Presseinfo

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser vergibt Sonderpreis Umwelt

„BNE trifft MINT“ heißt der Titel einer neuen Veranstaltungsreihe der BNE-Agentur NRW in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA). In kleineren, etwa dreistündigen Nachmittagsveranstaltungen, die landesweit stattfinden, sollen gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt, mit passenden Fachvorträgen verknüpft und der BNE Bezug hergestellt werden. Den Auftakt bildet am Donnerstag, 13. September 2018, in der NUA in Recklinghausen eine Tagung, mit der die BNE-Agentur NRW Schulen und außerschulischen Lernorten die Veranstaltungsreihe vorstellt. Zielgruppe der Tagung sind MINT-Koordinatorinnen und MINT-Koordinatoren und MINT-Lehrerinnen und MINT-Lehrer aller Schulformen, Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren für MINT-Wettbewerbe, außerschulische Bildungsanbieter und Verantwortliche in der Verwaltung. Ziel ist es, mit gelungenen Beispielen aus der Schulpraxis Inspiration zu Themen nachhaltiger Entwicklung im schulischen Lernen zu schaffen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser am Nachmittag (ca. 13:00 Uhr) den Sonderpreis Umwelt des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vergeben. Die prämierten Forschungsprojekte sind hervorragende Beispiele dafür, wie das Bewusstsein für den Umgang mit unserer Umwelt und technologischen Fragestellungen Eingang in Schulalltag und Unterricht findet.

Ausgezeichnet für ihre Arbeiten werden Schülerinnen und Schüler, die am 04. Mai 2018 in Essen am Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ teilgenommen haben:

Hierbei errangen Mika Wolff (12) und Vincent Kita (12) aus der 6. Klasse des Städtischen Gymnasiums Petrinum in Recklinghausen mit ihrer Arbeit zu „Feinstaubmessungen in unserer Umgebung den 1.Platz.  Mit ihren Feinstaubmessungen greifen die beiden Recklinghäuser Gymnasiasten ein aktuelles Umweltthema auf. Mit einem selbst, aus hochempfindlichen Komponenten zusammengebautem Messgerät, der „SenseBox Home“, einem Multimeter für Wetter- und Schadstoffdaten, haben sie zu verschiedenen Zeiten und Anlässen und an verschiedenen Orten Messreihen erfasst. Dabei haben sie als Hintergrunddaten online verfügbare Messwerte des LANUV NRW verwendet und sie mit ihren Messungen in Alltagssituationen verglichen. Und sie in ihrer Aussagekraft hinterfragt! So erwiesen sich z. B. Volks- und Weihnachtsfeste mit offenen Holzkohlegrills, Silvester-Feuerwerk und rauchgeschwängerte Partykeller als besonders feinstaub-reich, mit teilweise gesundheitsgefährdenden Gehalten. Sowohl hinsichtlich ihrer systematischen Arbeitsweise, der Nutzung der aktuellen technischen Möglichkeiten, aber auch mit ihrer Sachkenntnis und ihrer überzeugenden Präsentation konnten sie die Jury und alle Interessierten nachhaltig begeistern.

Den 2. Platz belegten Lara Krohn(9) von der Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West und Daniel (11) Krohn vom Gymnasium Haus Overbach in Jülich für ihr Projekt „Spritzwasserregentanke“. An der Idee der beiden Geschwister, Regenwasser am Fahrzeug zu sammeln, zu filtern und es für die Scheibenwaschanlage zu benutzen, beziehungsweise. an ihrer eleganten technischen Lösung zeigte sogar die Automobil-Industrie Interesse. Das Modell spart ohne großen Aufwand Trinkwasser und gegebenenfalls Reinigungsmittel.

Auf den 3. Platz kamen Falk Wannhof (10) von der Kardinal-von-Galen Schule Harsewinkel und Paul Wannhof (12) vom Gymnasium Harsewinkel, die der Frage „Die Schnecke – eine bessere Fleischquelle?“ nachgingen. Die beiden Brüder, engagierte Züchter von Achatschnecken, haben den benötigten Futtermittel- und Wasserbedarf, die durchschnittliche Mastdauer, den Stallflächenbedarf, sowie die Fleischausbeute, den Garverlust und die Zubereitungsmöglichkeiten untersucht, hochgerechnet und mit den Produktionseckdaten von Rindfleisch verglichen. Das Ergebnis: bezogen auf jeweils 1 kg Lebendgewicht ist Schneckenfleisch nicht nur günstiger, sondern hinterlässt auch einen kleineren ökologischen Fußabdruck.

Ebenfalls ausgezeichnet werden Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Landeswettbewerb „Jugend forscht“, der am 20. März in Leverkusen stattgefunden hat.

Hier wurden mit dem 1. Platz ausgezeichnet Jannis Wibbeke, Julian Herbers vom Städtischen Conrad-von-Soest-Gymnasium in Soest für die Arbeit im Fachgebiet Biologie: „Die Renaturierung des Amper Bachs – ökologischer Erfolg durch gemeinschaftliches Engagement“

Die Schüler führten biologische, chemische und geographisch-strukturelle Analysen durch, die den negativen ökologischen Zustand, ebenso wie das biologische Potenzial des Amper Bachs aufzeigten. Anschließend begleiteten sie mit hohem persönlichen Engagement Renaturierungsmaßnahmen, ermittelten die Gewässergüte und gaben Empfehlungen für weitere Maßnahmen.

Den 2. Platz belegten Sonja Gräbing, Beyit Aydogdu, Rebecca Peekhaus vom Städtischen Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium in Duisburg für die Arbeit im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften: „Schwermetallanalyse des Bodens in der Umgebung des ehemaligen Geländes der Metallhütte Duisburg“. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten die Schwermetallbelastung der Böden in direkter Umgebung der Metallhütte Duisburg. Dafür nahmen Sie an über 52 Standorten ausgiebige Bodenproben, untersuchten diese u.a. mittels Röntgenfluoreszenzanalyse auf den Schwermetallanteil und dokumentierten die Ergebnisse umfassend in einer Karte.

Auf dem 3. Platz folgten ihnen Georg Trede und Erik Holzhäuser vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Münster für die Arbeit im Fachgebiet Technik: „Intelligente Straßenlaternen – Energieeinsparung durch gezielte Steuerung mit dem Arduino.“

Die beiden Schüler haben ein Modell entwickelt und gebaut, das zeigt, wie Straßenlaternen automatisiert die Helligkeit regeln und sich Ein- und Ausschalten, wenn ein Auto in die Straße fährt oder es dunkel wird. So kann viel Energie eingespart werden, da sich die Laternen automatisch der Umgebung anpassen und nur so stark leuchten, wie es die Umgebung erfordert. Durch Verwendung von LED-Leuchtmitteln sind die Straßenlaternen zudem an sich schon äußerst energieeffizient.

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Bernd Stracke
Journalist und Politikwissenschaftler
Stellvertretender Leiter, Klimaschutz, Stadt der Zukunft, Pressearbeit,
Projekt „NRW wird leiser
Bernd Stracke