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Der Maulwurf, ein kurzhaariger Insektenfresser,
den kaum jemand so richtig zu Gesicht bekommt, sorgt durch seine
grabende Lebensweise ständig für Gesprächsstoff bei so manchem
Hobbygärtner. Die Vorderbeine sind zu mächtigen Grabeschaufeln
umgewandelt. Dabei bleibt der walzenförmige Körper äußerst gelenkig,
so dass der Maulwurf sich per Rückwärtsrolle im engen Gang drehen
kann, um anschließend wie ein Bulldozer das zuvor nach hinten
geschaufelte Erdreich zum Ausgang des nächst gelegenen Maulwurfshügels
zu befördern. Die rosarote Schnauze hat sich zu einem hervorragenden
Riech- und Tastorgan entwickelt, das an Sensibilität kaum noch zu
übertreffen ist.
Vom Wesen her ist der Maulwurf scheu und lebt bis auf die Paarungszeit
als Einzelgänger. Junge Maulwürfe werden etwa im Juni/Juli aus dem
Revier der Eltern vertrieben. Sie müssen sich nun ein eigenes
Gangsystem schaffen, was sich durch zahlreiche neue Haufen ankündigt.
Der Maulwurf ist ein räuberischer Geselle und betätigt sich dabei als
Fallensteller. Während der Grabetätigkeit findet er eher zufällig
Nahrung. Sein eigentlicher Nahrungserwerb besteht darin, dass er sein
Gangsystem regelmäßig patrouilliert und die hereingefallenen Tiere
frisst. Auf seinem Speiseplan stehen Insektenlarven wie Drahtwürmer
und Engerlinge, Tausendfüßer, Schnecken,
Käfer und vor allem Regenwürmer. Auch wenn seine Nahrung manchmal bis
zu 80 oder 100 % aus Regenwürmern
besteht, sind noch keine schädlichen Wirkungen durch die Tätigkeit von
Maulwürfen bekannt geworden. Der Maulwurf steht am Ende einer
Nahrungskette, die Tausende von Bodentierarten umfasst. Als Räuber
greift er regulierend in die Lebensgemeinschaft des Bodens ein. Als
kräftiger Graber sorgt er zudem für eine starke Durchmischung des
Bodens. Dadurch werden Humussubstanzen in größere Tiefen verfrachtet.
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