Thema Klima und Klimaschutz und können dazu motivieren, einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Ausstellungstafeln, Aktionsideen und Links gibt es als Download-Angebote im Internet. (anl)

Kontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Chausseestr. 128 a, D-10115 Berlin, E-Mail info@aktion-klimaschutz.de, www.aktion-klimaschutz.de

Emsausstellung

Wanderausstellung geht auf Reisen
Anfassen, schütteln, selber aktiv sein - das sind Dinge, die in Ausstellungen oder Museen meist nicht möglich sind. Weil das aber Spaß macht, gibt es nun eine besondere, vom NABU konzipierte und von der nordrhein-westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung geförderte Ausstellung über die Ems. Die Ems durchfließt in NRW sechs Kreise und kreisfreie Städte und ist namensgebend und identifikationsstiftend. Sie durchfließt Ackerland und Städte, ist Trinkwasserspender, Erholungsraum und mit ihrer Aue das wohl längste Naturschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen. All diese unterschiedlichen Nutzungsansprüche führen zu Konflikten, die mit möglichen Lösungswegen in der Ausstellung aufgezeigt werden. Zudem wird die Ems mit ihrem Naturraum vorgestellt und als Fluss erlebbar gemacht. Die Wanderausstellung wird in NRW von der Quelle der Ems bis zur Landesgrenze bei Rheine wandern und in Rathäusern, Bürgerzentren und Schulen gezeigt. (NABU)
      
Infos:
NABU-Naturschutzstation Münsterland, Christian Göcking, Zumsandestr. 15, 48145 Münster, 0251-9879953, E-Mail nabustat@muenster.de, www.Lebendige-Ems.de

Runter vom Holzweg

Ausstellung rund ums Thema Holz
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Holz steht im Mittelpunkt einer neuen, etwa 200 qm großen Wanderausstellung, die ARA gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW und dem NABU NRW erstellt hat. Themen sind die Bedeutung der Wälder als Klimastabilisator, als Ökosystem, als Lebensraum indigener Völker und als Quelle einer Vielzahl von Waldprodukten, die auch in unserem alltäglichen Leben eine große Rolle spielen. Daneben werden Wälder als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffes Holz thematisiert. Die Ausstellung wirbt für eine naturnahe, nachhaltige Waldbewirtschaftung und für den Wertstoff Holz: Die Schönheit und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz zeigt beispielsweise ein mehr als zwei Meter hoher Holzturm mit über 60 verschiedenen Holzmustern. (ARA)

Ausleihe:
ARA-Geschäftsstelle, Tel.: 0521/65943, E-Mail Ara@araonline.de, www.araonline.de

Veröffentlichungen (1)

Klimaschutz für Kinder

Spiel- und Bastelideen zum Klimaschutz
Mit fantasievollen Spiel- und Lernmaterialien will die Aktion Klimaschutz Kindergarten- und Grundschulkinder für den Klimaschutz begeistern. Die beiden Pinguine Prima & Klima stehen im Mittelpunkt des umfangreichen Angebots für 4- bis 8-jährige Kinder, das auf der Homepage der dena als kostenloses Download angeboten wird. Kindgerecht erzählte Geschichten, zahlreiche Ideen zum Basteln und Experimentieren rund um die Themen Energie und Klima sind die Bestandteile der Spiel- und Lernmaterialien. Die Kinder schlüpfen in die Rolle der Pinguine. „Prima" ist kalt in seinem Iglu, aber zum Glück hat „Klima" die Energiefresser entdeckt, die ihm die Wärme rauben. Anhand einfacher Beispiele können so Kinder erkennen, dass das Klima von Menschen beeinflusst werden kann. Sie erhalten eine grobe Vorstellung von dem was sich hinter den Begriffen „Klima" und „Energie" verbirgt. Zudem wird das Gefühl vermittelt, dass eine effektive Energienutzung Spaß machen kann. Erwachsenen bieten die Materialien wertvolle Hintergrundinformationen. So können sie sich für alle Fragen der Kinder wappnen. (anl)

Kontakt:

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Chausseestr. 128 a, 10115 Berlin, E-Mail info@aktion-klimaschutz.de, www.aktion-klimaschutz.de

Siebenschläfer

Plakat zum „Wildtier 2004"
Dem Siebenschläfer, „Wildtier des Jahres 2004", ist ein neues Natur-Poster des Bundesumweltministeriums gewidmet. Die Plakatserie, in der typische Lebensräume und ihre Bewohner präsentiert werden, richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche. Sie soll dazu beitragen, Natur bewusster zu beobachten und Lebensräume zu erhalten. Siebenschläfer ähneln mit ihrem buschigen Schwanz und durchschnittlich 16 Zentimetern Körperlänge den Eichhörnchen. Sie gelten in Norddeutschland als vom Aussterben bedroht. Der Kletterer lebt vorwiegend in trockenen Eichen- und Buchenwäldern der mittel- und südosteuropäischen Mittelgebirge. Tagsüber verbirgt er sich in hohen Bäumen oder Erdlöchern; am Abend kommt er hervor und sucht sich seine Nahrung.

Die Wahl des Siebenschläfers zum „Wildtier des Jahres 2004" bezieht alle Schläferarten wie Baumschläfer, Gartenschläfer und die Haselmaus mit ein. Deshalb sind diese Verwandten des Siebenschläfer ebenfalls auf dem Plakat dargestellt, jeweils in der für sie typischen Umgebung. (BMU)

Bezug (kostenlos):
Bundesumweltministerium, Bestellnummer 3028, Tel. 01888/305-3355, E-Mail bmu@broschuerenversand.de. Download: www.bmu.de/de/800/nj/download/b_poster_wildtier2004/

Der Weiden-Korb

Materialsammlung für die Bildungsarbeit
Für die Beschäftigung mit dem Thema „Kopfweiden" hat der Arbeitskreis Naturpädagogik Düsseldorf eine Material- und Informationssammlung in zwei handgeflochtenen Weidenkörben zusammengestellt. Für praktisches Arbeiten mit den Weidenzweigen finden sich detaillierte Arbeitsanleitungen von Flechtübungen über Rankhilfen bis zum Bau von lebenden, begehbaren Weidenhütten. „Der Weidenkorb" enthält auch die Insektenstaubsauger und Insektenkescher, um das Leben in den Weiden zu erforschen. Eine Powerpoint-Präsentation zeigt die Biologie und die ökologische Bedeutung der Kopfweiden sowie ihre vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Die Materialien sind zum Einsatz in Projektwochen und Unterrichtsstunden konzipiert und eignen sich für die Arbeit in Schulen und Erwachsenenbildung. „Der Weidenkorb" kann bei der Biologischen Station Urdenbacher Kämpe e.V. gegen eine Leihgebühr von 5,- € ausgeliehen werden. (Biol. Station Urdenbacher Kämpe/vla)

Infos:
Biologische Station Urdenbacher Kämpe e.V., Haus Bürgel, 40789 Monheim, Tel. 0211/9961212, E-Mail info@bs-uk.de, www.bs-uk.de

Zu Besuch bei Wurm + Co.

Broschüre zur Entdeckung des Bodens
Der Erdboden ist etwas sehr Lebendiges. Aber was lebt eigentlich alles im Boden? Welche Tiere und Pflanzen gibt es dort? Und wie kann ich den Boden mit einfachen Mitteln erforschen? Diese und andere Geheimnisse lüftet die neue Broschüre „Zu Besuch bei Wurm + Co." für Kinder ab dem Grundschulalter, die ab sofort kostenlos beim NRW-Umweltministerium bestellt werden kann. „Zu Besuch bei Wurm + Co." ist das zweite Heft einer Reihe für Kinder zur Entdeckung der Natur. Die Broschüre mit vielen farbigen Abbildungen und leicht nachzumachenden Experimenten ist auch für den Schulunterricht geeignet. (MUNLV)

Bezug:
Infoservice des Umweltministeriums, 40190 Düsseldorf, Tel. 0211/4566666, Fax 0211/4566621, E-Mail infoservice@munlv.nrw.de, www.munlv.nrw.de

Veröffentlichungen (2)

Faszination Natur

NABU-Kalender 2005
Auch für 2005 bietet der NABU NRW wieder einen Kalender an, der dem Titel „Faszination Natur" gerecht wird. Die professionellen Fotos zeigen eine bunte Palette vor allem heimischer Tier- und Pflanzenarten. Diesmal zieren Uhu, Rebhuhn, Kornweihe, Große Hufeisennase, Wildschwein und Hornisse sowie weitere Motive im Großformat (30 x 42 cm) die einzelnen Monatsblätter. Die Vielfalt der Motive macht den Kalender jedenfalls auch zu einem willkommenen Geschenk für Menschen, die einfach „nur schöne Bilder" als Wandschmuck genießen wollen. Der neue Kalender „Faszination Natur 2005" kann ab sofort vorbestellt werden. (NABU)

Bezug:
NABU Natur Shop, Calenbergstr. 24, 30169 Hannover (bitte Verrechnungsscheck über 12,50 € – inkl. Porto und Verpackung – beifügen)

Feuer und Beweidung

Erhaltung magerer Offenlandschaften in Nordwestdeutschland
Zwergstrauchheiden waren über Jahrhunderte die vorherrschende Kulturlandschaft im nordwestdeutschen Tiefland und weit darüber hinaus auch im gesamten atlantischen Europa. Die verbliebenen Reste gilt es zu sichern, aus Gründen des Arten- und Biotopschutzes, als lebendige kulturgeschichtliche „Archive", als Nutzflächen und touristisch attraktive Gebiete. Welche Methoden sind unter den heutigen Rahmenbedingungen zur Erhaltung der Heiden geeignet? Wie wirken sie auf das Ökosystem und seine Bestandteile? Diesen und weiteren Fragen angewandter Landschaftsökologie widmete sich im Zeitraum 2001 bis 2004 das Forschungsvorhaben „Feuer und Beweidung als Instrumente zur Erhaltung magerer Offenlandschaften in Nordwestdeutschland". Die im vorliegenden Abschlussbericht zusammengefassten Forschungsergebnisse stammen schwerpunktmäßig aus der Lüneburger Heide und der Diepholzer Moorniederung. (NNA)

NNA-Berichte, 17. Jahrgang 2004, Heft 2, 221 Seiten, 10,- €, Bezug: NNA, Hof Möhr, 29640 Schneverdingen, Tel. 05199/989-0, E-Mail nna@nna.niedersachsen.de, www.nna.de

Alleen jetzt auch im Bild

Der LNU hat zusammen mit ihren Mitgliedsvereinen im Rahmen des vom Land NRW geförderten Alleen-Projektes bislang ca. 300 Alleen und Baumreihen aus allen Landesteilen erfasst. Bilder dieser Alleen finden sich jetzt auf einer Postkartenserie mit 10 Motiven, auf einem Poster zum Alleenschutz (DIN A2) und in einem ab September erhältlichen Kalender für das Jahr 2005. Poster und Postkartenserie gibt es gegen Versandkosten, den Kalender für 5,- € zzgl. Versandkosten bei der LNU.

Bezug:
LNU, Heinrich-Lübke-Str. 16, 59759 Arnsberg, 02932/4201, Fax 02932/54491, E-Mail LNU.NRW@t-online.de

Aktion Grünes Band

Tagungsband zum grenzüberschreitenden Naturschutzprojekt
In einem Tagungsband werden die Ergebnisse und Erfahrungen der ersten Phase des Projekts „Aktion Grünes Band" zusammengefasst. Ziel dieses Projekts ist es, durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit Naturschutzgebiete in den Niederlanden und Deutschland zu einem gemeinsamen Gebietsnetz zu vereinen. Wie das funktioniert, welche Ergebnisse bereits erzielt wurden, welche Perspektiven das Projekt hat und was es für Chancen für Natur und Landschaft birgt, wird in dem Band ausführlich dargestellt. Der Band wird von der Naturschutzstation Kranenburg gegen eine kleine (freiwillige) Spende angeboten. (NABU)

Bezug:
NABU-Naturschutzstation Kranenburg, Bahnhofstraße 15, 47559 Kranenburg,
Tel. 02826/92094, E-Mail infonabu-naturschutzstationde

Dünen und Sandlandschaften

Tagungsband zur NUA-Tagung erschienen
Viele Trockenstandorte wie Calluna-Heiden und Sandmagerrasen mit ihrer ganz speziellen Tier- und Pflanzenwelt gehören als typische Lebensräume zur westfälischen Landschaft. Ihr Zustand gilt heute aber oftmals als schlecht oder beeinträchtigt. In enger Kooperation mit dem Westfälischen Museum für Naturkunde und zahlreichen weiteren Partnern führte die NUA dazu deshalb 2003 eine Fachtagung durch, auf der über den aktuellen Zustand und die aktuelle Situation dieser Lebensräume informiert und diskutiert wurde. Die Tagungsergebnisse hat jetzt der Westfälische Naturwissenschaftliche Verein in einem umfangreichen, reich bebilderten Tagungsband veröffentlicht. (anl)

Bezug:
Verlag Wolf & Kreuels, Auf dem Stift 15, 48329 Havixbeck-Hohenholte, Tel. 02507-987951, Fax: 02507-9875389, E-Mail kreuels@vwk-medien.de, ISBN: 3-937455-03-5, ISSN: 1611-4027 (7,- € zzgl. Versandkosten)

Veranstaltungen (1)

Moorschutz und Naturerlebnis

Fachtagung vom 7. bis 9. Oktober
Gibt es zwischen dem Schutz der Moore und dem Interesse an Naturerlebnissen einen Gegensatz? Diese Frage untersucht eine Fachtagung, zu der die Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde und die Biologischen Stationen im Kreis Aachen und Düren vom 7. bis 9. Oktober 2004 nach Monschau einladen. Fachvorträge und Exkursionen in die deutsch-belgischen Moorgebiete des Hohen Venns stehen auf dem Programm. Nach einer naturräumlichen, botanischen und zoologischen Charakterisierung werden moorkundliche Forschungsarbeiten vorgestellt. Vorträge zur nachhaltigen touristischen Nutzung von Mooren bilden einen Schwerpunkt des Vortragsprogramms. Als Referenten konnten u. a. Dr. L. Jeschke, Prof. Dr. M. Succow und Prof. Dr. W. Schumacher gewonnen werden. Um die praktische Umsetzung des Moorschutzes geht es dann insbesondere auf den Exkursionen. (anl)

Anmeldung bis 30.9.2004 an:
Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde, Dr. Gerfried Caspers, J. Kasch, Stilleweg 2, 30655 Hannover, Tel. 0511/643-3563, -3612, E-Mail g.caspers@nlfb.de, Biologische Station im Kreis Aachen, Tel. 02402/12617-0, E-Mail stephan-misere@bs-aachen.de

Bodenschutz europäisch

Fachtagung diskutierte europäische Vorgaben für den Schutz des Bodens
Unter dem Titel „Bodenschutz – europäisch und lokal" veranstalteten das NRW-Umweltministerium und der Bundesverband Boden (BVB) am 1. April 2004 einen gemeinsamen Fachkongress zum geplanten Bodenschutz in der Europäischen Union. Mit den Vorträgen der Plenarveranstaltung wurde der Bogen von der übergeordneten Rechtssetzungsebene der EU bis zur Vollzugsebene der Kommunen gespannt. Das Land NRW versteht sich dabei als Vermittler zwischen diesen Bereichen. NRW hat, so Umweltministerin Bärbel Höhn, grundsätzlich Interesse an möglichst umfassenden und einheitlichen Anforderungen zum Schutz des Bodens und begrüßt daher den Vorstoß der EU, hier europaweite Standards einzuführen. Dabei müssten aber regionale Besonderheiten ausreichend berücksichtigt werden. So habe die Montanindustrie in NRW ebenso Spuren im Boden hinterlassen wie heute die intensive Landwirtschaft. Im Rahmen der Veranstaltung wurden deshalb die Vorschläge der EU auf ihre Tauglichkeit für NRW geprüft und konkrete Wünsche und Vorstellungen für die Beratungen mit Brüssel diskutiert. (MUNLV)

Kontakt:

MUNLV, 40190 Düsseldorf, Tel. 0211/4566-0, www.munlv.nrw.de

Biologische Vielfalt und Schutzgebiete

Umweltsymposium vom 29. bis 30. November
Das Zentrum für Umweltforschung (ZUFO), eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Münster, veranstaltet in jedem Jahr ein interdisziplinäres Umweltsymposium zu aktuellen Themen im Bereich der Umweltforschung. Im 14. ZUFO-Umweltsymposium vom 29. - 30. 11. 2004 steht das Thema „Biologische Vielfalt und Schutzgebiete – Eine Bilanz 2004" im Mittelpunkt der Veranstaltung. Angesichts aktueller Entwicklungen und Notwendigkeiten beispielsweise bei der Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und Vogelschutz-Richtlinie soll das Themenfeld Naturschutz aus einer interdisziplinären Perspektive betrachtet werden. Die Veranstaltung wird in mehrere Themenblöcke untergliedert, in denen die Grundlagen des Naturschutzes, der Wert und Nutzen der biologischen Vielfalt, die Umsetzung des Naturschutzes im politischen Spannungsfeld, Schutzgebiete zwischen Nutzungskonflikten und Akzeptanz sowie die Interessen, Erfolge und Konflikte des Naturschutzes 2004 angesprochen werden. Den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung bildet eine Podiumsdiskussion zu den Perspektiven und Entwicklungspotenzialen des Naturschutzes. (ZUFO)

Infos/Programm: Zentrum für Umweltforschung, Mendelstr. 11, 49149 Münster, Tel. 0251/83 38470, E-Mail zufo@uni-muenster.de, www.zufo.uni-muenster.de

Ausbildung zum „Natur- Trainer" gestartet

Die NaturErlebnisSchule bietet in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Kreative Lehr- und Lernformen der Universität Münster eine 300 Unterrichteinheiten umfassende Ausbildungsreihe zum Natur-Trainer an. Diese berufsbegleitende Weiterbildung fußt auf dem Umweltbildungsansatz der Biosphärenbildung und bildet in den drei Kompetenzbereichen Selbstkompetenz, Naturkompetenz und Sozialkompetenz aus. Referenten aus den Arbeitsfeldern der Umweltbildung, der Erlebnispädagogik sowie der Natur- und Waldpädagogik vermitteln Methoden, Inhalte und Zielsetzungen von der Arbeit mit Gruppen in der Natur. Die Lernorte der Ausbildung erstrecken sich vom Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg, über das Sauerland bis hin zum Kreis Borken in NRW, wo die meisten Module geplant sind. (NaturErlebnisSchule)

Kontakt:
NaturErlebnisSchule, Weidengrund, 46348 Raesfeld, Tel. 02865/10456, E-Mail naturerlebnisschule@t-online.de

Veranstaltungen (2)

Nachhaltigkeitsrat

Jahreskongress am 11. November 2004
Wo steht Deutschland mit seiner Nachhaltigkeitspolitik? Diese Frage stellt der Rat auf seinem Jahreskongress am 11. November 2004 in den Mittelpunkt. Die Anmeldung zum Kongress ist ab sofort möglich. Als Hauptredner wird Bundeskanzler Gerhard Schröder über bislang erreichte Ziele und die Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitspolitik sprechen. Ein weiterer wichtiger Teil der Veranstaltung sind fünf Diskussionsforen zu aktuellen Fragen, für die jetzt die Themen feststehen: „Wert-Bildung – Schrittmacher der Nachhaltigkeit", „Lebenswert(e) Nachhaltigkeit", „Energie im globalen Nachfragesog – steigender Wert für Effizienz und Innovation", „Nachrichtenwert Nachhaltigkeit: Medien zwischen Quote und Bildungsauftrag" und „Mehr Wert für Wohnen und Fläche". (anl)

Infos:
www.nachhaltigkeitsrat.de

Waldnaturschutz in NRW

Forum am 19. November 2004 in Iserlohn
In Nordrhein-Westfalen gibt es zahlreiche Beispiele von Naturschutzprojekten im Wald, die von unterschiedlichster Seite durchgeführt werden. Sie reichen von historischer Niederwaldbewirtschaftung über den Erhalt von Alt- und Totholz bis hin zum völligen Nutzungsverzicht in Naturschutzgebieten, Naturwaldzellen und im Nationalpark Eifel. Durch den hohen Privatwaldanteil kommt hierbei dem Vertragsnaturschutz eine besondere Bedeutung zu. Die Veranstaltung in Iserlohn bietet die Gelegenheit, unterschiedliche Projekte aus Wissenschaft und Praxis darzustellen und sich fachlich darüber auszutauschen.

Infos:
NABU, Tel: 0211/1592510, E-Mail info@nabu-nrw.de

Weitere Veranstaltungshinweise auf der NUA-Homepage www.nua.nrw.de

Aus der NUA (2)

Erster Spatenstich (v.l.): Klaus Brunsmeier, Bärbel Höhn, Landrat Hans-Jürgen Schnipper und Dr. Uwe Günther, BLB-Geschäftsführer. Fotos: M. Wengelinski
Umweltministerin Bärbel Höhn stellte das Bauvorhaben vor.

NUA-Neubau: Erster Spatenstich

Akademiegebäude setzt Umweltstandards – Einzug 2005
Im nächsten Jahr wird die NUA in ein neues Veranstaltungs- und Bürogebäude einziehen. Den ersten Spatenstich vollzogen am 2. Juli Umweltministerin Bärbel Höhn und NUA-Kuratoriumsvorsitzender Klaus Brunsmeier. Am bisherigen Standort auf dem Gelände der LÖBF entsteht bis zum Sommer 2005 ein nach modernen Umweltstandards gebautes Akademiegebäude. Der NUA-Neubau steht in Zusammenhang mit Baumaßnahmen für die LÖBF: Am Standort Leibnizstraße in Recklinghausen werden künftig die bislang auf verschiedene Orte und Häuser verteilten Arbeitsbereiche der LÖBF konzentriert. Die Planungen erfolgen kostenneutral, da sie mit ersparten Mietaufwendungen „verrechnet" werden. Verantwortlicher Bauträger ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB). In das Haus mit einer Nutzfläche von 1200 qm werden rund 2,5 Millionen Euro investiert. Bei der Planung konnten, ganz im Einklang mit dem Bildungsauftrag der NUA, zahlreiche ökologische Standards berücksichtigt werden. So ist zum Beispiel Holz aus heimischen Wäldern der dominierende Baustoff: Das Gebäude wird als Holzständerwerk errichtet und erhält eine Fassade aus Lärchenholz. Nichttragende Innenwände werden z. B. aus gepressten, mit Lehm verputzten Strohplatten gefertigt. Zudem sind ein Gründach, eine Regenwassernutzung und eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen.

Bislang war die NUA eher provisorisch in einer umgebauten Lagerhalle untergebracht, die von 1985 bis 1996 auch von der Vorgängereinrichtung, dem Naturschutzzentrum NRW, genutzt wurde. Aus Sicht von Umweltministerin Bärbel Höhn war das ein „auffälliger Schwachpunkt" der NUA-Bildungsarbeit. Der NUA sei es seit ihrer Gründung zwar hervorragend gelungen, das Leitbild „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" in die Praxis umzusetzen. Das käme z.B. an der erfolgreichen Unterstützung des Nationalparks Eifel, den Einsätzen des LUMBRICUS und der Kampagne „Agenda 21 in der Schule" zum Ausdruck. Aber die Unterbringung in einem Gebäude, das in keiner Weise ökologischen Ansprüchen genügte, habe dazu im Widerspruch gestanden. Auch Klaus Brunsmeier brachte in seinem Grußwort seine Freude darüber zum Ausdruck, dass bald auch das Gebäude der NUA dem inhaltlichen Leitbild entsprechen werde. Viele Jahre lang hatten gerade die NRW-Naturschutzverbände immer wieder eine dem Bildungsauftrag entsprechende Unterbringung für die NUA gefordert. (anl)

Impressum

Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA)
Siemensstr. 5
45659 Recklinghausen
Postanschrift: Postfach 101051
45610 Recklinghausen
Tel. 02361/305-0
Fax 02361/305-340
E-Mail: poststelle@nua.nrw.de
www.nua.nrw.de
www.nuancen.nrw.de

Die NUA ist eingerichtet bei der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW (LÖBF). Sie arbeitet in einem Kooperationsmodell mit den drei anerkannten Naturschutzverbänden zusammen (BUND, LNU, NABU).   

Redaktion:
Adalbert Niemeyer-Lüllwitz (verantwortlich)
Tel. 02361/305-335

Volker Langguth
Tel. 02361/305-333

Erscheinungsweise:
Die NUAncen erscheinen dreimal jährlich. Redaktionsschluss jeweils 15. März, 15. Juli, 15. November

Gestaltung:
Mumbeck – Agentur für Energie und Umweltmarketing, Wuppertal

Gestaltung der Internet-Version:
D. & U. Lischewski Ö/K/O/M GbR, Münster
www.oekom-allesauseinerhand.de

Haftungsausschluss für externe Links

Die NUA übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt externer Websites.

Druck:
Rademann Druck- und Medienhaus, Lüdinghausen
Druck auf 100% Recycling-Papier

Ausgabe:
Nummer 18, 8. Jahrgang 2004
15.08.2004

Bezug:

kostenlos

ISSN: 1615-3057