Aufgaben und Zielgruppen der NUA

Auszüge aus dem Einrichtungserlass

Einrichtung einer Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen

RdErl. des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes NRW

vom 19.12.1996 - I B 3-01.39.07 -

1. Bei der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten/Landesamt für Agrarordnung Nordrhein-Westfalen (LÖBF/LAfAO NRW) wird mit Wirkung vom 1. Januar 1997 eine "Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen" eingerichtet. Sie ist unmittelbar der Präsidentin oder dem Präsidenten der LÖBF/ LAfAO NRW unterstellt.

Die Akademie führt den Namen "Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen" (NUA).

2. Die NUA ist eine Bildungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen zu Themen des Natur- und Umweltschutzes im Sinne des § 1 Bundesnaturschutzgesetz. Leitlinie ihrer Arbeit ist eine nachhaltige, umweltschonende Entwicklung. Ihre Aufgaben sind Fort- und Weiterbildung sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz. Sie richtet Foren für die gesellschaftliche Diskussion aus und übernimmt Transferfunktionen zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und den Zielgruppen der NUA.

Die NUA wird von den gemäß § 29 Bundesnaturschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen anerkannten Naturschutzverbänden mitgetragen und kooperiert mit allen Bildungseinrichtungen, Institutionen und Gruppen, die erhaltend, gestaltend, wirtschaftend und mit Freizeitaktivitäten in der Landschaft wirken.

3. Im Einzelnen hat die NUA folgende Aufgaben:

3.1 Ausrichtung von Foren zwischen Natur- und Umweltschutz, Umweltbildung und anderen gesellschaftlichen Bereichen.

3.2 Fortentwicklung des Natur- und Umweltschutzes und des Wertbewusstseins für die natürliche Umwelt, Verstärkung der Bereitschaft für natur- und umweltgerechtes Verhalten in der Bevölkerung.

3.3 Koordination und Durchführung jährlicher Arbeitsprogramme in den Bereichen Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit in enger Zusammenarbeit mit den anerkannten Naturschutzverbänden sowie - bei Bedarf - mit Biologischen Zentren, Hochschul- und Schuleinrichtungen sowie anderen Institutionen und Verbänden.

3.4 Fortbildung und Professionalisierung von Multiplikatoren der Bildungsarbeit sowie deren Unterstützung, z.B. durch Entwicklung von Medien, fachliche Beratung.

3.5 Aufbereitung von aktuellen Erkenntnissen, Methoden und Entwicklungen aus den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und Vermittlung an die Zielgruppen.

3.6 Unterstützung der Natur- und Umwelterziehung.

3.7 Informationsbereitstellung und Beratung für Bürgerinnen und Bürger, Behörden, Verbände und Institutionen.

3.8 Herausgabe von Publikationen und Information der Massenmedien, Durchführung von Ausstellungen, Wettbewerben, Aktionstagen.

3.9 Zusammenarbeit mit ähnlichen Institutionen im In- und Ausland zum Informations- und Erfahrungsaustausch.

4. Koordinierungsstelle

In der NUA wird eine "Koordinierungsstelle für Naturschutz- und Umweltbildung" eingerichtet. Sie unterstützt und fördert im Rahmen der ihr unter Nr. 2 übertragenen Aufgaben die Träger und Einrichtungen der Umweltbildung in ihrem Bemühen um vernetzte Strukturen der Zusammenarbeit, am Prinzip der Nachhaltigkeit orientierte Bildungsangebote und flankierende Bildungsprozesse zur Lokalen Agenda 21, die auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) 1992 verabschiedet wurde.

5. "LUMBRICUS - der Umweltbus"

Zur Durchführung ihrer Aufgaben steht der NUA auch "LUMBRICUS - der Umweltbus" als mobile Lehr-, Arbeits- und Demonstrationsstation in der Bildungsarbeit für Natur und Umwelt zur Verfügung (vgl. Bekanntmachung des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft vom 20.03.1992 - SMBl. NW. 791 -).

6. Die NUA kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben Dritter bedienen.

7. Zielgruppen der Arbeit der NUA sind insbesondere:


7.1 Die Mitglieder von Natur- und Umweltverbänden, Landschaftsbehörden, -beiräten und -wachten, Biologischen Stationen sowie ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

7.2 Andere Verbände, Behörden und Kommunen.

7.3 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Einrichtungen und Gruppen, die im Rahmen ihres Wirtschaftens und Handelns für den Natur- und Umweltschutz tätig werden können.

7.4 Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung, Journalistinnen und Journalisten, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher.

7.5 Presse, Rundfunk und Fernsehen.