Auftaktwanderung zu den Naturerlebniswochen NRW 2019

Die Auftaktwanderung zu den NaturErlebnisWochen NRW 2019 startete am 03. Mai 2019  mit Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz  NRW) bei bestem Wanderwetter im landschaftlich sehr reizvollen Naafbachtal bei Ingersauel. Im Verlauf der etwa zweieinhalbstündigen Wanderung stellten die Mitveranstalter (Biologische Station im Rhein-Sieg Kreis, Aggerverband, Rhein-Sieg-Kreis) das Naturschutzgebiet Naafbachtal als vielfältig strukturiertes Bachtalsystem mit artenreichen Grünlandflächen, bachbegleitenden Erlen-Ufergehölzen sowie ausgedehnten Buchenwäldern an den Talhängen vor. Die Umsetzung einzelner Naturschutzmaßnahmen auch im Rahmen des Vertragsnaturschutzes regte lebhafte Diskussionen an. Die abwechslungsreiche Wanderung bot viel Gelegenheit zum Naturerlebnis und zeigte, welch tolle Schätze von Natur und Landschaft es in Nordrhein-Westfalen  im Rahmen der NaturErlebnisWochen NRW zu entdecken gibt.

Gemeinsam mit vielen Partnern aus allen Regionen des Landes richtet die NUA NRW vom bis zum 30. Mai 2019 die „NaturErlebnisWochen NRW“ aus. Diese Aktion ist eingebunden in die bundesweite Initiative „NaturErlebnisWochen 2019“ des Bundesarbeitskreises staatlicher Umweltakademien (BANU). Dank des Engagements vieler ehrenamtlicher Organisatoren werden in Nordrhein-Westfalen mehr als 200 Veranstaltungen stattfinden. Eine gute Gelegenheit, unter sachkundiger Führung neue und vertraute Naturwunder in Nordrhein-Westfalen zu entdecken.
www.naturerlebniswochen.nrw.de

 

Zum Naafbachtal
Für das landschaftlich reichstrukturierte Naafbachtal bestanden bereits um 1930 Planungen, eine Trinkwassertalsperre zu bauen, um dem wachsenden Trinkwasserbedarf der Region Köln-Bonn gerecht zu werden. Zu Beginn der 1980-er Jahre kamen Bürgerproteste auf, die Anlass waren, dass 1982 das Naafbachtal unter Naturschutz gestellt wurde. Das Naturschutzgebiet Naafbachtal umfasst insgesamt 923 ha, wovon 855 ha im Rhein-Sieg-Kreis (Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid) liegen. Seit 2000 sind große Teile als FFH-Gebiet ausgewiesen. Das Naafbachtal mit dem naturnah mäandrierenden Naafbach ist ein vielfältig strukturiertes Bachtalsystem mit Feuchtgrünlandflächen in der Aue, bachbegleitenden Erlen-Auenwäldern und Erlen-Ufergehölzen sowie ausgedehnten Buchenwäldern an den Talhängen. Die Talaue wird überwiegend als Grünland genutzt. Nasswiesen mit Quellfluren, binsenreiche Feuchtweiden, brachgefallenes Nassgrünland mit Hochstaudenfluren, Großseggenriede sowie an trockenen Hängen primelreiche Mähwiesen und artenreiche, magere Weiden bilden ein abwechslungsreiches Grünland-Mosaik. An den teilweise steilen Hängen wachsen neben den Buchenwäldern Eichen-Hainbuchenwälder, die häufig aus Niederwäldern hervorgegangen sind. In den Hangwäldern entspringen zahlreiche, überwiegend ebenfalls naturnah ausgebildete, z.T. tief eingekerbte Seitenbäche des Naafbaches.